
In dem umstrittenen Lager sitzen noch etwa 250 Gefangene, darunter der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September und andere mögliche Terroristen. Es vegetieren dort aber offenbar auch seit Jahren viele Unschuldige, die wie alle andere Insassen auch keinen Zugang zu einem Anwalt ihrer Wahl oder gar einem ordentlichen Gericht haben. Und: Mittlerweile steht fest, dass in Gitmo seit Jahren systematisch gefoltert (Waterboarding) wurde. Praktiken, die Obama strikt ablehnt.

Noch in der vergangenen Woche hatte Obama erklärt, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass Gitmo "sehr schnell geschlossen" werden könne. Die Auflösung des Lagers sei eine "echte Herausforderung". Und er sei sich nicht sicher, ob er die Schließung innerhalb der ersten 100 Tage schaffen werde. Die Unterzeichung seiner Anordnung zur Schließung des Lagers wäre allerdings ein Anfang, ein wichtiger.
Das Problem bei einer Auflösung: Einige Gefangene drohen bei ihrer Abschiebung - ob schuldig oder nicht - Gefängnis und Folter in ihren Heimatländern. Die USA ist nicht bereit alle aufzunehmen und erwartet, dass auch Europa und andere Länder ihren humanitären Pflichten nachkommen.
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