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Thursday, February 19, 2009

Obamas lockere erste Auslandsreise: Souvenir-Kauf beim kanadischen Nachbarn

Präsident Obama wird bei seinem sechstündigen Staatsbesuch in Kanada von der Royal Canadian Mounted Police begrüßt

Erst mal zum Nachbar, bevor es auf längere Auslandsreisen geht. Präsident Barack Obama ist am Donnerstag zu einem sechsstündigen Kurztrip nach Kanada gereist. Die erste Auslandsreise seit seiner Inauguration am 20. Januar.

Der US-Staatschef traf dabei Kanadas Premier Stephen Harper und andere Politiker zu einem Gespräch. Die Themen: Buy American – Obama will die Angst vor einem neuen Protektionismus der US-Regierung nehmen - die weltweite Finanzkrise und Afghanistan.

Der Commander-in-Chief hatte erst in dieser Woche 13.000 zusätzliche Truppen in das Land am Hindukush geschickt. Obama hofft, dass auch andere Verbündete, wie zum Beispiel Kanada, Truppen in den Kampf gegen die Taliban und Al-Qaida entsenden werden.

Obama beim Kauf eines Schlüsselanhängers im By Ward Market

Zwischen seinen Gesprächen fand Präsident Obama auch noch Zeit für einen schnellen und spontanen Bummel durch den historischen By Ward Market in Ottawa. Sehr zum Ärger seines sichtlich nervösen Secret Service.

Obama kaufte einen Schlüsselanhänger und suchte vergeblich eine Schneekugel für seine Töchter. Anschließend ging der 47-Jährige in eine französische Bäckerei, wo er sich Plätzchen für Malia und Sasha einpacken ließ. Als Obama mit kanadischen Dollars bezahlen wollte (Foto), lehnte der Verkäufer ab und nahm vom US-Präsidenten als Gegenleistung nur einen Handschlag an.

Wednesday, January 21, 2009

Obamas erster Tag: Es ging Schlag auf Schlag

Auch optisch bricht Präsident Barack Obama mit der Bush-Regierung: Er sitzt ohne Jackett im Oval Office. Für George W. Bush war das undenkbar

US-Präsident Barack Obama hat an seinem ersten Tag nicht viel Zeit verloren, um die Politik der Bush-Regierung zu revidieren. Um 8:35 Uhr marschierte er ins Oval Office, zehn Minuten später kam sein Stabschef Rahm Emanuel - die Arbeit begann.

Es ging Schlag auf Schlag an diesem ersten Tag der Präsidentschaft von Barack Obama. Ein Überblick:

- Obama stoppt die Militär-Tribunale in Guantanamo Bay, Kuba. Folter von Gefangenen ist künftig verboten. Die Schließung des Lagers kündigt er an.

- Obama schaltet sich direkt in den Nahost-Konflikt ein. Er telefoniert mit dem Palästinenser Führer Mahmud Abbas, mit dem König von Jordanien, mit dem Präsidenten Ägyptens und mit Israels Prime Minister Ehud Olmert. Obama kündigt an, schon bald einen neuen Beauftragten für den Nahen Osten zu ernennen.

- Obama verkündet hohe ethnische Standards für Lobbyisten im White House. Geschenke sind künftig tabu, kleinere Gefallen ebenfalls. Und: Ehemalige Mitarbeiter des White House können nicht als Lobbyisten wieder ins White House zurückkehren.

- Obama friert alle Gehälter seiner White House Mitarbeiter ein, die mehr als 100.000 Dollar verdienen. „Amerikas Familien müssen den Gürtel enger schnallen. Ich erwarte das von meinen Mitarbeitern auch", erklärt er.

- Obama verkündet: Schluss mit den Geheimnissen der US-Regierung. Er fordert von allen Ministerien eine neue Offenheit, eine neue Transparenz. Selbst ihn persönlich schließt er ein. Der Präsident darf künftig nicht mehr allein entscheiden, was Staatsgeheimnis ist. Noch mindestens eine zweite, unabhängige Person muss den Top Sercret Stempel bestätigen.

- Obama trifft sich mit seinen militärischen Beratern. Obama will die US-Truppen aus dem Irak innerhalb von 16 Monaten abziehen und den Kampf gegen die Taliban in Afghanistan verstärken.

- Obama trifft sein Wirtschafts-Team (der designierte Finanzminister Timothy Geithner fehlt, er ist wegen seiner "Steuerschuld" vom Finanzausschuss noch nicht bestätigt worden.) und diskutiert über die Lösung der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie sein 750 Milliarden teueres Stimulierungs-Programm für die US-Ökonomie.

Nicht schlecht für den ersten Tag im Oval Office: Ach ja, zwischendurch ging Obama noch zur Kirche, vereidigte seine White House Mitarbeiter und begrüßte „Normalbürger“ zusammen mit First Lady Michelle Obama beim Tag der Offenen Tür im White House.

Wednesday, November 12, 2008

Die schweren Lasten des Barack Obama

President Elect Barack Obama ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Amerika steckt in der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit der Großen Depression. Das Land kämpft in zwei Kriegen, im Irak und in Afghanistan, und weltweit gegen den Terror. Die Infrastruktur (Straßen, Brücken, Tunnel, Flughäfen) ist marode, die Autoindustrie bankrott, das Gesundheitssystem vor dem Kollaps, der Bildungsbereich in der Krise und das Vertrauen der Bürger in die Regierung mehr als erschüttert.

Wenn Barack Obama am 20. Januar 2009 vereidigt wird, trägt er schwere Lasten seines Vorgängers mit ins White House (Foto: Illustration Time Magazine). Angst vor den Aufgaben hat der 47-Jährige nicht. „Ich weiß, dass wir als Amerikaner es schaffen können“, betont er immer wieder. Ganz nach der positiven Grundeinstellung, die das Land schon immer angetrieben hat. Motto: Das Glas ist halbvoll und nicht halbleer.

Die Bürger zumindest haben großes Vertrauen in den neuen Commander-in-Chief. Obama gilt als Hoffnungsträger, für viele ist er gar der Messias, der alles wieder in Ordnung bringen kann.

Die positiven Erwartungen in den „Neuen“ bestätigt auch eine neue Umfrage der Quinnipiac University. Danach haben 67 Prozent eine generell positive Einstellung gegenüber einem Präsidenten Barack Obama. Zum Vergleich: Bei George W. Bush liegt der Wert zurzeit bei bescheidenen 29 Prozent. Ungefähr genauso viele Bürger (69 Prozent) denken, dass Obama die schwierige Situation verbessern wird, nur 22 Prozent glauben, dass es unter ihm noch schlimmer werden wird.

Auch bei den dringenden, seit Jahren ungelösten Problemen des Landes, glaubt die Mehrheit an eine Wende durch Obama. 62 Prozent denken, dass der neue Präsident das Land von Öllieferungen aus dem Ausland unabhängiger machen kann, 55 Prozent sind der Meinung, dass er das Bildungsniveau steigern wird, 50 Prozent glauben an eine bessere Krankenversorgung und sogar 56 Prozent sind davon überzeugt, dass Barack Obama das Vertrauen in die Regierung wieder stärken wird.

Sehr viele und vor allem große Erwartungen an nur einem einzigen Präsidenten.
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