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Wednesday, January 21, 2009

Angekommen: Das erste Bild von Präsident Barack Obama im Oval Office

Stabschef Rahm Emanuel und Präsident Obama im Oval Office

Barack Obama ist angekommen. Gegen 8:35 Uhr hat der 44. Präsident der USA zum ersten Mal als Präsident im Sessel des Oval Office Platz genommen. Obama wollte zunächst zehn Minuten nur für sich allein sein, bevor sein Stabschef Rahm Emanuel (Foto) mit ihm den Terminplan des ersten Tages durchgehen konnte. Michelle Obama kam um 9:10 Uhr zum ersten Mal in das "Zentrum der Macht" im White House und sagte "hallo".

Obamas erster Gang als Präsident führte ihn um 10:00 Uhr zu einem Gottesdienst in die Washington National Cathedral, wo er zusammen mit seiner Frau Michelle Obama, Vize-Präsident Joe Biden und Frau Jill Biden sowie Bill und Hillary Clinton (Foto) in der ersten Reihe sah. Danach ging es zurück an die Arbeit ins White House.

Tuesday, January 20, 2009

Ein historischer Moment in Bilder


Illustration: Die Inauguration in Washington

Barack Obama ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Mehr als eine Million Menschen verfolgten vor Ort in Washington vor dem Capitol und in der Mall die Vereidigung des 44. Präsidenten der USA. Kurz nach 12:00 Uhr Ortszeit war der historische Moment vollbracht.

Barack Obama schwor mit der linken Hand auf einer alten Bibel seines Vorbildes, Abraham Lincoln, seinen Amtseid. Er ist der erste schwarze Präsident in der Geschichte der USA.

Eine Bilderauswahl:



Die Vereidigung von Barack Obama: Der Oberste Richter der USA, John Roberts, verspricht sich beim Vorsagen des nur 34 Worte langen Amtseides und bringt damit den neuen Präsidenten durcheinander. Den peinlichen Fehler nimmt Roberts später auf seine Kappe, es wirkt aber, als ob Obama vor Aufregung den Amtseid vergesse habe.



Die First Kids Malia und Sasha Obama sowie die neue Grandma (Babysitter)-in-Chief, Obamas Schwiegermutter Marian Robinson. Die Oma wird zumindest in der ersten Zeit mit ins White House einziehen


Mehr als eine Million Menschen verfolgen die Inauguration vor dem Capitol live


Vize-Präsident Joe Biden und Frau Jill Biden sowie Michelle und Barack Obama winken auf den Stufen des Capitols dem in Executive One Helikopter davon fliegenden Ex-Präsidenten George W. Bush und First Lady Laura Bush



Geschafft: First Lady Michelle Obama und Präsident Barack Obama nach der Vereidigung auf den Stufen des Capitols in Washington


Die First Familie bei ihrer Parade über die Pennsylvania Avenue im "The Beast", dem neuen supersicheren Cadillac des Präsidenten


Aus Sicherheitsgründen steigen Präsident Obama und die First Lady nur ab und an aus ihrer gepanzerten Limousine, um den Zehntausenden Zuschauer entlang der Parade zu winken



Wenn alles getan ist: Präsident Barack Obama und First Lady Michelle Obama auf einem von mindestens zehn Inauguration-Bällen, auf denen sie tanzen wollten

Saturday, January 17, 2009

Der Beginn einer Dienstfahrt

Die Party kann beginnen. Vier Tage vor seiner Inauguration am kommenden Dienstag hat Barack Obama die Feierlichkeiten zu seiner Vereidigung als erster schwarzer Präsident in der Geschichte der USA mit einer historischen Zugfahrt (Foto) von Philadelphia nach Washington eröffnet.

Der künftige Präsident wollte mit dem 217 Kilometer langen Trip an sein „Vorbild“, Abraham Lincoln, erinnern. Der 16. Präsident der USA war am 11. Februar 1861 auf seiner „Whistle Tour“ von Springfield nach Washington gereist.
Historische Zugfahrt: Vize-Präsident Joe Biden, Frau Jill Biden, Präsident Barack Obama und First Lady Michelle Obama (v.l.)

Obamas „Love Train“ startete mit Verspätung um 11:36 Uhr (geplant war 10:15 Uhr) von Philadelphia. Schaffner Noel Powell begrüßte die Gäste mit den Worten: „Willkommen an Board des 2009 Inaugural Zug nach DC.“

Mit im Zug waren neben seiner Frau Michelle, die ihren 45. Geburtstag feierte, seine beiden Töchter Malia (10) und Sasha (7) sowie 41 Normalbürger, die Obama während seines Wahlkampfes kennen gelernt hatte. Darunter waren auch zahlreiche „eingefleischte Republikaner“, die für Obama gestimmt und sogar für ihn geworben hatten.

Der 44. Präsident saß in seinem zehn Waggons langen Zug in einem 1939 gebauten „Georgia 300“ Wagen. An seiner Tür stand „President Elect and Mrs Obama“. (Foto)
Der Wagen wurde extra für diesen Trip renoviert, er hat eine Küche, zwei “Wohnzimmer” und sogar ein kleines Schlafzimmer. Obama hatte den Zug für seinen Wahlkampf in Pennsylvania schon einmal benutzt. Auch George H.W. Bush und Bill Clinton waren während ihrer Wahlkämpfe in dem Georgia 300 Wagen (Foto) gefahren.

Die Fahrt ging von Philadelphia nach Wilmingston (45 Minuten), wo Obamas Vize-Präsident Joe Biden und dessen Frau Jill Biden zustiegen. Danach fuhr der Pullman Standard weiter nach Baltimore, wo Michelle Obama mit einer Geburtstagstorte und einem Ständchen überrascht wurde. (Foto) Malia hängte ihrer Mutter einen hawaiianischen Ley um den Hals. Danach wurde soagr ein bisschen getanzt.

Letzte Station der Reise war Washington, wo der Obama Tross am Abend gegen 19:00 Uhr ankam.

Wednesday, December 31, 2008

Aloha Hawaii: Obama zieht nach DC

Am Morgen zum Golfen (Foto l.) und nachmittags mit den Töchtern in den Zoo (Foto). Barack Obama genießt seine letzten Urlaubstage auf Hawaii. Silvester will er nun doch mit der Familie und Freunden auf Oahu feiern. Am 1. Januar heißt es dann Koffer packen und zurück nach Chicago, von wo es dann weitergeht nach Washington.

Wie es heißt will Obama noch an diesem Wochenende in die Hauptstadt umziehen und dort in einem bisher geheimen Hotel unterkommen. Das White House ist noch von der Bush-Familie belegt und auch das Gästehaus der Regierung, das Blair House, ist voll ausgebucht. Was bleibt ist das Hotel.

Der Grund für den schnellen Umzug nach Washington: Am kommenden Montag beginnt wieder die Schule, auch für die First Kids, Malia und Sasha. Sie gehen künftig in die Privatschule Sidwell in DC.

Obama selbst will kommende Woche wieder mit der Arbeit beginnen. Auf dem Plan stehen neben Sitzungen zur Lösung der aktuellen Finanzkrise auch der Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza. Am kommenden Mittwoch hat dann Noch-Präsident Bush zu einem Essen ins White House geladen. An dem Lunch werden neben Obama auch alle anderen noch lebenden Präsidenten teilnehmen.

Zu seiner Inauguration will Obama allerdings Washington wieder verlassen und am 17. Januar von Philadelphia mit dem Zug in die US-Hauptstadt reisen. Eine symbolische Fahrt, die an Abraham Lincolns Trip von Philadelphia nach Springfield erinnern soll. Obama dagegen fährt in einem speziell dafür gecharterten Zug zunächst nach Wilmington um Vize-Präsident Joe Biden abzuholen, dann geht es nach Baltimore und von dort dann weiter nach Washington.

Monday, December 29, 2008

"Champ" - Amerikas "Second Dog"

Der Schäferhund "Champ" von Vize-Präsident Joe Biden

Vize-Präsident Joe Biden ist seinem Chef eine (Hunde-) Nasenlänge voraus. Während Barack Obama noch immer nach einem geeigneten „First Dog“ für seine Töchter Malia (allergisch gegen die meisten Hundehaare) und Sasha sucht, hat dessen Vize nicht nur einen „Second Dog“ gefunden, der Hund auch schon einen Namen.

Bidens Enkel erklärten die quälende Namenssuche kurzerhand für beendet und benannten den kleinen Schäferhund-Welpen „Champ“. Opa Biden akzeptierte die Entscheidung natürlich. Er scheint allerdings noch eine zweite Chance zu bekommen.

Joe Bidens Frau Jill sucht nach einem zweiten "Second Dog“ für die Vize-Präsidenten-Residenz in Washington. Vermutlich wird sie jetzt aber erst dem Chef, Barack Obama, den Vortritt bei der Wahl seines „Ersten Hundes“ lassen. Sonst gibt es noch Kritik, dass der künftige Commander-in-Chief sich bei einer so wichtigen Entscheidung viel zu lange Zeit nimmt.

Sunday, December 7, 2008

In Bildern: Yes We Can

Die Fotografin Scout Tufankjian (Foto) war einer der ersten, die Barack Obama auf seinem Weg ins White House fotografisch begleitete. Die New Yorkerin hatte offenbar ein gutes Gespür.

Vor mehr als zwei Jahre fing sie im Auftrag von Newsweek an, Obama bei Wahlkampfauftritten zu fotografieren. Damals ahnte die 29-Jährige noch nicht, dass sie den künftigen Präsidenten der USA vor der Linse haben sollte.

An diesem Montag erscheint ihr Fotoband "Yes We Can" (Foto), 29.95 Dollar im Verlag PowerHouse. Ein historisches Werk. Eine Auswahl:

Barack Obama im Mai 2008 beim Billiard in einer Bar in South Charleston, West Virginia

Barack Obama und Robert Gibbs (mittlerweile zum White House Sprecher ernannt) machen auf der Fahrt durch Ohio im Wahlkampf-Bus ein kleines Nickerchen, August 2008

Michelle Obama hört im Februar 2007 ihrem Mann Barack bei einer Rede in Waterloo, Iowa, aufmerksam zu

Begeisterung unter Obamas jüngsten Fans bei einer Wahlveranstaltung in Dillon, South Carolina, im vergangenen Januar

August 2008: Vize-Präsident Joe Biden und Barack Obama in Toledo, Ohio

Friday, November 7, 2008

Hinter den Kulissen

Nailbiding: Barack und Michelle Obama

Sasha, Malia, Barack, Michelle, Marian Robinson, Obama, Robinson (v.l)
Sasha, Malia und Michelle Obama (v.l)


Axelrod, Plouffe, Obama, Michelle, Jill, Joe +++ Sasha (v.l)
Sieger-Team: Robert Gibbs, David Plouffe, Barack Obama, David Axelrod .v.l)

Es sind Bilder, die sonst niemand sieht. President-Elect Barack Obama hat am Freitag Fotos veröffentlichen lassen, die während der Wahlnacht in Chicago gemacht wurden. Sie zeigen Obama, dessen Frau Michelle, seine Töchter Sasha und Malia, Schwiegermutter Marian Robinson, Vize-Kandidat Joe Biden und Frau Jill Biden sowie Obamas Sieger-Team Chef-Stratege David Axelrod, Sprecher Robert Gibbs und Campaign-Manager David Plouffe.

Sunday, October 12, 2008

Die Clintons gemeinsam für Obama

Seit den Primaries hat es dieses Bild nicht mehr gegeben: Bill und Hillary Clinton gemeinsam im Wahlkampf. Doch am Sonntag in Pennsylvania galt der Einsatz nicht der 60-jährigen Hillary, sondern ganz dem Präsidentschafts-Kandidaten der Demokraten, Barack Obama.

Gemeinsam mit Joe Biden forderten die Clintons (Foto) am Sonntag in Scranton (Heimatstadt von Biden und etwas mehr als zwei Autostunden nördlich von Philadelphia entfernt) die US-Bürger auf, alles zu tun, damit Obama am 4. November zum Präsidenten gewählt wird.

Hillary zeigte sich vor den etwa 6000 Anhänger der Demokraten optimistisch: „Wenn Barack Pennsylvania gewinnt, ist kein Halten mehr auf dem Weg ins White House.“ Obama hat gegenüber seinem Rivalen John McCain zurzeit eine solide und scheinbar sichere Führung von mehr als zehn Prozent

Hillary hatte Obama während der Vorwahlen in Pennsylvania mit mehr als zehn Prozent geschlagen. Damals gab es Zweifel an der „Wählbarkeit“ von Obama, da er vor allem die Arbeiter und Angestellten nicht gewinnen konnte.

Friday, October 3, 2008

Sarah Palin kann Joe Biden widerstehen

Joe Biden und Sarah Palin während der Debatte in St. Louis, Missouri

Wer glaubte, Sarah Palin würde sich als ein kleines dummes Alaska Mädchen entlarven, das von Wirtschaft, Außen- und Sicherheitspolitik nichts verstehe, wurde bei der Debatte der Vize-Präsidentschafts-Kandidaten enttäuscht. Im Gegenteil: Die 44-jährige ehemalige Schönheits-Königin konnte ihrem Kontrahenten Joe Biden Paroli bieten. Sarah Palin schien sehr gut vorbereitet, hatte ihre Antworten einstudiert, auch wenn sie nicht auf alle Fragen wirklich antwortete und konnte durch ihr Dauer-Lächeln Sympathien gewinnen. Joe Biden wirkte dagegen eher verkrampft, nervös und übercoached. Der 65-Jährige hatte soviel Angst davor, Sarah Palin bloßzustellen, dass er sich nicht traute, seine eigenen Stärken auszuspielen.

Gewinner? In einer ersten Blitzumfrage von CNN unter Fernseh-Zuschauern konnte Biden mit 51 zu 36 Prozent das erste und einzige TV-Duell zwischen den beiden deutlich für sich entscheiden. Tenor unter den Befragten: Palin war besser als erwartet, doch Biden hat gewonnen. Allerdings: Bei der Frage der Beliebtheit der beiden konnte Sarah Palin Biden mit 54 zu 36 Prozent deutlich schlagen.

Insgesamt 69,9 Millionen Zuschauer (ein historischer Rekord für das TV-Duell der Running Mates und 33 Prozent mehr als bei der ersten Debatte zwischen Barack Obama und John McCain) verfolgten das Duell in St. Louis, Missouri, und trauten ihren Augen nicht. Sarah Palin, die sich wenige Tage zuvor beim CBS Interview mit Katie Couric noch zum politischen Clown gemacht hatte, zeigte sich selbstbewusst und überlegen. Das ging soweit, dass sie sogar ihren Boss, Präsidentschafts-Kandidat John McCain, davon überzeugen wollte, im Artic National Wildlife Refugee ANWR in Alaska nach Öl bohren zu lassen.

Pressestimmen:

„Sarah Palin hielt dagegen“, kommentierte das Wall Street Journal. „Eine selbstbewusste, volksnahe Sarah Palin attackierte ihren demokratischen Rivalen auf allen Ebenen.“

„Das wird das Bluten erst einmal stoppen“, erklärte der republikanische Wahl-Stratege, Todd Harris, in Anspielung auf die Demontage von Sarah Palin in den vergangenen Tagen.

„Der Pitbull zeigt sich knallhart gegenüber Joe Biden““, bilanzierte die New York Post. „Palin gewinnt mit einem Flair von Ronald Regan.“

“Eine Debatte wird die Zweifel an ihr nicht auslöschen”, versuchte sich die Washington Post in Schadensbegrenzung für Joe Biden. „Die Debatte hat gezeigt wie wichtig die nächsten beiden Duelle zwischen Obama und McCain sein werden.“

„Sarah Palin kann wirklich debattieren“, lobte das liberale Politico.com. „Wer immer hoffte, dass sie sich als dumpfer Bunny outen würde, wurde enttäuscht.“

Monday, September 22, 2008

Joe Biden: Und wieder daneben

Nein, Joe Biden (Foto) will die Wahlen nicht gewinnen. Nein, er will nicht Vize-Präsident werden. Nein, nein, auf keinem Fall. Das ist die einzige Erklärung für die wiederholten Ausfälle von Barack Obamas Running Mate. Alles andere macht einfach keinen Sinn.

Erst erklärte der 66-jährige Biden ernsthaft, das Hillary Clinton eine ausgezeichnete Vize-Präsidentin gewesen wäre. Und untermauert das noch mit dem Satz: „Ganz im Ernst, sie wäre vermutlich sogar eine bessere Wahl gewesen als ich selbst.“ Und jetzt das.

In einem CBS Interview kritisierte Biden Barack Obama für einen Wahlkampf-Spot, der John McCain als Technik-Deppen darstellt, der noch nicht einmal einen Computer bedienen kann. „Ein wirklich schlimmer Spot“, schimpfte Biden zur besten Sendezeit. Und ergänzte: „Ich haben von diesem Spot nichts gewusst. Und wenn ich davon gewusst hätte, wäre ich dagegen gewesen.“ Es hat nur Minuten gedauert bis das Team von John McCain diesen Biden-Patzer per Email an Hundertausende Adressaten verschickt hatte.

Ganz klar – Joe Biden will nicht Vize-Präsident werden. Aber warum hat er das nicht früher gesagt.

Friday, September 12, 2008

Puppen-Spiel


Sarah Palin als Schulmädchen und Aktion Heldin

Neues vom Markt des Merchandisings. Vize-Kandidatin Sarah Palin, der neue Politstar im US-Wahlkampf, gibt es jetzt auch als Kinderspielzeug. Oder besser gesagt als Puppe. Insgesamt zwei Modelle sind bisher im Angebot: Sarah Palin als tatkräftiger Action Hero und als nicht ganz so braves und kurzröckiges Schulmädchen.

Barack Obama als Beachboy und John McCain als Aktion Held

Auch Barack Obama kann sich jedes Kind oder Erwachsener als Puppe ins Haus holen. Der 47-Jährige tritt dabei als muskulöser Strand-Boy mit freier Brust auf. Und John McCain? Der Vietnam-Veteran, der fünf Jahren im Gefangenen-Lager „Hanoi Hilton“ überlebte. Den 72-Jährigen kann es natürlich nur als Superhelden geben: McCain der Aktion Held. Da gab es wohl keinen Zweifel.

Dass Joe Biden, der zurzeit im Palin-Fieber total untergeht, nicht als Puppe zu haben ist, dürfte wohl niemanden wundern. Biden wäre wohl nicht mehr als ein echter Ladenhüter.

Die Palin, Obama und McCain Puppen kosten übrigens pro Stück 29,95 Dollar. Nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber für echte Fans der drei wohl kein Kaufhindernis. Man darf gespannt sein, was sich das Merchandising noch alles einfallen lässt. Die Phantasien der inoffiziellen Politiker-Verkäufer scheinen keine Grenzen zu kennen.

Thursday, September 11, 2008

"Frauenversteher" Bill Clinton muss helfen

Bill Clinton und Barack Obama bei einem Treffen in New York am Donnerstag

Das Phänomen Sarah Palin macht die Demokraten zunehmend nervös. Sie finden keine passende Antwort auf den neuen Star im US-Wahlkampf. Und es sind nur noch 54 Tage bis zum Urnengang. In Umfragen in kritischen Swing States wie Pennsylvania und Ohio bröckelt die Mehrheit für Barack Obama. Und auch national kann das Ticket McCain/Palin seine überraschende Führung halten.
Und was macht Obamas Vize-Kandidat Joe Biden? Der stolpert unglücklich von einem politischen Fettnäpfchen ins andere. Erst erklärte der 66-Jährige, Hillary Clinton wäre vielleicht die bessere Wahl als Vize gewesen, dann fordert er bei einer Wahlveranstaltung in Columbia (Missouri) Senator Chuck Graham auf, sich dem Publikum zu zeigen und aufzustehen (der 43-jährige Politiker sitzt allerdings im Rollstuhl). Biden ist zurzeit keine Hilfe, eher ein Hindernis.

In seiner Verzweiflung suchte Obama am Donnerstag Rat bei Ex-Präsident Bill Clinton. Der hatte ihn während der Vorwahlen heftig kritisiert und war auch noch nach der Entscheidung für Obama lange Zeit ziemlich stinkig, weil Hillary nicht gewonnen hatte. Doch das schien zumindest am Donnerstag nur noch ein Randthema. Bei einem zwei Stunden Mittagessen (Sandwiches, Pizza und Salat) in New York ging es um etwas ganz anderes. Obama suchte bei „Frauenversteher“ Clinton Hilfe im Kampf gegen Sarah Palin.

Welche Strategie Clinton vorgeschlagen hat, verrieten die beiden nach dem Lunch nicht. Der 62-Jährige setzt offenbar auf Gelassenheit. Denn bei einem ist sich Clinton ganz sicher: „Ich sage voraus, dass Barack Obama die Wahlen gewinnen wird, er wird sie sogar locker gewinnen.“ Obama, sichtlich frustriert über den aktuellen Verlauf des Wahlkampfes, nahm Clintons Optimismus als Aufmunterung. „Die Prognose kommt jetzt vom Präsidenten der USA. Und der versteht eine Menge von Politik.”

Und damit Obama auch wirklich gewinnt, soll Bill Clinton jetzt verstärkt Wahlkampf für ihn machen. Erster Termin ist Florida am 29. September. „Ich werde alles tun, was er will“, erklärte Clinton. Und Obama ergänzte: „Wir haben Arbeit für ihn.”

(Zu)Späte Erkenntnis

Das hätte sich der Vize-Präsidentschafts-Kandidat von Barack Obama, Joe Biden, wohl früher überlegen müssen. Jetzt ist es definitiv zu spät. Auf einer Wahlveranstaltung in New Hampshire erklärte der 66-Jährige seinen staunenden Zuhörern: „Hillary Clinton ist genauso, vielleicht noch qualifizierter für den Posten des Vize-Präsidenten als ich. Und ganz ehrlich, vielleicht wäre sie sogar eine bessere Wahl gewesen als ich.“

Doch damit nicht genug des Lobes von Joe Biden für Hillary Clinton: „Sie ist qualifiziert für den Job des Präsidenten“, pries er die 60-Jährige. „Und mal ganz ernsthaft, sie ist nun wirklich erste Wahl.“

Eine späte Erkenntnis. Mit fatalen Folgen. Die Republikaner machen sich schon lustig über den Vize-der-es-gar-nicht-sein-will Biden. Der Mann, bekannt für sein loses Mundwerk, hätte wohl lieber Schweigen sollen. Er muss nicht auf jede Frage antworten. Und ganz sicher nicht so. Mit so wenig Selbstvertrauen gewinnt man keine Wahl.

Friday, September 5, 2008

Nachhilfe-Unterricht für Sarah Palin

Die Welt gesehen aus der Sicht lernender Kinder

Der Parteitag der Republikaner ist vorbei. John McCain hat enttäuscht, Sarah Palin die Partei begeistert. Doch die Vize-Kandidatin hat Defizite. Und die müssen schnell beseitigt werden.

Sarah Palin, Gouverneurin von Alaska, muss die Schulbank drücken. Sie muss lernen. Und zwar schnell. Ihr Fach: Außen- und Sicherheitspolitik. In weniger als einem Monat (2. Oktober) trifft sich Palin mit ihrem Counterpart Joe Biden zur einzigen TV-Debatte der Running Mates in St. Louis, Missouri.

Biden ist ein ausgewiesener Experte in Sachen Außen- und Sicherheitspolitik. Sarah Palin eher das Gegenteil: Sie hat erst 2007 einen Reisepass beantragt und ist nicht wirklich viel rumgekommen in der Welt: Kanada, Kuwait, Deutschland (Besuch des US-Militär-Krankenhauses in Landstuhl), Irak (Kurzbesuch bei der National Guard Einheit aus Alaska). Über die Tücken der Diplomatie dürfte sie dabei eher wenig erfahren haben. Jetzt sollen zahlreiche Fachkräfte aus dem McCain Lager, angeführt von Joe Lieberman, der einstigen Schönheits-Königin die Welt erklären.

Wednesday, September 3, 2008

Wenn Lob verdächtig macht

Sarah Palin wird auf dem Parteitag der Republikaner als neuer Star gefeiert. Und man reibt sich dabei verwundert die Augen. Hat man(n) sie vorher einfach nur übersehen? Ist sie ein Natur-Talent, eine geborene Natur-Politikerin, die ideale Vize-Präsidentin, auf die Amerika so sehnsüchtig gewartet hat?

Fakt ist doch: Sie war Schönheits-Königin von Wasilla, 69 Kilometer nördlich von Anchorage, später wurde sie Bürgermeisterin in dem 6715 Einwohner zählenden Dorfes. Und seit Dezember 2006, also seit gerade mal 21 Monate, ist sie Gouverneurin von Alaska. Gegen sie läuft eine Untersuchung wegen Amtsmissbrauchs und ganz nebenbei ist die 17-jährige Tochter der erzkonservativen Sarah Palin unverheiratet und im fünften Monat schwanger. Dinge, die Republikaner eigentlich gar nicht mögen. „Sex vor der Ehe - um Gottes Willen! Doch all das zählt nicht. Palin muss durchgeboxt werden. Alle stehen hinter Palin. Palin ist die Heldin. Eine Auswahl:

„Mit Sarah Palin wird Amerikas eine starke und prinzipientreue Vize-Präsidentin haben“, jubelt Noch-Präsident George W. Bush per Video-Botschaft den Delegierten zu.

„Ich bin stolz das Amerikas erste Vize-Präsidentin eine Republikanerin sein wird“, freut sich First Lady Laura Bush.

„Sarah Palin repräsentiert eine neue Generation. Sie ist eine der erfolgreichsten Gouverneure des Landes und eine der beliebtesten“, schwärmt Rudy Giuliani. Nach einer Umfrage direkt nach ihrer Nominierung kannten nur 25 Prozent der Befragten überhaupt ihren Namen.

„Sie ist mutig, erfolgreich, eine Reformerin und hat vor niemanden Angst“, weiß Fred Thompson begeistert zu berichten.

„Sie ist eine Reformerin“, sagt Joe Lieberman, einst Demokrat und Vize bei Al Gore und mittlerweile so sehr Republikaner, dass man sich wundert wie sich Gore so täuschen konnte.

„Sie weiß, wo sie steht. Sie hat mehr Managererfahrung als ihr Gegenpart Joe Biden in seinen Jahren im Senat mit Reden erworben hat", weiß Mike Huckabee.“

„Palin wir eine ausgezeichnete Vize-Präsidentin sein”, prophezeit auch Mitt Romney, der eigentlich selbst Vize werden wollte und.

Irgendwann ist es einfach zu viel. Irgendwann wird Lob verdächtig.

Friday, August 29, 2008

Warum Obama doch noch verlieren kann

Der Parteitag ist vorbei. Er war ein großer Erfolg für Barack Obama. Doch reicht das, um die Präsidentschafts-Wahlen zu gewinnen? Noch sind es 67 Tage bis zum Urnengang und viele Hürden, auch unbekannte, sind noch zu überspringen. Obama hat durch die Convention einen Pusch bei den nationalen Umfragen bekommen: Der 47-jährige führt jetzt laut Gallup mit sechs Punkten vor John McCain. In den die Wahl entscheidenden Bundesstaaten allerdings muss er weiter kämpfen. In den so genannten "Swing States" liegt er wie in Colorado (+0,4 Prozent) nur knapp oder wie in Virginia mit McCain gleich auf. In den bei den letzten Wahlen entscheidenden Staaten führt dagegen sein Kontrahent (Ohio: + 1,2 Prozent, Florida + 3,6 Prozent. (Alle Umfragen von RealClearPolitics.com). Es bleibt also spannend.

Doch es sind nicht nur die Umfragen, die Obama Sorgen bereiten sollten. Es gibt noch andere wichtige Faktoren, warum er die von vielen bereits als sicher gewonnene Wahl doch noch verlieren kann.

Die Clinton Frage: Was ist mit den 18 Millionen Wählern, die Hillary Clinton ihre Stimme gegeben haben? Mehr als jeder Fünfte von ihnen wollte noch in der vergangenen Woche nicht für Obama, sondern für McCain stimmen. Hat der Parteitag sie überzeugen können, den eigenen Kandidaten zu wählen? Jede Hillary-Stimme für McCain könnte in einem engen Rennen fatal sein.

Die Frage der Hautfarbe: Es ist die große Unbekannte bei diesem Wahlen. Spielt es für die Wähler eine Rolle, dass der Kandidat schwarz ist. In Umfragen sagen 90 Prozent, dass es keine Rolle spielt. Selbst die Obama-Berater wissen: Niemand will sich als Rassist outen. Für wie viele also spielt die Hautfarbe insgeheim doch eine Rolle? Am Ende könnte diese Frage die Wahl entscheiden.

Die GOP Dreckschleuder: Die Schlammschlacht der Republikaner gegen die Demokraten hat noch nicht wirklich begonnen. Aber sie wird kommen. Vermutlich nicht von McCain persönlich, aber von seinen "Kampfhunden", von der Partei. Dass die Republikaner bei solchen Sachen besser sind als die Demokraten haben sie bei den vergangenen Wahlen oft bewiesen. John Kerry wurde 2004 Opfer einer üblen Verleumdungs-Kampagne. Und auch Al Gore im Jahr 2000 litt schwer unter den ständigen Angriffen. Kann Obama dem Dauerbeschuss seiner Gegner widerstehen?

Die Frage des Vize-Kandidaten: Welchen Einfluss hat die Wahl der Running Mates auf die Wahl. Dass Joe Biden erfahrener, weltgewandter ist als Sarah Palin steht außer Frage. Ist er deshalb auch der bessere Vize-Kandidat? Palin hat als wertekonservative Frau bereits kurz nach ihrer Ernennung die rechte Parteibasis vor allem deren einflussreichen, religiösen Flügel („Absolut brillant“) neu motivieren können. Die mögen ihren Kandidaten nicht besonders, aber sie mögen Palin und werden jetzt wieder zur Wahl gehen. Ein genialer Schachzug von McCain?

Wednesday, August 27, 2008

Vize Joe Biden: "Amerika braucht mehr als einen guten Soldaten als Präsidenten"

Joe Biden nach seiner Rede mit einem "Überraschungsgast"
Es wäre für jeden schwer gewesen nach Bill Clinton die Massen zu begeistern. Da musste auch Joe Biden schnell feststellen. Doch der am Mittwoch offiziell zum Vize-Präsidentschafts-Kandidaten ernannte Senator aus Delaware tat sein Bestes. "Amerika braucht mehr als einen guten Soldaten als Präsidenten", kritisierte Biden John McCain, den der 65-Jährige ausdrücklich als seinen "Freund" bezeichnete. "Ich bewundere seinen persönlichen Mut und seinen Einsatz", sagte Biden. "Aber ich kann nicht akzeptieren, in welche Richtung er unser Land steuern will.
Biden versuchte in seiner Rede McCain als einen Bush-Abklatsch zu stigmatisieren, was ihm häufig gelang aber dennoch eher gewollt und hölzern rüberkam. Biden ist kein großer Redner für die Massen, aber das muss er auch nicht sein. Das wird sein Chef Barack Obama schon übernehmen. Dieser kam - angekündigt von Bidens Frau Jill - nach der Rede als "Überraschungsgast" auf die Bühne.

Sunday, August 24, 2008

Joebama!

Erster gemeinsamer Auftritt der möglichen künftigen First und Second Family in Springfield, Illinois: Barack (47) und Michelle Obama (44) sowie Jill (57) und Joe Biden (65).

Saturday, August 23, 2008

It's Joe

Barack Obama und Joe Biden: Erster gemeinsamer Auftritt in Springfield, Illinois
Es ist Joe Biden. Das wochenlange Spekulieren hat ein Ende. Der 65-jährige Senator aus dem kleinen Ostküsten-Staat Delaware soll an der Seite von Barack Obama Vize-Präsident werden. In einer Text Message am frühen Morgen (3:04 ET) verkündete Obama seinen Anhängern die Botschaft. Überraschend kommt die Wahl nicht.

Biden, seit 1973 Senator und seit 30 Jahren im Auswärtigen Ausschuss hat Stärken, die die Schwächen von Obama ausgleichen könnten: Biden gilt als stilsicherer und geschickter Diplomat und Außenpolitiker (er kommt gerade von einem Trip aus der Kriegsregion im Kaukasus zurück). Zusätzlich ist der einfache Sohn eines Autohändlers bei Amerikas Arbeiterklasse, den "Blue Color" Wählern, sehr beliebt. Eine Gruppe, bei der Obama in den Vorwahlen gegenüber Hillary Clinton deutlich verloren hatte. Wichtig konnte der vierfache Vater Biden (seine erste Tochter Naomi starb 1972 zusammen mit seiner ersten Frau Neilia bei einem Unfall mit einem betrunkenen Truck-Fahrer) für Obama aber auch in der erwarteten Schlammschlacht zwischen Republikanern und Demokraten werden. Biden weiß sich zu wehren. In Washington gilt er als "Attack Dog", der seinen Gegner wenn nötig sehr hart und direkt angreift. Doch Biden gilt auch als auch Risiko. Er ist bekannt für sein "loses Mundwerk". Selbst seinen künftigen Chef Obama griff er während des Vorwahlkampfes nicht gerade freundlich an: "Er ist der erste Afro-Amerikaner, der wortgewandt, clever, sauber und gutaussehend ist", spottete er und musste sich daraufhin öffentlich entschuldigen. Stoppen konnte das Biden, einst ein enger Vertrauter von Hillary Clinton, bei seinen Attacken auf Obama nicht. Bei einem anderen Angriff bemängelte er dessen "fehlendes außenpolitisches Profil", seine "Unerfahrenheit" und bilanzierte: "Obama ist nicht bereit dafür, Präsident zu werden!" Diese Einschätzung dürfte sich mittlerweile geändert haben.

Randnotiz: Hillary Clinton, über die diese Woche in den US-Medien erneut spekuliert wurde, hatte - wie man heute weiß - nie eine Chance auf den Vize-Posten. Laut US-Medienberichten stand sie NOCH NICHT EINMAL AUF DER OBAMA-LISTE!!

Tuesday, August 19, 2008

Obamas Suche nach dem Vize-Präsidenten


Barack Obama will laut New York Times am Mittwoch entscheiden, wer sein Vize wird. Top-Kandidaten sind: Joe Biden (links, Senator Delaware), Tim Kaine (Gouverneur Virginia) und Evan Bayh (Senator Indiana). Hillary Clinton dürfte aus dem Rennen sein, sehr zum Ärger ihrer Anhänger. 26 Prozent wollen sie als Nummer 2, gefolgt von Joe Biden mit knapp sechs Prozent. Allerdings: Eine Riesenüberraschung ist nicht ausgeschlossen. MEHR: http://www.nytimes.com/2008/08/19/us/politics/19veep.html?_r=1&scp=2&sq=VP&st=cse&oref=slogin
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