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Sunday, November 2, 2008

"Darth Vader" für McCain

Wer solche Freunde hat, muss sich um eine Niederlage bei den Präsidentschafts-Wahlen keine Sorge mehr machen. Wenige Tage vor dem Urnengang hat sich auch der republikanische Bush-Vize Dick Cheney (Foto) auf die Seite von John McCain geschlagen.

„Ich bin hoch erfreut, sagen zu können, dass ich John McCain unterstütze“, erklärte Cheney. „Ich bin ebenso erfreut darüber, dass er eine Vize-Kandidatin ausgesucht hat mit Manager-Erfahrungen, Durchsetzungskraft und großem Menschenverstand, unsere nächste Vize-Präsidentin Sarah Palin“. John McCain wird sich bedanken. Verzweifelt versucht er sich im Wahlkampf von der Bush-Regierung zu distanzieren und dann das.

Der 67-jährige Cheney hat für den Kandidaten der Republikaner nicht nur herzliche Worte. Er will für ihn sogar Stimmen sammeln – in Wyoming seinem Heimatstaat. Viel Wahl-Erfahrung zeigt Cheney dadurch nicht. Denn egal wie viele Staaten Barack Obama auch immer gewinnen sollte, Wyoming ist so tief republikanisch, dass es mit fast 100 prozentiger Sicherheit nicht dabei sein wird.

Was soll also die öffentliche Fürsprache von „Darth Vader“ wie einer der unbeliebtesten aber mächtigsten Vize-Präsidenten in der Geschichte der USA in Anspielung auf die Star Wars Figur verspottet wird? Sabotage oder (zu)späte Erleuchtung?

Geholfen hat das Cheney Bekenntnis McCain bestimmt nicht. Dafür aber Barack Obama. Der Demokrat ließ Dick Cheney gleich in einem neuen Werbespot aufnehmen (Foto), in dem er erklärt: “Wer in 90 Prozent aller Fälle Bush unterstützt, kann keine neue Politik versprechen. McCain verdient die volle Unterstützung von Dick Cheney.”

Saturday, October 25, 2008

Wahlspots: Der Krieg im Fernsehen

Mehr als 368 Millionen Dollar haben die beiden Präsidentschafts-Kandidaten zusammen für Wahlspots im Fernsehen bisher ausgegeben (3. April bis 20. Oktober).

Barack Obama ließ sich den Krieg im TV 185,459.608 Millionen Dollar kosten. Einer der neuesten TV-Attacken "Erratic" gegen McCain hier: http://www.youtube.com/watch?v=N8EGTQ5KY9M

Anti-Wahlkampf: McCain gegen Obama, Obama gegen McCain (s. Link)

John McCain dagegen investierte 113,208.360 Millionen. Einer der jüngsten Angriffe "Hypo" im US-Fernsehen gegen Obama, hier: http://www.youtube.com/watch?v=kIlUaKIB07E

Dazu kamen die Werbung ihrer Parteien (Demokraten: 623.597 Dollar, Republikaner: 13.037.741 Millionen Dollar) und diverse Gruppen, die ihren jeweiligen Kandidaten unterstützen. Die Zahlen wurden ermittelt von der Campaign Media Analyst Group, die politische Werbung im Fernsehen untersucht.

Friday, September 26, 2008

And the Winner is. . .

Bis kurz vor Beginn der ersten Präsidentschafts-Debatte zwischen John McCain und Barack Obama war nicht klar, ob wirklich beide Kontrahenten in Oxford, Mississippi, erscheinen werden. McCain pokerte bis zur letzten Minute. Und Obama zeigte sich genervt von dem taktischen Spielchen seines Rivalen. Er werde aber erscheinen, verkündete er. Egal was passiert.

Erst müsse es bei den Gesprächen in Washington zur Finanzkrise und dem Rettungspaket für Wall Street eine Einigung zwischen den Parteien gegeben haben, fabulierte der 72-Jährige McCain über den Tag verteilt immer wieder. Erst dann wolle er seine Entscheidung bekannt geben.

Am Nachmittag dann die Kehrtwende. Obwohl es noch immer keinen Kompromis in Washington gab, verkündete der Republikaner seine Teilname am ersten TV-Duell. Ganz nach dem Motto: Wen interessiert schon das, was ich vor wenigen Stunden noch gesagt habe.

McCain wollte antreten. Und damit es keine Frage gab, wer das Duell am Abend gewinnen werde, geriet vorab auch gleich ein Bild eines neuen Werbespots der Republikaner an die Öffentlichkeit. Aus Versehen natürlich. Titel: „McCain gewinnt die Debatte.“ Dabei mussten Amerikas Fernsehzuschauer noch Stunden auf das mit Spannung erwartete Streitgespräch warten.

Monday, September 22, 2008

"Show me the Money"

Wer Präsident in Amerika werden will braucht Geld. Viel Geld. Das ist keine wirklich neue Erkenntnis. Doch in diesem Wahlkampf wird das noch deutlicher sichtbar als je zuvor. Ganz nach dem Motto: "Show me the money."

Barack Obama hat bisher mehr als 450 Millionen Dollar in den Wahlkampf gesteckt. Schon jetzt ein Rekord. John McCain war ein bisschen bescheidener: Nur 210 Millionen Dollar. Aber auch das sind historische Spitzenwerte.

Allein im August haben die Kandidaten im Schnitt jeden Tag mehr als drei Millionen Dollar ausgegeben – insgesamt 94 Mio. Dollar. Barack Obama verpulverte davon 33 Millionen Dollar für Anzeigen, vor allem für TV-Wahlspots. McCain investierte in Werbung 23 Millionen Dollar. Der Rest sind Reisekosten (4,9 Mio. bei Obama, drei Mio. bei McCain oder Gehälter der Mitarbeiter.)

Schon jetzt steht fest: Die Schlacht um das White House wird in diesem Jahr so viel Geld verschlingen wie nie zuvor. Und dabei sind es noch immer sechs Wochen bis zur Wahl.

Friday, August 22, 2008

John McCains Haus-Krise

Vier, sieben oder acht Häuser? Eine Frage, die den Wahlkampf wohl noch eine Weile beschäftigen wird. Dabei ging es doch nur um die einfache Frage eines Reporters von Politico.com, „wie viele Immobilien McCain und dessen Frau besitzen.“ Eine Frage, die vermutlich fast jeder normale Mensch auf Anhieb beantworten könnte. McCain konnte nicht. „Ich denke, meine Mitarbeiter werden ihnen eine Antwort geben müssen“, entschuldigte er sich und grübelte weiter: „Da sind auch Eigentumswohnungen.“

John McCain im Flur seines Hauses in Phoenix, Arizona. An den Wänden hängen Zeitungsartikel und andere Erinnerungen aus seiner Karriere

In Zeiten einer Immobilien- und Kreditkrise, die vermutlich mehr als einer Million US-Bürgern ihr hart erarbeitetes Eigentumshäuschen kosten könnte, ein Fauxpas, den McCain so schnell nicht loswerden wird. Barack Obama hat die Steilvorlage bereits dankend angenommen und lästert in einem eiligst erstellten Wahlspott „Out of Touch“ voller Schadenfreude über McCains ganz persönliche Hauskrise http://www.youtube.com/watch?v=NZdi1JnMxFU

Ganz nebenbei: McCains Mitarbeiter sprechen von vier Häusern, das Obama Team will sieben Immobilien gezählt haben und McCains Bruder Joe rechnet zusammen und kommt sogar auf acht Häuser und Eigentumswohnungen. Kein Wunder also, dass der fast 72-jährige John McCain den Überblick verloren hat. Zu seiner Entschuldigung sei gesagt: Alle vier bis acht Immobilien im Wert von mehr als 13 Millionen Dollar gehören Cindy McCain (54). Und die kann sich die Immobilien problemlos leisten. Das Vermögen der Bier-Erbin wird auf mehr als 100 Millionen Dollar geschätzt.

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