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Wednesday, March 11, 2009

Hot, Hotter, Reggie Love

Wer ist der sexieste Mann im White House? Die Frage stellte die ansonsten sehr seriöse Internet-Zeitung Huffington Post ihren Lesern. Das Resultat: Reggie Love, Präsident Obamas persönlicher Assistent oder auch „Body Man“ genannt, ist „Mister Hot“ unter den White House Mitarbeitern. Präsident Obama selbst stand übrigens nicht zur Wahl. (Foto: Die "Hottest" Guys des White House: Präsident Obama und sein "Body Man" Reggie Love)

Mehr als 15.000 (!!) Stimmen gaben die Leser der HuffPo ab. Für Reggie Love, dem früheren College-Basketball-Star und Footballer, stimmten 26,06 Prozent. Nur knapp hinter dem 27-Jährigen kam Obamas Redenschreiber, Jon Favreau (auch er ist gerade erst 27 Jahre alt) auf Platz zwei.

Hier das amtliche (?) Endergebnis der nicht repräsentativen Umfrage
:

Wednesday, February 25, 2009

Well done, Mister President!

Die Reaktionen auf die erste große Rede von Barack Obama als Präsident sind am Tag danach durchweg positiv. Selbst sein früherer Rivale, der Republikaner John McCain, bezeichnete die Ansprache vor dem Kongress als "exzellent", auch wenn der 72-Jährige die Ausgabenpolitik der Regierung weiter kritisiert. Well done, Mister President! Obama hat seine Sache gut gemacht! So lautet auch das Urteil der meisten TV-Kommentatoren.

Mit seinen deutlichen Worten zur schlimmsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression und vor allem durch seinen positiven und Mut machenden Ausblick konnte Obama in seiner Rede vor dem Kongress vielleicht nicht die fundamentalen „Nein-Sager“ unter den Republikanern überzeugen, dafür aber die Mehrheit der amerikanischen Öffentlichkeit. Auch Umfragen scheinen diesen Eindruck zu bestätigen.

Präsident Obama am Dienstag während seiner Rede vor dem US-Kongress. Im Hintergrund: Vize-Präsident Joe Biden (l.) und House-Sprecherin Nancy Pelosi


In einer Blitzbefragung von CNN erklärten 68 Prozent der US-Bürger, dass die Rede „sehr positiv“ ankam und sie überzeugt hätte. 24 Prozent sagten sie war „irgend wie positiv“ und nur acht Prozent zeigten sich von der Ansprache vor dem Kongress enttäuscht.

Auch CBS hatte für Obama ein gutes Ergebnis ermittelt. In ihrer repräsentativen Umfrage von 500 Zuschauern stieg die Zufriedenheit mit dem Präsidenten von 62 auf 69 Prozent. Eine andere Umfrage sah sogar einen Sprung von 62 auf 76 Prozent. Es war also ein guter Abend für Obama.

Wednesday, February 18, 2009

Obama Cartoon: Satire oder Rassismus?

Rassistisch? Der Sean Delonas Cartoon in der New York Post vom Mittwoch

Die New York Post, nicht unbedingt ein Freund des neuen Präsidenten Barack Obama und dessen Politik, sorgt mit einem Cartoon in ihrer aktuellen Ausgabe für Aufregung. Der bekannte Karikaturist Sean Delonas zeigt dabei in seiner Zeichnung zwei Polizisten, die einen Affen erschießen. Die Zeile dazu: „Sie werden sich einen anderen suchen müssen, der das nächste Konjunkturprogramm unterschreibt.“

Der Cartoon verbindet dabei zwei aktuelle Geschichten: Präsident Obamas 787 Milliarden Dollar Stimulierungspaket und der Amok laufende TV-Affe, der eine Frau schwer verletzte und von der Polizei getötet werden musste.

Kritiker werfen Delonas vor, dass er das Obama Rettungspaket so schlecht findet, dass es selbst ein Affe hätte auflegen können. Andere, wie der Schwarzenführer Al Sharpton, gehen noch weiter. Für ihn setzt der Karikaturist Obama mit einem Affen gleich. Der Cartoon sei deshalb rassistisch. Der Affe galt früher in den USA als ein Synonym für Afro-Amerikaner.

Die New York Post wehrt sich gegen die Vorwürfe und nannte den Cartoon eine „klare Parodie auf aktuelle Ereignisse“.

Update 1: Nach einer Umfrage nennen 47 Prozent den Cartoon rassistisch, 15 Prozent unterstellen einen "unbeabsichtigten rassistischen Unterton" und 36 Prozent sagen, die Karikatur sei nicht rassistisch.

Update 2: New York Post Chefredakteur Col Allen erklärte am Donnerstag. "Ich entschuldige mich bei allen, die sich durch den Cartoon beleidigt fühlen." Bei allen Gegnern der Post, die uns schon immer kritisiert haben, "entschuldige ich mich nicht".

Sunday, January 18, 2009

Umfrage: 93 Prozent der US-Bürger erwarten Großes von Präsident Barack Obama

Obama Superman. Ein Präsident, der die Probleme des Landes anpackt und löst. So ungefähr stellen sich die Amerikaner ihren neuen Commander-in-Chief vor. Ein Zauberer, ein Wundermann. Der Optimismus im Land ist groß – die Erwartungen gigantisch.

Nach der jüngsten Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Marktforschungs-Unternehmen GfK sagen 65 Prozent der US-Bürger voraus, dass Obama ein „überdurchschnittlicher“ Präsident sein wird. 28 Prozent glauben gar er wird „überragend“ sein. Kurz: 93 Prozent haben noch vor seiner ersten Amtshandlung sehr hohe Erwartungen und ein noch höheres Vertrauen in Barack Obama.

Bei George W. Bush hatten die Amerikaner bei dessen Amtsantritt schon große Zweifel an ihrer Wahl. Nur eine Minderheit von 47 Prozent traute ihm eine „überdurchschnittliche“ Präsidentschaft zu. Bei Bill Clinton war es da mit 56 Prozent zumindest eine leichte Mehrheit.

Die AP/GfK Umfrage, die vom 9.-14. Januar durchgeführt wurde, hat eine Fehlerquote von 3,1 Prozent.

Monday, December 29, 2008

Das Zitat des Tages

"Ich habe keine Ahnung."
(Noch-Vize-Präsident Dick Cheney in einem Interview mit seiner Heimatzeitung Casper Star Tribune (US-Bundesstaat Wyoming) auf die Frage, wie er sich seine schlechten Umfragewerte erkläre. Nach der letzten Poll haben 64 Prozent ein negatives Bild von dem 67-Jährigen, jeder vierte Amerikaner hält ihn gar für den schlechtesten Vize-Präsidenten aller Zeiten. Cheney behauptet: "Ich lese keine Umfragen.")

Sunday, December 28, 2008

CNN-Umfrage: Amerika ist erleichtert über das Ende der Bush Präsidentschaft

Amerika kann das Ende von Präsident George W. Bush (Foto) kaum noch abwarten. Nach einer neuen CNN/Opinion Research Umfrage sagen Zweidrittel der US-Bürger, dass der „Abschied von Bush aus dem Amt nicht einen Moment zu früh kommt“. Ein Land atmet auf und ist froh, dass ab dem 20. Januar Barack Obama die Regierung übernehmen wird.

Insgesamt 75 Prozent der 1013 Befragten der repräsentativen Umfrage erklärten, dass sie „erleichtert sind, dass Bush geht“, nur 23 Prozent der US-Bürger sagen, „sie werden Bush vermissen“. Am Ende der Clinton-Ära sagte mit 51 Prozent die Mehrheit der Amerikaner, dass „sie Clinton als ihren Präsidenten vermissen werde“.

Die große Mehrheit von 68 Prozent bezeichnet Bush als „schlechten Präsidenten“, 28 Prozent halten ihn sogar für den „schlechtesten in der Geschichte der USA“. Nur 31 Prozent bezeichnen ihn als „guten Präsidenten’.

33 Prozent der Befragten wünschen sich Bush weiterhin „aktiv in einer öffentlichen Rolle“, bei Clinton waren es 22 Prozent mehr und damit auch hier die Mehrheit.

Auch bei anderen Fragen schneidet Bush in der CNN-Poll sehr schlecht ab. 82 Prozent sagen, dass er „das Land geteilt habe“. Dabei hatte Bush im Wahlkampf 2000 angekündigt, genau das Gegenteil zu tun und das Land zu einen.

Die Zufriedenheit der US-Bürger wie Bush seine Arbeit macht, bleibt auch am Ende seiner acht Amtsjahre sehr niedrig. Nur 27 Prozent sagen, sie seien „mit seinem Job zufrieden“. Das ist laut CNN, „eine der niedrigsten Ergebnisse in der Geschichte der US-Präsidentschaft“.

Friday, December 26, 2008

CNN-Umfrage: Dick Cheney ist einer der schlechtesten Vize-Präsidenten aller Zeiten

Die scheidende US-Regierung scheint den Doppelten-Negativ-Rekord zu gewinnen. Schlechtester Präsident der vergangenen 50 Jahren, so lautet das Urteil unter vielen US-Kommentatoren und Umfragen über George W. Bush. Und jetzt hat auch dessen Vize, Dick Cheney, einen "deutlichen Sieg" errungen. In einer CNN-Opinion Research Poll haben 64 Prozent der Befragten ein negatives Bild von dem 67-Jährigen, fast jeder vierte bezeichnet Cheney gar als den schlechtesten Vize-Präsidenten in der Geschichte der USA.

Nach der CNN-Umfrage sagen 23 Prozent der Befragten, Cheney sei der "schlechteste Vize aller Zeiten", 41 Prozent sind der Meinung, er war "ein schlechter zweiter Mann". Dagegen meinen nur 34 Prozent, dass Cheney ein "guter Vize-Chef" gewesen sei. Ein Prozent der Befragten nennen ihn "den Besten von allen" (???).

Besonders negativ sind die Meinungen über Cheney bei den Demokraten, wo 80 Prozent sagen, er sei ein "schlechter" oder gar "der Schlechteste" Vize gewesen. Unter den Unabhängigen sind es 60 Prozent, die eine negative Meinung von ihm haben. Nur unter den Republikanern ist Cheney noch bei der Mehrheit seiner Parteikollegen beliebt.

Trotz aller negativen Meinungen, bei eins sind sich die Experten einig: Dick Cheney war einer der mächtigsten Vize-Präsidenten aller Zeiten.

CNN hatte 1013 Erwachsene gefragt. Die Fehlerquote liegt bei drei Prozent.

Wednesday, December 3, 2008

Umfrage: Zwei Drittel der Amerikaner befürworten Obamas Kabinettsauswahl

So weit so gut. Auch wenn immer noch einige Posten in der Obama-Regierung unbesetzt sind – am Mittwoch wurde Bill Richardson als künftiger Wirtschaftsminister nominiert – sind die US-Bürger mit der Auswahl des Kabinetts zumindest bisher zufrieden. Nach einer Umfrage von CNN/Opinion Research (1096 Befragte, Fehlerquote drei Prozent) befürworten 75 Prozent die Auswahl von Barack Obama.

Die Top-Leute der Umfrage sind dabei der alte und neue Verteidigungsminister Robert Gates, der von insgesamt 83 Prozent der Befragten unterstützt wird und Hillary Clinton. Die künftige Außenministerin finden 71 Prozent der US-Bürger eine gute Wahl.

Nicht so eindeutig sind die Ergebnisse dagegen über die künftige Arbeit von Hillary. Verhältnismäßig wenige (57 Prozent) glauben, dass sie die Politik von Obama vertreten wird. Und was ist mit Bill Clinton? Nur 54 Prozent der Befragten erwarten, dass sich der Ex-Präsident aus der Außenpolitik seiner Frau heraushalten kann. Zwei Werte, die eine interessante Zukunft für die Kabinetts-Arbeit vorhersagen dürften.

Wednesday, November 12, 2008

Die schweren Lasten des Barack Obama

President Elect Barack Obama ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Amerika steckt in der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit der Großen Depression. Das Land kämpft in zwei Kriegen, im Irak und in Afghanistan, und weltweit gegen den Terror. Die Infrastruktur (Straßen, Brücken, Tunnel, Flughäfen) ist marode, die Autoindustrie bankrott, das Gesundheitssystem vor dem Kollaps, der Bildungsbereich in der Krise und das Vertrauen der Bürger in die Regierung mehr als erschüttert.

Wenn Barack Obama am 20. Januar 2009 vereidigt wird, trägt er schwere Lasten seines Vorgängers mit ins White House (Foto: Illustration Time Magazine). Angst vor den Aufgaben hat der 47-Jährige nicht. „Ich weiß, dass wir als Amerikaner es schaffen können“, betont er immer wieder. Ganz nach der positiven Grundeinstellung, die das Land schon immer angetrieben hat. Motto: Das Glas ist halbvoll und nicht halbleer.

Die Bürger zumindest haben großes Vertrauen in den neuen Commander-in-Chief. Obama gilt als Hoffnungsträger, für viele ist er gar der Messias, der alles wieder in Ordnung bringen kann.

Die positiven Erwartungen in den „Neuen“ bestätigt auch eine neue Umfrage der Quinnipiac University. Danach haben 67 Prozent eine generell positive Einstellung gegenüber einem Präsidenten Barack Obama. Zum Vergleich: Bei George W. Bush liegt der Wert zurzeit bei bescheidenen 29 Prozent. Ungefähr genauso viele Bürger (69 Prozent) denken, dass Obama die schwierige Situation verbessern wird, nur 22 Prozent glauben, dass es unter ihm noch schlimmer werden wird.

Auch bei den dringenden, seit Jahren ungelösten Problemen des Landes, glaubt die Mehrheit an eine Wende durch Obama. 62 Prozent denken, dass der neue Präsident das Land von Öllieferungen aus dem Ausland unabhängiger machen kann, 55 Prozent sind der Meinung, dass er das Bildungsniveau steigern wird, 50 Prozent glauben an eine bessere Krankenversorgung und sogar 56 Prozent sind davon überzeugt, dass Barack Obama das Vertrauen in die Regierung wieder stärken wird.

Sehr viele und vor allem große Erwartungen an nur einem einzigen Präsidenten.

Tuesday, November 4, 2008

Colorado und New Mexico

21:00 Uhr (3:00 Uhr MEZ): Die Karawane zieht gen Westen. Colorado und New Mexico - für beide Kandidaten zwei sehr wichtige Staaten. Obama führt nach den letzten Umfragen und könnte mit Colorado einen Red State auf seine Seite ziehen. Es wäre ein Signal für einen Sieg.

In den anderen Staaten dürfte McCain seine Führung in den Umfragen verteidigen können: Sein Heimatstaat Arizona wackelte während des Wahlkampfes nur kurz, wird aber wohl nicht fallen. Als sicher gelten: Wyoming (Heimatstaat von Dick Cheney), Nebraska und North Dakota. Dazu kommen noch zwei Staaten, Louisiana (McCain Country) und Rhode Island, das Obama gewinnen wird.

Monday, November 3, 2008

Wahl-Vorschau: Entscheidung um 20:00 Uhr?

Die Wahlnacht könnte zum Marathon werden oder zu einem Sprint. Kann der Demokrat Barack Obama seinen oft deutlichen Vorsprung in den wichtigen Swing-States halten, wissen die Amerikaner, weiß die Welt möglicherweise schon um 20:00 Uhr US-Ostküstenzeit, wer der neue Präsident der Vereinigten Staaten sein wird.

Zu diesem Zeitpunkt werden die Wahllokale in den wichtigen Bundesstaaten Indiana, Ohio, Florida, Virgina und Pennsylvania geschlossen sein (siehe Karte) und die ersten Hochrechnungen eingehen.

Die Schließung der Wahllokale nach Bundestaaten. An der Ostküste werden bereits kurz nach 20:00 Uhr fast alle Hochrechnungen laufen und der nächste Präsident der USA möglicherweise schon feststehen


Kann Obama diese Staaten für sich entscheiden, gibt es kein Halten mehr. Zu diesem Zeitpunkt - das wüsste auch John McCain wäre die Wahl gelaufen. Dann könnte wirklich nur noch ein Wunder die Kehrtwende bringen.

Aber es könnte auch ein langer Wahl-Marathon werden. Zum einen, wenn die Wahlbeteiligung so groß sein wird wie erwartet und sich lange Schlangen vor den Wahlurnen bilden sollten. Oder wenn John McCain, das Comeback-Kid, doch noch kurz vor Schluss einen Stimmungswandel schafft.

Gewinnt er Ohio, Florida und Missouri und kann Pennsylvania, wo er viel Zeit und Geld investiert hat, für sich drehen, kämpft der 73-Jährige Kopf-an-Kopf mit Obama um das White House. Wenn er allerdings weder Ohio, noch Florida gewinnen kann und auch Pennsylvania verliert, ist die Wahl gelaufen. Zu diesem Zeitpunkt nützen McCain auch Nevada, Colorado und New Mexico nichts mehr. Dann müsste Arnold Schwarzenegger ihm schon Kalifornien liefern. Und das ist bekanntermaßen für einen Republikaner und selbst für einen mit einem so berühmten Namen ein aussichtsloses Unterfangen.

Die Electoral Votes Karte nach den jüngsten Umfragen. Pollster-Experte David Paleologes, der die letzten Wahlen korrekt voraussagte, hat allerdings überraschend Colorado, wo Obama eigentlich deutlich vorne liegt, McCain gegeben. Auch New Mexico hält er trotz der klaren Führung des Demokraten noch für einen Battleground State

Thursday, October 23, 2008

US-Medien im Wahlkampf nicht objektiv

Schwere Vorwürfe gegen die Medien in den USA. Nach einer Studie des Partei unabhängigen "Pew Research Center’s Project for Excellence in Journalism" berichten Zeitungen, Radio- und TV-Stationen sowie Online-Medien nicht objektiv in diesem Wahlkampf, sondern bevorzugen den Kandidaten der Demokraten, Barack Obama.

Pew untersuchte insgesamt 2000 Geschichten, die 43 Media-Outlets seit Anfang September bis heute produzierten. 36 Prozent der Geschichten über Obama klassifizierte Pew als „positive Stories“, 35 Prozent als „neutral“ sowie 29 Prozent als negativ. John McCain kommt dagegen bei der Presse wesentlich schlechter weg. Nach der Studie waren 57 Prozent der Nachrichten über den Republikaner „negativ“, 29 Prozent „neutral“ und nur 14 Prozent „positiv“.

„Die Medien stellen in diesem Präsidentschaftswahlkampf Obama in einem viel besseren Licht dar und porträtieren McCain in einem eher negativen“, bilanziert die Pew-Studie. Ein Schlag ins Gesicht für die US-Medien. Denn auch die News-Konsumenten scheinen den gleichen subjektiven Eindruck zu haben. Nach einer Umfrage glauben 70 Prozent der Befragten, dass die US-Presse Obama als Präsident lieber hätten. Nur neun Prozent dagegen finden, dass Journalisten McCain favorisieren.

Umfragen-Chaos

Was denn nun? Seit Tagen prophezeien US-Medien einen klaren Sieg von bis zu 14 Prozent (bundesweite Umfrage) für Barack Obama bei den Wahlen am 4. November. Und jetzt das: Die Nachrichtenagentur AP zusammen mit GFK, einer der weltweit größten Marktforschungs-Instituten, kommt zu einem völlig anderem Ergebnis.

Nach AP/GfK liegen die beiden Kandidaten im Rennen um das White House landesweit statistisch gesehen gleich auf (siehe Grafik): 44 Prozent der 1101 Befragten würden Obama wählen, 43 Prozent McCain (Fehlerquote 3,5 Prozent). Für die Obama-Anhänger ein Schock und eine Warnung, dass die Wahl längst nicht gelaufen ist. Verwirrend ist das Ergebnis dennoch und passt überhaupt nicht zu den anderen Umfragen.

AP/GfK Umfrage: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Barack Obama und John McCain

So sieht das Partei unabhängige Pew Research Institut Obama deutlich mit 14 Punkten (53 zu 39 Prozent) vor seinem Rivalen McCain. NBC/Wall Street Journal (52 zu 42 Prozent) hat den Demokraten ebenso zweistellig in Front, genauso wie ABC News /Washington Post (54 zu 43) und Reuters/C-Span/Zogby (52 zu 40).

Selbst der Republikaner freundliche FoxNews Sender sorgt sich bei 49 zu 40 Prozent für Obama um die schwindenden Chancen für McCain. Knapper dagegen sind nur Gallup (50 zu 46) und CNN/Opinion Research (51 zu 46 Prozent). Beide allerdings haben Obama (Fehlerquote drei Prozent) immer noch als sicheren Sieger.

AP/GfK dagegen will als einzige ein knappes Rennen ermittelt haben. McCain soll dabei vor allem bei den unteren Bevölkerungs-Schichten, die weniger als 50.000 verdienen, zugelegt haben. Hier hat Obama nur noch einen vier Prozent Vorsprung, vor ein paar Wochen waren es noch sehr deutliche 26 Prozent.

Auf dem Land konnte McCain dagegen seine Führung von vier auf 18 Prozent ausbauen. Und auch bei den Weißen liegt der Republikaner deutlich mit 22 Prozent bei den Männern und sieben Prozent bei den Frauen vorne. Gestärkt wird McCain auch von der eigenen Partei. Neun von zehn Republikanern sagen sie werden McCain wählen, bei den Demokraten wollen dagegen nur acht von zehn Obama wählen.

Wer in dem Umfrage-Wirrwarr die besten Zahlen ermittelt hat, das wird wohl erst die Wahl ergeben.

Monday, October 6, 2008

"Das Hirn" hat Zweifel am Sieg von McCain

Es sieht nicht gut aus für John McCain. Selbst Karl Rove, Wahlkampf-Genie und das „Hirn von George W. Bush" hat große Zweifel an einem Sieg des Republikanerns bei den Wahlen am 4. November. Nach Roves eigentlich immer sehr Republikaner freundlichen Rechnung, hat Obama zurzeit 273 Wahlmänner aus den Bundesstaten sicher, drei mehr als er braucht.

„Wenn heute die Wahl wäre, wäre Obama der neue Präsident“, schreibt Rove in seinem Blog „Rove.com“ und ergänzt: „Im Moment verliert McCain mehr Wähler als Obama welche dazu gewinnt“. (Foto: Karl Rove mit Bush)

Als Gründe für diese Entwicklung sieht "The Architect" der Bush-Siege vor allem zwei Dinge: Einmal habe der Wähler McCain den "Retter der Finanzkrise“ nicht abgenommen, als der 72-Jährige heldenhaft seine Wahlkampagne wegen des Desasters an Wall Street unterbrochen hatte. Zum zweiten hält Rove die „Aufgabe von Michigan“ für einen fatalen Fehler. „Wenn man sein Team dort abzieht, muss man das leise tun und es nicht an die große Glocke hängen“, sagt Rove. „Eine gute Strategie ist manchmal, wenn man nicht darüber spricht.“

Karl Rove bestätigt mit seiner Einschätzung auch den Trend in den allerjüngsten Umfragen. Danach führt Obama 29 Tage vor dem Urnengang in allen so genannten zwölf Swing States (Nevada, New Mexico, Colorado, Missouri, Iowa, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, New Hampshire, Ohio, Virginia und Florida) vor seinem Rivalen McCain.

Sunday, October 5, 2008

Umfrage: Wirtschaftsexperten haben mehr Vertrauen in Obama als in McCain

Obama oder McCain: Wer genießt mehr Vertrauen bei der Bewältigung der US-Finanzkrise? ( Illustration: The Economist)

Bei der Bewältigung der amerikanischen Finanzkrise scheinen nicht nur die Wähler Barack Obama mehr zu zutrauen als John McCain. Auch unter den Finanz- und Wirtschaftsexperten des Landes findet der 47-jährige Demokrat deutlich mehr Zustimmung als sein republikanischer Kontrahent.

In einer Umfrage des Magazins „Economist“ unter Mitgliedern des National Bureau of Economic Research, erklärten 81 Prozent der Befragten, dass Obama ein besseres Verständnis für die Probleme der Wirtschaft habe als McCain. Rechnet man die registrierten Demokraten aus der Umfrage heraus, ist es mit 71 Prozent immer noch eine deutliche Mehrheit. Überraschend: Selbst unter den Republikaner hat Obama mit 46 zu 23 Prozent die Nase vorn.

Saturday, October 4, 2008

Obama for President

Die Chancen auf den ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte Amerikas sind so gut wie nie. 31 Tage vor den Wahlen am 4. November hat Barack Obama mit 49,3 zu 43,4 Prozent (Durchschnittswert mehrerer Umfragen) bundesweit einen scheinbar sicheren, fast sechs Punkte großen Vorsprung.

Und auch in den so genannten Swing States liegt der 47-Jährige vor seinem Rivalen John McCain. Dass der 72-jährige Republikaner seinen Wahlkampf in Michigan, in einem dieser bisher heiß umkämpften Bundesstaaten, eingestellt hat, darf als Eingeständnis McCains eines gescheiterten Wahlkampfes in dem "Auto-Staat" gesehen werden. Aufgeben wird der Republikaner jedoch noch lange nicht. Als Soldat kämpft er weiter - wenn es sein muss bis zum letzten Atemzug.

Doch nicht nur in Michigan hat hat sich Obama einen scheinbar sicheren Vorsprung erkämpft. In Colorado führt er mit 49 zu 44,6 Prozent, in Ohio mit 48 zu 46 Prozent, Nevada 49,3 zu 47,5 Prozent und selbst in den „roten“, republikanischen Staaten wie Virginia und Florida liegt Obama mit 49 zu 46,6 Prozent respektive 48,6 zu 45,6 Prozent vorne. Nur in Missouri kann McCain seine knappe Führung von 48,5 zu 46,8 Prozent noch verteidigen. (Alle Werte Durchschnittswerte verschiedener Umfragen).

Im Moment also ist Barack Obama der nächste Präsident der USA. Und er wäre damit auch der erste Schwarze im Weißen Haus. Ein Grund zum Feiern für Obama gibt es jedoch noch nicht. Denn noch sind es mehr als vier Wochen bis zum Urnengang. Da kann noch Vieles passieren.

Sunday, September 28, 2008

Gallup-Umfrage: Obama deutlich vor McCain

Barack Obama zieht davon. Nach der jüngsten Umfrage von Gallup führt der Demokrat mit 50 zu 42 Punkten vor seinem republikanischen Kontrahenten John McCain. Gallup befragte insgesamt 2719 US-Wähler über einen Zeitraum von drei Tagen (25.-27. September).

Ausschlaggebend für Obama waren offenbar zwei Dinge: Zum einem hat McCains Unterbrechung der Kampagne wegen der anhaltenden Finanzkrise dem Republikaner nichts genutzt, sondern ihm eher geschadet. Die Wähler glaubten ihm ganz offensichtlich nicht, als er als sich "Retter der Nation" nach Washington aufmachte. Viele durchschauten den plumpen Wahlkampf-Trick.

Zum Zweiten scheint auch die erste Präsidentschafts-Debatte Obama weiter nach vorn gebracht zu haben. Einen Tag nach dem TV-Duell konnte Gallup Wähler befragen. Und auch wenn die Meinungsforscher vor zu schnellen Schlüssen warnen. Die jüngste Umfrage zeigt einen ersten Trend.

Nach den jüngsten durchweg negativen Umfragen für McCain kündigte der 72-Jährige an, Obama jetzt noch härter angreifen zu wollen als zuvor. "Wenn seine Führung größer wird, müssen wir härter werden", hieß es aus dem McCain Camp. Und wie Republikaner dann Wahlkampf machen, haben Al Gore und John Kerry bei ihren Niederlagen gegen George W. Bush zu spüren bekommen. Mit viel Schmutz. Obama darf sich auf Einiges gefasst machen. Denn aufgeben kommt für McCain nicht in Frage.

Saturday, September 20, 2008

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Also doch. Die Hautfarbe spielt bei den Präsidentschaftswahlen am 4. November doch eine entscheidene Rolle. Eine neue repräsentative Umfrage der Nachrichtenagentur AP und Yahoo zusammen mit der Stanford University unter 2227 US-Bürgern zeigt, dass etwa 2,5 Prozent der US-Wähler Barack Obama nicht wählen werden, nur weil seine Hautfarbe schwarz ist. Bei einem erwartet knappen Ergebnis ähnlich wie 2004 zwischen George W. Bush und John Kerry würde diese Gruppe, so fasst AP-Yahoo zusammen, damit John McCain zum Präsidenten wählen.

Überraschend ist die Umfrage nicht. Die Frage der Hautfrage galt immer als möglicherweise Wahl entscheidend. Und im Obama-Camp ist sie die große Unbekannte, weil niemand offen zugibt dass das Thema die eigene Entscheidung beeinflussen wird. Erstaunt sollte also niemand sein, höchtens über die einzelnen Ergebnisse der Befragung:

- Danach haben 40 Prozent aller Amerikaner zumindest eine teilweise negative Einstellung gegenüber Schwarzen. Darunter sind auch viele Demokraten und Parteiunabhängige.

- Jeder Fünfte US-Bürger sagt, dass Adjektiv "gewalttätig" trifft am besten auf Schwarze zu, 22 Prozent nennen sie "überheblich", für 13 Prozent sind sie "faul" und elf Prozent meinen Schwarze sind "unverantwortlich".

- Jeder Zehnte Amerikaner glaubt, dass es "Schwarzen besser gehen würde, wenn sie härter an sich arbeiten würden".

- Jeder Fünfte der Parteiunabhängigen findet Schwarze "intelligent und clever", eine Drittel von ihnen sagt aber auch sie würden sich ständig "beschweren" und fast jeder Vierte (24 Prozent) bezeichnet Schwarze als "gewalttätig".

- Überaschend negativ ist aber auch die Meinung unter den Demokraten: Ein Drittel von ihnen verbindet mindestens einen negativen Charakterzug mit Schwarzen. Viele bezeichnen sie als "faul" oder "gewalttätig" und sind der Meinung, dass sie selbst "verantwortlich sind für ihre Probleme". Diese Gruppe der Demokraten, so die Umfrage, werde "vermutlich nicht für Obama stimmen".

- Nur etwa 59 Prozent der weißen Anhänger der Demokraten sagen, sie wollen Obama als neuen Präsidenten. Unter den McCain Anhängern sind es 85 Prozent.

- Und auch unter den Hillary Clinton Anhänger gibt es immer noch 17 Prozent Tiefenttäuschte, die lieber den politischen Gegner John McCain wählen als ihren eigenen Kandidaten.

MEHR: http://surveys.ap.org/data/KnowledgeNetworks/AP_Election_Wave6_Topline_W6%20ALL%20weight5_091808.pdf

Thursday, September 18, 2008

Führungswechsel: Obama wieder vor McCain

Barack Obama liegt wieder vor John McCain. Laut der jüngsten Gallup-Umfrage (15-17. September, 2815 Befragte) führt der Demokrat vor seinem republikanischen Gegner mit 48 zu 44 Prozent. Der Fehlermarke liegt bei zwei Prozent. Der Trend hatte sich bei einer früheren Umfrage bereits angedeutet. Damals lag zwar Obama vor McCain (47 zu 45 Prozent), wegen der Fehlerquote statistisch gesehen aber gleich auf.

Als Gründe für den erneuten Wandel in der Wählergunst wird vor allem die jüngste Finanzkrise an der Wall Street gesehen. Offenbar traut man Obama bei der Bewältigung der ökonomischen Probleme mehr zu als McCain. „Mit dem schwindenden Vertrauen in die Wirtschaft wächst das Vertrauen in Obama", kommentierte Gallup.

Weiterer Grund für den erneuten Führungswechsel: Sarah Palin könnte ihren politischen Höhepunkt möglicherweise schon überschritten haben. Die nächsten Umfragen werden zeigen, ob der Superstar der vergangenen zwei Wochen schon wieder auf den Stand eines normalen Vize-Kandidaten geschrumpft ist.

Wednesday, September 10, 2008

Europa für Barack Obama

Falls Barack Obama die Präsidentschafts-Wahl am 4. November in den USA verlieren sollte, könnte er es danach vielleicht in Europa versuchen. Dort hat der 44-Jährige ganz offensichtlich viele Fans.

Nach einer neuen Umfrage von Transatlantic Trends erwarten 47 Prozent der Europäer bessere Beziehungen zwischen den USA und Europa falls der Senator aus Illinois ins White House einziehen sollte. Nur 29 Prozent erwarten überhaupt keine Änderungen und eine Minderheit von fünf Prozent denkt negativ und glaubt gar an eine Verschlechterung der transatlantischen Beziehungen.

John McCain hat nach der Umfrage in 12 europäischen Staaten dagegen wesentlich weniger Vertrauen unter den Europäern als Obama. Nur magere elf Prozent glauben an eine Verbesserung, 40 sind sich sicher, dass alles beim Alten bleiben würde und 13 Prozent meinen, dass das Verhältnis der USA zu Europa schlechter werden würde.
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