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Wednesday, November 19, 2008

Das Zitat des Tages


"Das wird ein Halloween Horror-Haus"

(Tina Brown, britisch-amerikanische Medien-Legende, Buchautorin und Chefredakteurin des neuen Internet-Blogs "The Daily Beast" in einem Interview auf MSNBC über die Pläne einer Präsidenten-Bücherei von George W. Bush.

Traditionell bauen US-Präsidenten nach ihrer Amtzeit für die Nachwelt eine "Presidenial Library", um sich selbst ein Denkmal zu setzen. Laut Tina Brown sei Bush zurzeit total auf das Projekt fixiert. Sein ganzes Denken drehe sich um sein Vermächtnis. Nur darüber wolle er zurzeit sprechen.

Die 56-jährige Top-Journalistin Brown spottet jedoch bereits über das "sehr interessante" Projekt und fragt: Wird es in der Bücherei auch einen "Guantanamo Raum, ein Abu Ghraib Zimmer und eine Hurrikan Katrina Ecke" geben? In Bushs Präsidentschaft habe es so "viele Desaster gegeben".)

Tuesday, November 11, 2008

Barack Obama: "Der Abtrünnige“

Ganz so geheim können die Code-Namen des Secret Service für die „First Family“ wohl dann doch nicht sein. Der US-TV-Sender MSNBC zumindest hat die komplette Liste der Obamas jetzt im Fernsehen veröffentlicht.

Danach ist der President Elect, Barack Obama, für den Secret Service „Renegade“, was so viel heißt wie „Abtrünniger“. Die künftige First Lady läuft unter dem Geheimcode „Renaissance“, also „Wiedergeburt“ und die beiden Töchter Sasha und Malia bekommen die Namen „Rosebud (Rosenknospe) und „Radiance“ (Glanz/Strahlung). Dass die Obama-Namen alle mit „R“ beginnen, ist Zufall und vom Secret Service ausgewählt.

Obamas Vorgänger im White House, die Bushs, tragen alle einen Namen mit dem Buchstaben „T“ (George W.: „Tumbler“; Laura: „Tempo“; die Töchter Barbara, „Turqouise“ und Jenna „Twinkle“). Bei den Clintons war der Anfangsbuchstabe ein „E“: Bill: „Eagle“; Hillary: „Evergreen“; Chelsea: „Energy“.

Übrigens: Wäre John McCain Präsident geworden, hätte er den Namen „Phoenix“ nach seinem Heimatort bekommen, Cindy McCain hätte auf den Codenamen „Parasol“ (Sonnenschirm) gehört und Vize Sarah Palin hätte den Nationalpark in Alaska, Denali, als ihren Code-Namen getragen. Aber wen interessieren die Loser von gestern heute noch.

Tuesday, November 4, 2008

That's Big: Ohio für Obama!!

21:25 Uhr (3:25 Uhr MEZ): Ein großer Sieg für Barack Obama. MSNBC sagt voraus, Barack Obama gewinnt Ohio. That's huge.

Ist die Wahl gelaufen? Ist Barack Obama der nächste Präsident der Vereinigten Staaten? Sagen wir mal so: Bildlich gesprochen steht er bereits in der Tür des Oval Office.

CNN bestätigt kurz Zeit später die Vorhersage.

Erster Jubel auf der Obama-Siegesparty in Chicago und auf den Straßen von Brooklyn.

Noch nie ist ein Republikaner Präsident geworden, ohne Ohio. McCain braucht jetzt eine große Überraschung, um das Rennen noch zu drehen. Da hilft McCain auch der Sieg in Louisiana und West Virginia nicht viel.

Obama führt jetzt mit 200 zu 85. Noch 70 votes to go.

South Carolina für McCain

19:50 Uhr (1:50 Uhr MEZ): MSNBC berichtet John McCCain gewinnt South Carolina. Keine Überraschung. Der Bundesstaat wählt traditionell Republikaner. McCain baut damit seinen Vorsprung auf 16 zu drei Wahlmänner aus.

CNN bestätigt die MSNBC Zählung. Verwirrend: Nach der Auszählung von neun Prozent der Stimmen führt eigentlich Obama. Doch die Exit Polls ergeben eine anderes Bild. Am Ende wird McCain den Bundesstaat gewinnen.

Tuesday, October 28, 2008

„Ein Haufen Dummköpfe“

Die Angst eines Attentates auf Barack Obama ist so groß, wie bei kaum einem anderen Präsidentschafts-Kandidaten zuvor. Das belegt schon die einfache Tatsache, dass noch nie in der Geschichte des US-Wahlkampfes ein Anwärter auf das White House so früh den Schutz des Secret Service in Anspruch nehmen musste, wie der 47-Jährige. Und das nicht ohne Grund: Es gibt Hinweise, Verdächtige, Gruppen, wie der in bestimmten Gegenden des Landes immer noch aktive Ku Klux Clan, Internet-Rassisten, Web-Nazis, die vermutlich schon lange Mordkomplotte schmieden. Der Secret Service (Obama: „Der beste Schutz der Welt“), wird das wissen.

Doch nicht jeder Schwachkopf ist auch gleich ein potentieller Killer. Im Juli hatte die Polizei schon einmal in Denver drei Männer festgenommen, die angeblich einen Anschlag auf Obama geplant haben sollen. Sie hatten Gewehre und stießen Drohungen gegen Obama aus. Davon gibt es – leider - vermutlich Hunderte, vielleicht noch mehr in den USA. Nicht jeder von ihnen ist ein Attentäter. Auch die drei Männer waren es offenbar nicht. Sie waren im Drogenrausch und wurden letztendlich wegen illegalen Waffenbesitzes angeklagt.

Die selbsternannten Neo-Nazis, Paul Michael Schlesselman (18, Foto l.) und Daniel Gregory Cowart (20, Foto r.), die die Bundesbehörden jetzt geschnappt haben, werden wohl ein ähnliches Schicksal erleiden. Auch diese beiden Hinterwäldler aus Tennessee respektive Arkansas hatten illegal Waffen im Auto – sie konnten nur nicht damit umgehen. Bei einem versuchten Hauseinbruch ließen sie sich von einem Hund verscheuchen.
Obama, so glauben mittlerweile sogar die Bundesbehörden, war zu keinem Zeitpunkt von den beiden Verblendeten ernsthaft gefährdet. Dagegen könnte ihre Ankündigung insgesamt 102 Schwarze zu ermorden, real in ihren Köpfen geplant gewesen sein. Die Behörden mussten deshalb reagieren.

Dennoch: Auch wenn die Gefahr eines Attentates auf Obama nicht unterschätzt werden sollte. Nicht jeder geistig minderbemittelte und selbsternannte Neo-Nazi sollte seine "15 Minutes of Fame“ bekommen, nur weil er damit prahlt, Obama ermorden zu wollen.

Die US-Abend-News machten sich – zu Recht – lustig über die beiden Schwachköpfe. CNN Staranchor Anderson Cooper berichtete nur widerwillig in einer Kurzmeldung über die zwei. Der Blog „Gawker“ lästerte über die „fast drolligen Pläne einer Ermordung“ und spottete: „gewalttätige Rassisten genießen späten Gastauftritt“.

Chris Matthews vom TV-Sender MSNBC brachte es auf den Punkt. Die beiden gehören zu einem "Haufen von Dummköpfen, die gegen das Gesetz verminderter Geisteskapazität verstoßen haben".

Wie gesagt: Attentatspläne sollten nicht leichtfertig abgefertigt werden. Die Gefahr ist real. Und man muss auch darüber berichten. Aber vielleicht sollten die weltweiten Berichterstatter zumindest versuchen, nicht jedem Verblendeten eine öffentliche Bühne für ihren geistigen Müll zu geben.

Man kann ein Attentat auch herbei schreiben. Vor allem wenn die einsamen Spinner dieser Welt sehen, wie „berühmt“ sie dadurch werden können.

Tuesday, September 30, 2008

Barack Obama: Worst Person of the World

Obama auf der MSNBC-Liste der "Worst Person of the World"

MSNBC-Linksaußen Keith Olberman hat jeden Abend eine kleine, aber feine Spitze in seiner TV-Show "Countdown". Der Anchorman sucht drei Personen, die es, seiner Meinung nach, verdient haben als "Worst Person of the World" verhöhnt zu werden. Normalerweise hat es Olberman dabei auf seine Kollegen von FoxNews oder wie er spottet "Fixed News" respektive "Fox Noise" abgesehen. Liberale schaffen es nur selten auf die im US-Fernsehen zumindest bei den Nicht-Konservativen mittlerweile Kultstatus habende Liste.

Umso überraschender war es, dass Olberman Barack Obama auswählte. Der Demokrat der schlimmste Mensch der Welt? Der Präsidentschafts-Kandidat schaffte es auf die Liste, weil er im Stress des Wahlkampfes wichtige Dinge durcheinander brachte. Der 47-Jährige erklärte, dass er sich auf seinen 15. Hochzeitstag mit seiner Frau Michelle Obama in der kommenden Woche freue. Er sei so froh, dass sie ihn genommen habe und ihn immer noch ertragen könne.

Peinlich, peinlich. Obama hatte sich verzählt. Offizieller Hochzeitstag ist der 3. Oktober 1992. Ein Sprecher von Michelle Obama korrigierte auch schnell: Es sei der "16. Hochzeitstag". Uuuuups!

Die Entscheidung von Olberman war also nachvollziehbar. Die übrigen beiden "Worst Person of the World" waren die üblich Verdächtigen: Ein Anchor des konservativen FoxNews Senders und Karl Rove, George W. Bush Hirn und mittlerweile Wahl-Analyst auf - na wen schon? - FoxNews.

Tuesday, September 23, 2008

100 Dollar für jede Sarah Palin Lüge

Keith Olberman (Foto), Anchorman der linksliberalen und sehr Bush kritischen Politshow "Countdown" auf MSNBC, könnte bald ein armer Mann werden. Der 48-Jährige hatte am vergangenen Freitag in seiner Sendung angekündigt, für "jede Lüge" oder "jede wiederholte Lüge" von Vize-Kandidatin Sarah Palin 100 Dollar für eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Insgesamt 3700 Dollar hat dieses Versprechen Olberman bis heute bereits gekostet - auf Dauer ein teueres Vergnügen.
Das Geld geht übrigens an einen Fond für Sportler der Paralympic aus Alaska. Olberman zahlt damit eine eigene Lüge ab, weil er behauptet hatte, Sarah Palin hätte dem Alaskan Special Olympics Fund die Gelder gekürzt. Das allerdings hatte Palin nicht und Olberman entschuldigt sich jetzt durch seine Lügen-Spenden für seine mittlerweile selbst korrigierte Falschmeldung.
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