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Tuesday, March 17, 2009

Die Neinsager

Die Demokraten im US-Kongress haben genug von den Neinsagern der Republikaner. Sie haben eine Internet-Kampagne gestartet, die die "Opposition" als die "Party of No" brandmarkt. Wer auf die Seite (http://www.democrats.org/page/content/partyofno) geht, kann die drei Top-Republikaner John Boehner, Eric Cantor und Mitch McConnell immer wieder "NO" sagen hören.

Die Neinsager von links nach rechts: House-Minderheitsführer John Boehner (Ohio), der Einpeitscher des Repräsentantenhauses Eric Cantor (Virginia) und Senats-Minderheitsführer Mitch McConnell (Kentucky).


Auslöser des Protestes war eine Bemerkung des Republikaners Eric Cantor, der in einem Interview mit der Washington Post auf die Frage wie die Partei auf die Politik von Präsident Obama reagiere, antwortete: "Wir sagen einfach nein."

Wednesday, March 4, 2009

Happy Hours im White House

It's Party Time im White House. Jeden Mittwoch - sofern es die Termine zulassen - laden Präsident Obama und First Lady Michelle Obama zum Cocktail-Empfang ins White House ein - für Demokraten und Republikaner. Das Ziel: Das First Couple will nicht nur ihr Versprechen eines "offenen White House" erfüllen, sie wollen auch die Gegenstätze zwischen den beiden Parteien zumindest einmal die Woche vergessen können.Drei Mal haben die "Happy Hours" im Regierungssitz seit der Inauguration von Obama bereits stattgefunden. An diesem Mittwoch gab es die vierten, ein Dinner (200 Gäste, es wurde Celery-Suppe, Lachs, Couscous, Spinat und grüner Salat gereicht sowie zum Nachtisch Kuchen mit weißer Schokolade) für Mitglieder des Kongress. Man muss eben nur einen Anlass zum Feieren finden.

In der vergangenen Woche reichte das First Couple zunächst die Cocktails und lauschte dann mit ihren Gästen einem Privatkonzert von Stevie Wonder. Der Pop-Star war zuvor von Obama für seine Verdienste geehrt worden.

Wednesday, February 25, 2009

Well done, Mister President!

Die Reaktionen auf die erste große Rede von Barack Obama als Präsident sind am Tag danach durchweg positiv. Selbst sein früherer Rivale, der Republikaner John McCain, bezeichnete die Ansprache vor dem Kongress als "exzellent", auch wenn der 72-Jährige die Ausgabenpolitik der Regierung weiter kritisiert. Well done, Mister President! Obama hat seine Sache gut gemacht! So lautet auch das Urteil der meisten TV-Kommentatoren.

Mit seinen deutlichen Worten zur schlimmsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression und vor allem durch seinen positiven und Mut machenden Ausblick konnte Obama in seiner Rede vor dem Kongress vielleicht nicht die fundamentalen „Nein-Sager“ unter den Republikanern überzeugen, dafür aber die Mehrheit der amerikanischen Öffentlichkeit. Auch Umfragen scheinen diesen Eindruck zu bestätigen.

Präsident Obama am Dienstag während seiner Rede vor dem US-Kongress. Im Hintergrund: Vize-Präsident Joe Biden (l.) und House-Sprecherin Nancy Pelosi


In einer Blitzbefragung von CNN erklärten 68 Prozent der US-Bürger, dass die Rede „sehr positiv“ ankam und sie überzeugt hätte. 24 Prozent sagten sie war „irgend wie positiv“ und nur acht Prozent zeigten sich von der Ansprache vor dem Kongress enttäuscht.

Auch CBS hatte für Obama ein gutes Ergebnis ermittelt. In ihrer repräsentativen Umfrage von 500 Zuschauern stieg die Zufriedenheit mit dem Präsidenten von 62 auf 69 Prozent. Eine andere Umfrage sah sogar einen Sprung von 62 auf 76 Prozent. Es war also ein guter Abend für Obama.

Monday, February 23, 2009

Eleganz und Politik

Eleganz: First Lady Michelle und Präsident Barack Obama luden am Sonntagabend zum Gouverneurs-Dinner in den East Room des White House

Die Oscars waren nicht das einzige Gala-Großereignis am Sonntag. Während in Hollywood die Stars der Filmindustrie über den Roten Teppich defilierten, gaben Präsident Obama und First Lady Michelle Obama ihren ersten „Black-Tie-Abend im White House. Das First Couple hatte zum „Gouverneurs-Dinner“ geladen.

Glamouröses Star-Couple des Abends waren natürlich die Obamas, aber auch Arnold Schwarzenegger und Frau Maria Shriver zeigten Klasse. Beide Paare saßen später an einem Tisch.

Es gibt Gerüchte, dass der Terminator die Republikaner verlassen will. Arnie hat nach den zähen Verhandlungen über seinen Haushalt in Kalifornien genug von den eigenen Parteifreunden. Außerdem soll ihm das ständige Nein-Sagen der Republikaner auf die Nerven gehen. Ehefrau Maria Shriver, eine Kennedy und damit Demokratin, wird das gerne hören.


Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger und dessen First Lady Maria Shriver bei der Ankunft im East Room des White House

Über das Essen wachte übrigens die First Lady höchstpersönlich. Sie checkte in der Küche nach den Köstlichkeiten, die White House Chef-Köchin Cristeta Comerford zubereitete. Wert wurde dabei vor allem auf eine Vielzahl von Gerichten aus verschiedenen Bundesstaaten gelegt. Nicht sehr umweltfreundlich, weil die Sachen eingeflogen werden mussten, aber wichtig, um alle Gouverneure zufrieden zu stellen. (Foto l.: Michelle Obama und der sichtbar beeindruckte Arnie saßen an einem Tisch)

Zum Dinner wurden unter anderem gereicht: Karotten aus Ohio, Steaks aus Nebraska, Wassermelone und Radieschen aus Washington State sowie Jakobsmuscheln aus Massachusetts. Als Dessert gab es Heidelbeeren aus Idaho. (Foto: Michelle Obama und Chef-Köchin Cristeta Comerford, r.)

Sarah Palin, sonst bei öffentlichen Veranstaltungen kaum fernzuhalten, blieb diesmal Zuhause. Ihr ist offenbar nach dem Skandal unbezahlter Steuern der Appetit vergangen.

Tuesday, February 17, 2009

Wenn ein Präsident Schnittchen serviert

Was tut man nicht alles, um sein Stimulierungs-Programm für die schwächelnde US-Wirtschaft durch den Kongress zu peitschen. Das White House veröffentlichte jetzt das Foto von der Super Bowl-Party am 1. Februar im hauseigenen Kinosaal des White Houses, zu dem Präsident Obama parteiübergreifend Demokraten und Republikaner eingeladen hatte. Wie es scheint war sich der Commander-in-Chief auch nicht zu fein, bei der Verköstigung seiner Gäste zu helfen.

Am Ende gewann das Team von Obama, die Pittsburgh Steelers, den Super Bowl, und auch das Stimulierungspaket ging durch den Kongress. Viele Republikaner allerdings stimmten nicht für das Programm - drei im Senat, keiner im Repräsentantenhaus - dafür sollen sie die White House Party genossen haben. Ein Vertreter der Opposition soll sie sogar als "wild" bezeichnet haben.

Monday, February 16, 2009

Präsident 42 lobt Präsident 44

Ehre für Präsident Barack Obama. Sein demokratischer Vorgänger im White House, Bill Clinton, hat den 47-Jährigen in einem Interview mit dem TV-Sender NBC gelobt. „Er hat wirklich einen guten Star hingelegt.“ Er hätte es kaum besser machen können.

Gegenüber der Today-Show (Foto) erklärte Clinton, dass Obama ein sehr gutes Wirtschafts-Team um sich versammelt habe. Viel Lob gab es auch für das 787 Milliarden Dollar Stimulierungs-Programm für die US-Wirtschaft. „Das ist ein gutes Paket. Es wird für uns alle eine Brücke sein über sehr schwieriges Gewässer.“

Kritik übte Clinton an den Republikanern, die in einem „Automatismus“ gegen Obama gestimmt hätten. Der 42. Präsident fragte, was sie denn gemacht hätten und erklärte „Obama ist nicht verantwortlich für die Finanzkrise“.

Clinton galt während des Wahlkampfes nicht nur wegen der Kandidatur seiner Frau Hillary als Gegner von Obama. Mittlerweile scheinen die beiden ihre Differenzen aber ausgeräumt zu haben

Sunday, February 15, 2009

Das Zitat des Tages


"Ich bin ein ewiger Optimist aber kein Dummkopf"

(Präsident Barack Obama auf die Frage eines Journalisten, ob er auch in Zukunft versuchen werde, Republikaner für seine Politik zu gewinnen. Im Abgeordnetenhaus hatte in der vergangenen Woche kein einziger Oppositionspolitiker für Obamas 787 Milliarden Dollar Stimulierungspaket für die kriselnde US-Wirtschaft gestimmt, im Senat waren es nur bescheidene drei Republikaner.)

Thursday, February 12, 2009

Republikaner erklären Obama den Krieg

Der Honeymoon für Präsident Barack Obama ist keine vier Wochen nach dessen Inauguration zu Ende. Die Republikaner denken gar nicht daran, dem neuen Commander-in-Chief die traditionell übliche Schonfrist von 100 Tagen zu geben. Im Gegenteil. Sie haben ihm den Krieg erklärt. Auslöser ist der überraschende Rückzug des republikanischen Senators aus New Hampshire, Judd Gregg, als designierter Handelsminister.

Obamas Versuch, die Opposition in sein Kabinett einzubinden und die seit Jahren immer starrer werdenden Barrieren zwischen den beiden Parteien einzureißen, ist damit vorerst gescheitert.

Der Präsident zeigte sich deshalb überrascht und enttäuscht über die Entscheidung von Gregg. Der 61-Jährige hatte seine Entscheidung mit „unauflösbaren Konflikten“ begründet. Dabei ging es vor allem um die kritische Haltung des Senators für Obamas 787 Milliarden Dollar schweres Stimulierungs-Programm, das Gregg in dieser Form ablehnt. (Foto: Obama, Gregg)

"Wir gehen bei vielen entscheidenden Fragen der Politik von unterschiedlichen Ansichten aus", erklärte Gregg, der neben Verteidigungsminister Robert Gates und Verkehrsminister Ray Lahood der dritte Republikaner am Kabinettstisch gewesen wäre.

Die Republikaner feierten den „verlorenen Sohn“ wie einen Helden. Die Minderheitsführer des Repräsentantenhauses und Senates, John Boehner sowie Mitch McConnell, jubelten: “Das ist einfach wundervoll. Es ist toll, ihn wieder unter uns zu wissen.“

Es ist nicht die erste Panne von Obama bei der Besetzung seines Kabinetts. Seine erste Wahl als Handelsminister, New Mexico Gouverneur Bill Richardson, zog seine Kandidatur nach Korruptionsvorwürfen zurück. Zurücktreten noch vor Amtseinführung mussten auch Gesundheitsminister Tom Daschle (Steuerprobleme) sowie die „Haushaltswächterin“ Nancy Killefer ebenfalls wegen unbezahlter Abgaben an den Fiskus.

Weitere Pannen bei der Besetzung seines Kabinetts darf sich Präsident Obama nicht mehr leisten.

Monday, February 9, 2009

Der Papierhaufen des Tages


778

So viele Seiten umfasst das 827 Milliarden Dollar Stimulierungs-Programm (148.000 Wörter) von Präsident Barack Obama, das am Montag mit drei Stimmen der Republikaner vom Senat gebilligt wurde. Eine endgültige Abstimmung wird für Dienstag erwartet.

Im Ziel ist Obama allerdings immer noch nicht. Das Paket muss jetzt erneut ins Repräsentantenhaus, dann in einen Vermittlungsausschuss und erst danach kann es endgültig von beiden Kammern verabschiedet werden.

Das Ziel für Obama ist es, das Programm am kommenden Montag, dem Presidents's Day, zu unterzeichnen. Die Chancen stehen gut, doch sicher kann sich der Präsident nicht sein. Insbesondere unter den Republikanern gibt es erheblichen und vor allem grundsätzlichen Widerstand gegen das Paket.

Für Obama gibt es dagegen keine Alternative. Wenn das Programm nicht kommt, "würde", so der Präsident, „die Wirtschaft von einer Krise in die Katastrophe abrutschen“.

Friday, February 6, 2009

Geheimwaffe Michelle Obama

Barack Obama versucht alles um sein 819 Milliarden Dollar schweres Stimulierungs-Programm noch in dieser Woche verabschieden zu können. Nachdem das Investitionspaket mit den Stimmen der Demokraten durch das Repräsentantenhaus gepeitscht wurde, soll jetzt auch der Senat zustimmen.

Doch dort gibt es offenbar größeren Widerstand als bisher befürchtet. Um ein mögliches Scheitern zu verhindern, setzt der Präsident jetzt auch auf seine neue Geheimwaffe: Michelle Obama.

First Lady Michelle Obama während ihrer Vorstellungs-Tour im Wohnungs- und Städtebauministerium

Die 45-jährige First Lady soll bei einer Vorstellungs-Tour durch die Ministerien auch Werbung für das Rettungspaket ihres Mannes für die schwer kriselnde Wirtschaft machen. „The Closer“ wie Michelle Obama während des Wahlkampfes schon genannt wurde, soll jetzt auch im Senat den Deal „abschließen“.

Die Mission ist heikel: Schafft auch Michelle Obama das nicht, wäre das Scheitern des Pakets eine erste schwere Niederlage für Präsident Obama. Nach seinem Patzer bei der Nominierung des Steuersündern Tom Daschle als Gesundheitsminister würde die Öffentlichkeit dann vermutlich von einem „Fehlstart“ der Obama-Regierung sprechen.

Hintergrund der überraschend kritischen Diskussion im Senat. Die Demokraten haben dort zwar eine eindeutige aber keine absolute Mehrheit von mindestens 60 Stimmen. Selbst wenn alle Demokraten dafür stimmen würden und selbst daran gibt es Zweifel, könnten die Republikaner durch einen so genannten „Filibuster“, eine Art von Todreden durch fortlaufende Debatten, das Projekt scheitern lassen.

Eine Niederlage im Senat wäre aber nicht nur eine schwere Schlappe für Obama, auch die Wirtschaft dürfte dadurch noch tiefer in die Rezession schlittern. Bleibt zu hoffen, dass Obamas Geheimwaffe, Michelle „The Closer“ Obama das Investitions-Programm retten kann.

Wednesday, January 28, 2009

Sieg und Niederlage

Gewonnen aber irgendwie doch verloren. Das US-Repräsentantenhaus hat das mehr als 800 Milliarden Dollar teuere Stimulierungs-Programm von Präsident Obama für die kriselnde US-Wirtschaft verabschiedet. Die Abgeordneten stimmten mit 244 zu 188 Stimmen dafür, was auf den ersten Blick eine deutliche Mehrheit ist. Allerdings: Kein einziger der 178 Republikaner hat für Obama gestimmt und selbst in der eigenen Partei stimmten zehn Demokraten gegen ihren Präsidenten.

Ein Sieg für das Programm aber eine deutliche und schwere Niederlage für Obamas Versuch, über Parteigrenzen zu begeistern und auch Republikaner für seine Ideen zu gewinnen. Washington bleibt damit seiner alten Tradition erst einmal weiter treu, Partei konform zu stimmen.

Da nützte selbst eine „Happy-Hour“ im White House nichts, als der Präsident etwa ein Dutzend moderate Republikaner auf einen Drink zu sich nach Hause eingeladen hatte. Auch sein Stabschef Rahm Emanuel soll wiederholt auf Abgeordnete eingeredet haben aber ohne Erfolg.

Das Stimulierungsprogramm, das ursprünglich 825 Milliarden Dollar umfassen sollte, wurde beim zweiten Nachrechnen auf 819 Milliarden Dollar reduziert. Von dieser Summe sind 275 Milliarden Dollar Steuererleichterungen, vor allem für die Mittelklasse, die mit 500 Dollar pro Single und 1000 pro Familie entlastet werden sollen. 544 Milliarden sollen in ein Investitionsprogramm, vor allem für Amerikas marode Infrastruktur, gesteckt werden.

Der Plan muss jetzt noch im Senat bewilligt werden, wo die Demokraten ebenfalls eine deutliche Mehrheit haben. Aber auch hier gilt es für Präsident Obama, auch Republikaner von seinem Plan zu überzeugen.

Saturday, January 24, 2009

Das Zitat des Tages


"I won"

(Barack Obama während seiner Gespräche über sein Stimulierungsprogramm für die US-Ökonomie mit Kongress-Abgeordneten der Demokraten und Republikaner im Roosevelt Room des White House. Insbesondere die Republikaner wehren sich gegen das immer teurer werdende und mittlerweile auf 825 Milliarden Dollar gestiegene staatliche Investitions-Programm.

Obama wollte mit seinem flapsigen Spruch: "Ich habe gewonnen", seine Gegner daran erinnern, wer künftig die Politik der USA bestimmen wird. Die anwesenden Parteien einigten sich später darauf, dass sie bis zum President's Day am 16. Februar einen Kompromis finden werden, den sie Präsident Obama vorlegen wollen.)

Friday, December 26, 2008

CNN-Umfrage: Dick Cheney ist einer der schlechtesten Vize-Präsidenten aller Zeiten

Die scheidende US-Regierung scheint den Doppelten-Negativ-Rekord zu gewinnen. Schlechtester Präsident der vergangenen 50 Jahren, so lautet das Urteil unter vielen US-Kommentatoren und Umfragen über George W. Bush. Und jetzt hat auch dessen Vize, Dick Cheney, einen "deutlichen Sieg" errungen. In einer CNN-Opinion Research Poll haben 64 Prozent der Befragten ein negatives Bild von dem 67-Jährigen, fast jeder vierte bezeichnet Cheney gar als den schlechtesten Vize-Präsidenten in der Geschichte der USA.

Nach der CNN-Umfrage sagen 23 Prozent der Befragten, Cheney sei der "schlechteste Vize aller Zeiten", 41 Prozent sind der Meinung, er war "ein schlechter zweiter Mann". Dagegen meinen nur 34 Prozent, dass Cheney ein "guter Vize-Chef" gewesen sei. Ein Prozent der Befragten nennen ihn "den Besten von allen" (???).

Besonders negativ sind die Meinungen über Cheney bei den Demokraten, wo 80 Prozent sagen, er sei ein "schlechter" oder gar "der Schlechteste" Vize gewesen. Unter den Unabhängigen sind es 60 Prozent, die eine negative Meinung von ihm haben. Nur unter den Republikanern ist Cheney noch bei der Mehrheit seiner Parteikollegen beliebt.

Trotz aller negativen Meinungen, bei eins sind sich die Experten einig: Dick Cheney war einer der mächtigsten Vize-Präsidenten aller Zeiten.

CNN hatte 1013 Erwachsene gefragt. Die Fehlerquote liegt bei drei Prozent.

Saturday, December 6, 2008

Sarah "Peinlich" Palin verschwendete 165.000 Dollar für drei Stylisten

Mehr als vier Wochen nach Ende des Wahlkampfes ist die Partei der Republikaner weiterhin dabei, alle Ausgaben ihrer Vize-Kandidatin Sarah Palin für Kleider und Stylisten zusammen zu suchen. Bisher war nur die Rede von etwa 150.000 Dollar, die sich die angeblich bescheidene und selbsternannte Hockey-Mom nach ihrer Nominierung Ende August für Kleider, Jacken, Blusen, Schuhe und anderes Outfit auf Parteikosten gegönnt hatte. Neueste Unterlagen ergeben, dass die Ex-Schönheits-Königin jedoch weit aus mehr Geld verschwendet hat als bisher angenommen.

Mehr als 165.000 (!) hat die Gouverneurin von Alaska in ihren neun Wochen Wahlkampf allein für drei Stylisten bezahlt. Eine Summe für die in Hollywood A-Schauspielerinnen wie Angelina Jolie für einen Film vorbereitet werden. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Top-Leute holen das Geld durch die Filmeinahmen wieder locker rein. Die Dollars für die Sarah Palin Stylisten sind verloren.

Neben dieser Summe soll die 44-Jaehrige auch über Kreditkarten ihrer Mitarbeiter in Nobelläden wie Saks Fifth Avenue oder Neiman Marcus eingekauft haben. Und weitere 23.000 Dollar, aufgeteilt in 70 Rechnungen, entdeckten die Republikaner jetzt bei ihrer Suche nach weiteren Ausgaben. Sarah „Peinlich“ Palin hatte auch diese Gelder in Klamotten aus Edel-Boutiquen angelegt. Ach ja: 151,71 Dollar Parteigelder hat sie im Spieleladen Toys R Us gelassen. Was genau das war und wer der Nutznießer dieses Geschenks war, ist noch offen. Bleibt die Frage: Brauchte Sarah Palin für ihren Wahlkampf Spielzeug?

Wednesday, November 19, 2008

Blanke Angst an der Wall Street

Der Dow Jones rutschte am Donnerstag erstmals seit 2003 wieder unter 8000 Punkte

Düstere Aussichten der Notenbank zur US-Wirtschaft und Zweifel am Überleben der drei großen Autofirmen GM, Ford und Chrysler haben die Aktien des Dow Jones auf ein neues Tief abstürzen lassen. Der wichtigste Index der New York Stock Exchange verlor 5,1 Prozent und beendete den Tag bei 7997 Punkten, knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 8000 Punkten. Es ist der tiefste Stand seit dem Einmarsch der USA in den Irak im März 2003. Auch an der Technologiebörse Nasdaq ging es weiter in den Keller. Der Index der einst gefeierten Zukunftsbörse verlor 6,5 Prozent und landete bei 1386 Punkten.

Große Sorgen bereiten den Börsianer vor allem die drei US-Autobauer GM, Ford und Chrysler, die auf staatliche Hilfe von 25 Milliarden Dollar hoffen. Bei der zweiten Anhörung vor dem Kongress versuchten die drei Konzern-Bosse, allen voran GM-Chef Rick Waggoner, die Politik erneut davon zu überzeugen, das angeblich benötigte Geld schnell zu genehmigen.

Doch in Washington scheint es in beiden Parteien eine negative Grundstimmung gegenüber den Unternehmen, vor allem gegen General Motors zu geben. Dass alle drei Konzernlenker zu der Anhörung im Privatjet – jeder in seinem eigenen - aus Detroit angeflogen kamen, verbesserte die Stimmung nicht. (Foto: Der Privatejet von Rick Waggoner kurz vor dem Abflug in Detroit)

Am Ende des Tages tendierten die Demokraten die 25 Milliarden Dollar aus dem 700 Milliarden Dollar Rettungspaket von Präsident George W. Bush für die Finanzwirtschaft zu nehmen. Die Republikaner lehnen das ab. GM-Chef Waggoner, Sinnbild der wenig beliebten Autoindustrie erklärte, dass sein Unternehmen ohne Hilfe sehr schnell Bankrott gehen könnte. Eine Drohung, die in Washington auf taube Ohren stoßen würde, wenn nur Waggoner von der Entlassung bedroht wäre. Tatsächlich geht es aber nach vorsichtigen Schätzungen um mehr als drei Millionen Arbeiter und Angestellte, die direkt oder indirekt von der Autoindustrie abhängig sind. Es ist, so President Elect Barack Obama, „das Rückrat der US-Wirtschaft.“

Das Rettungspaket wird kommen, die Frage ist nur in welcher Form. Ob es den abgewirtschafteten GM-Konzern jedoch helfen wird, bleibt fraglich. Viele Experten sagen voraus, dass das Unternehmen dann eben in ein oder zwei Jahren pleite geht. Ford und Chrysler dagegen gibt man größere Chancen die Krise zu überstehen.

Monday, November 17, 2008

Blah, Blah, Blah für sieben Millionen Dollar?

Will das wirklich jemand lesen. Die Memoiren von Sarah Palin.

Angeblich sieben Millionen Dollar haben Verlage der Gouverneurin von Alaska für ihre Erinnerungen angeboten. Und die 44-jährige ehemalige Vize-Kandidatin der Republikaner, Ex-Schönheits-Königin und Bürgermeistern von Wasilla in Alaska (damit ist eigentlich auch schon alles über sie gesagt) denkt tatsächlich ernsthaft darüber nach, ein Buch zu schreiben. Über sich, über ihr Leben? Wirklich? Muss das wirklich sein? Was hat uns Sarah Palin, die während des Wahlkampfes Interviews gemieden, wo es nur ging, jetzt noch zu sagen?

Aber vielleicht ist das Werk auch nur eine logische Folge wundersamer amerikanischer Verlagspolitik. Auch "Joe the Plumber", Wahlkampf-Clown für John McCain und angebliches Pseudonym eines "US-Normalbürgers" (hoffentlich nicht) hat ebenfalls einen Buchauftrag erhalten. Was uns der Klempner ohne Lizenz wohl zu berichten hat? Warum er eigentlich gar kein "Plumber" ist? Warum er seine Steuern nicht bezahlt hat?

Come on! Verschont uns mit dieser gequirlten Langeweile.

Bleibt die Frage: Was muss Präsident George W. Bush nur denken, der angeblich keinen Verlag für seine Memoiren findet.

Saturday, November 8, 2008

Zitat des Tages

"Idioten, Feiglinge und Angsthasen"
Sarah Palin, gescheiterte Vize-Präsidentschaftskandidatin von John McCain, wehrt sich gegen den politischen Lynchmord durch anonyme Parteikritiker. Teile der Republikaner hatten sie nach der verlorenen Wahl als "politischen Flop", "Diva", "Furie", "Shopaholic" (Palin hatte für mehr als 150.000 Dollar neue Kleider gekauft und sie aus der Parteikasse bezahlt) verspottet. Außerdem diffamierten hochrangige und öffentlich ungenannte Campaign-Manager von McCain die Gouverneurin von Alaska als "Politikerin ohne Basiswissen", die glaube "Afrika sei kein Kontinent, sondern ein Land und Südafrika ein Teil davon".

Thursday, November 6, 2008

Abrechnung mit Sarah Palin

Wer trägt die Schuld an der Wahlniederlage der Republikaner? Sarah Palin? Und: Ist sie wirklich die Zukunft der Republikaner, der Grand Old Party (GOP)?

„The American Point“ hat die Gouverneurin von Alaska schon einen Tag nach ihrer offiziellen Nominierung zur Vize-Kandidatin als „Fehlbesetzung“ bezeichnet. Und damals jubelte noch die konservative Basis der Ex-Schönheits-Königin wie einer Heilsbringerin zu.

An der Einschätzung dieses Blogs hat sich nichts geändert: „Sarah Palin bleibt eine politische Null- und mittlerweile auch Lachnummer. Die Republikaner werden sich hüten, sie als das künftige Gesicht der Partei und Präsidentschafts-Kandidatin der GOP aufzubauen.“

Indizien, dass der Stern von Sarah Palin endgültig verglüht, gibt es genügend. Viele Republikaner sagen mittlerweile selbst, dass sie politisch ein echter Flop gewesen sei. Die Vorwürfe hinter vorgehaltener Hand sind so schwer, dass man bereits von politischem Lynchmord sprechen kann. So wird die 44-Jährige als Politikerin „ohne Basiswissen“, als „fies“, „echte Diva“ und „eine Furie“ diffamiert.

Politischer Lynch-Mord der republikanischen Partei an Sarah Palin, Cartoon von Matt Bors

Von Anfang an, so wird aus der GOP lanciert, wurde Sarah Palin als „riskant“ eingestuft. Sie sei eine Kandidatin mit „fehlendem Basiswissen“ gewesen. So kannte Sarah Palin weder die NAFTA (Freihandelszone bestehend aus den USA, Mexiko und Kanada), noch wusste sie das Amerika Teil davon ist.

Der größte Klopper allerdings war, dass sie nicht wusste, dass „Afrika ein Kontinent ist und kein Land“. Südafrika bezeichnete sie deshalb als „Teil eines größeren Landes“.

Ihre mangelnden Kenntnisse hielt sie aber nicht davon ab, Vorbereitungen auf Interviews abzulehnen. Die Folge war das mittlerweile legendäre Katie Couric Interview auf CBS, als Sarah Palin mit Unwissen und Banalitäten glänzte. Die Schuld für ihr Versagen gab sie allerdings lautstark ihren Mitarbeitern.

Schockiert zeigte sich die Partei auch über die „Kaufwut“ ihrer Vize-Kandidatin. Sarah Palin, ein "Shopaholic", hatte sich für 150.000 Dollar neue Kleider gekauft. Und wie jetzt bekannt wurde, hat sie zusätzlich für 20.000 bis 30.000 Dollar "heimlich", über die Kreditkarten ihrer Mitarbeiter, weitere Sachen gekauft. Die Republikaner haben mittlerweile einen Anwalt nach Alaska geschickt, um die "Partei eigenen Kleider" wieder einzusammeln. Sie sollen gespendet werden.

Und auch das Verhältnis zu John McCain war laut New York Times eher „schwierig“. Zwischendurch soll es zwischen den beiden einen regelrechten „Bürgerkrieg“ gegeben haben.

Sarah Palin dementierte die „Diva-Berichte“ und entschuldigte sich schon einmal vorauseilend bei John McCain: „Wenn ich John auch nur eine Stimme gekostet habe, dann tut mir das leid.“ Ein künftiger Partei-Star und Präsidentschafts-Kandidatin redet anders.

Tuesday, November 4, 2008

South Carolina für McCain

19:50 Uhr (1:50 Uhr MEZ): MSNBC berichtet John McCCain gewinnt South Carolina. Keine Überraschung. Der Bundesstaat wählt traditionell Republikaner. McCain baut damit seinen Vorsprung auf 16 zu drei Wahlmänner aus.

CNN bestätigt die MSNBC Zählung. Verwirrend: Nach der Auszählung von neun Prozent der Stimmen führt eigentlich Obama. Doch die Exit Polls ergeben eine anderes Bild. Am Ende wird McCain den Bundesstaat gewinnen.

Ohio, Ohio, Ohio

19:30 Uhr (1:30 Uhr MEZ): West Virginia und Ohio sind die nächsten Bundesstaaten, in denen die Wahl gelaufen ist.

Noch nie wurde ein Republikaner Präsident ohne einen Sieg in Ohio. Die letzten Umfragen sehen allerdings Obama in Front.

Und auch in West Virginia, bisher eine Festung für die Republikaner, könnte es knapp werden.
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