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Tuesday, November 4, 2008

Westküste wählt geschlossen für Obama

23:25 Uhr (5:25 Uhr MEZ). Kalifornien, Oregon und Washington stimmen geschlossen für Barack Obama. Auch Colorado wählt Obama, genauso wie jetzt fest steht Florida.

Nach einer langen Wahlnacht mit zunächst knappen Ergebnissen wird es letzendlich doch noch ein Erdrutschsieg für Barack Obama.

Aktueller Stand: 333 zu 155 Wahlmänner. 270 hätten Obama auch schon gereicht.

Kosmetik: Texas für McCain

21:55 Uhr (3:55 Uhr MEZ): Bush-Country bleibt ein Republikaner. McCain gewinnt Texas, den Heimatstaat des amtierenden Präsidenten George W. Bush. Mehr als Kosmetik ist es nicht. McCain wartet weiterhin auf eine Wende, auf eine Sensation.

Aktueller Stand: 200 zu 134 Wahlmänner für Obama

Siegesfeier und Kinderchor

20:30 Uhr (2:30 Uhr MEZ): In großen Teilen des Mittleren Westen und im Süden schließen die Wahllokale. Für Obama ist bis auf den Swing State Missouri und den sicheren Auto-Staat Michigan (McCain hat dort vorzeitig aufgegeben) nicht viel zu holen.

Texas, dort glaubt noch jeder Fünfte, der Christ Obama sei ein Moslem sowie Kansas, South Dakota, Mississippi werden republikanische Hochburgen bleiben. Das gilt auch für Oklahama, das gleich nach Schließung der Wahllokale McCain zugesprochen wird. Auch Georgia ist McCain Country.

Aktueller Stand: 102 zu 58 Wahlmänner.

Obama braucht diese Staaten nicht, um Präsident zu werden. Erst um 21:00 Uhr (3:00 MEZ) gilt es wieder für ihn. Colorado und New Mexico sind die Staaten, die er unbedingt gewinnen will.
In Chicago drängen sich mittlerweile bereits Zehntausende auf der Obama Party. Bei McCain im Hauptquartier in Phoenix übt dagegen ein Kinderchor. Auch ein Zeichen.

Wichtiger Sieg: Obama gewinnt Pennsylvania

20:10 Uhr (2:10 Uhr MEZ): Der erste große Sieg für Barack Obama und die erste schwere Niederlage für John McCain. Pennsylvania stimmt fur Obama.

McCain, der auf eine Überraschung gehofft und viel Zeit und noch mehr Geld in den Bundesstaat gesteckt hatte, verliert. Jetzt muss er einen anderen Staat von Obama stehlen.

Obama führt jetzt mit 102 zu 34 Wahlmänner.

Die Ostküste stimmt für Obama

20:00 Uhr (2:00 Uhr MEZ): CNN sagt voraus, dass Obama die Ostküstenstatten Connecticut, Massachusetts, Maine, New Hampshire, Maryland, Delaware, Washington D.C. und New Jersey gewinnt. Dazu kommt Obamas Heimatsstaat Illinois.

Ganz wichtig für Obama: Das hart umkämpfte New Hampshire, das McCain bei den Vorwahlen zum Comeback Kid gemacht hatte, wählt Obama und nicht wie McCain gehofft hatte, erneut den Republikaner.

Aktueller Zwischenstand: 77 zu 34 Electoral Votes. Obama übernimmt die Führung. Aber: McCain (gewinnt Tennessee und Alabama und Oklahoma) hat noch keinen Red State, einen Staat, der republikanisch wählt, verloren. Für ihn zumindest ein gutes Zeichen.

South Carolina für McCain

19:50 Uhr (1:50 Uhr MEZ): MSNBC berichtet John McCCain gewinnt South Carolina. Keine Überraschung. Der Bundesstaat wählt traditionell Republikaner. McCain baut damit seinen Vorsprung auf 16 zu drei Wahlmänner aus.

CNN bestätigt die MSNBC Zählung. Verwirrend: Nach der Auszählung von neun Prozent der Stimmen führt eigentlich Obama. Doch die Exit Polls ergeben eine anderes Bild. Am Ende wird McCain den Bundesstaat gewinnen.

Erste Ergebnisse

19:00 Uhr (1:00 Uhr MEZ): Erste Ergebnisse. Laut CNN gewinnt Barack Obama den Ostküstenstaat Vermont, John McCain Kentucky. Überraschungen sind das nicht.

John McCain hat mit acht Electoral Votes (Wahlmännern) die erste Führung des Abends übernommen. Obama hat durch Vermont nur drei gewonnen. Um Präsident zu werden, braucht einer der beiden Kandidaten mindestens 270 Wahlmänner.

Die Spannung steigt

18:00 Uhr (MEZ 24:00 Uhr): In Teilen von Indiana und Kentucky schließen die ersten Wahllokale.

Kentucky (8 Wahlmänner) ist traditionell eine Hochburg der Republikaner. Der Bundesstaat wählt aber einen Demokraten, wenn er aus dem Süden der USA stammt, wie zuletzt zwei Mal Bill Clinton (kommt aus Arkansas) 1992 und 1996. Die letzten Umfragen sehen allerdings McCain mit 60 zu 40 Prozent deutlich vorne.

Indiana (11 Wahlmänner) ist ebenfalls eine Hochburg der GOP. Zuletzt konnte Lyndon B. Johnson den Bundesstaat 1964 als Demokrat für sich gewinnen. Indiana könnte heute Abend aber kippen. Obama und McCain liegen gleich auf.

Gewinnt Obama Indiana könnte das ein Zeichen für einen Erdrutsch-Sieg für den Demokraten sein.

Monday, November 3, 2008

Wahl-Vorschau: Entscheidung um 20:00 Uhr?

Die Wahlnacht könnte zum Marathon werden oder zu einem Sprint. Kann der Demokrat Barack Obama seinen oft deutlichen Vorsprung in den wichtigen Swing-States halten, wissen die Amerikaner, weiß die Welt möglicherweise schon um 20:00 Uhr US-Ostküstenzeit, wer der neue Präsident der Vereinigten Staaten sein wird.

Zu diesem Zeitpunkt werden die Wahllokale in den wichtigen Bundesstaaten Indiana, Ohio, Florida, Virgina und Pennsylvania geschlossen sein (siehe Karte) und die ersten Hochrechnungen eingehen.

Die Schließung der Wahllokale nach Bundestaaten. An der Ostküste werden bereits kurz nach 20:00 Uhr fast alle Hochrechnungen laufen und der nächste Präsident der USA möglicherweise schon feststehen


Kann Obama diese Staaten für sich entscheiden, gibt es kein Halten mehr. Zu diesem Zeitpunkt - das wüsste auch John McCain wäre die Wahl gelaufen. Dann könnte wirklich nur noch ein Wunder die Kehrtwende bringen.

Aber es könnte auch ein langer Wahl-Marathon werden. Zum einen, wenn die Wahlbeteiligung so groß sein wird wie erwartet und sich lange Schlangen vor den Wahlurnen bilden sollten. Oder wenn John McCain, das Comeback-Kid, doch noch kurz vor Schluss einen Stimmungswandel schafft.

Gewinnt er Ohio, Florida und Missouri und kann Pennsylvania, wo er viel Zeit und Geld investiert hat, für sich drehen, kämpft der 73-Jährige Kopf-an-Kopf mit Obama um das White House. Wenn er allerdings weder Ohio, noch Florida gewinnen kann und auch Pennsylvania verliert, ist die Wahl gelaufen. Zu diesem Zeitpunkt nützen McCain auch Nevada, Colorado und New Mexico nichts mehr. Dann müsste Arnold Schwarzenegger ihm schon Kalifornien liefern. Und das ist bekanntermaßen für einen Republikaner und selbst für einen mit einem so berühmten Namen ein aussichtsloses Unterfangen.

Die Electoral Votes Karte nach den jüngsten Umfragen. Pollster-Experte David Paleologes, der die letzten Wahlen korrekt voraussagte, hat allerdings überraschend Colorado, wo Obama eigentlich deutlich vorne liegt, McCain gegeben. Auch New Mexico hält er trotz der klaren Führung des Demokraten noch für einen Battleground State

Tuesday, August 26, 2008

Umfrage: McCain vor Obama


Schock für Barack Obama und die Delegierten auf der Democratic Convention in Denver. In der jüngsten nationalen Umfrage von Gallup unter 2684 Befragten hat der Republikaner John McCain zum ersten Mal seit Juni diesen Jahres seinen Demokratischen Kontrahenten überholt. In der vergangenen Woche lagen die beiden noch gleichauf respektive Obama knapp in Führung. Dies hat sich nach der Ernennung von Joe Biden zum Kandidaten des Vize-Präsidenten geändert, ohne das die Meinungsforscher einen direkten Zusammenhang darin erkennen wollen. Biden gilt weiterhin als gute Wahl. Doch das jüngste Ergebnis von Gallup ist für die Obama-Anhänger niederschmetternd: 46 Prozent der Befragten wollen McCain als Präsidenten, nur 44 Prozent Obama. Hoffnung bieten allerdings die einzelnen Bundesstaaten, bei denen Obama zurzeit noch mehr "Electoral Votes" (270 sind nötig für den Wahlsieg) bekommt als McCain. Doch das Rennen ist auch hier mit 273 zu 265 denkbar knapp.
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