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Wednesday, March 18, 2009

Michelle Obama – der Comic

Lange hat es nicht gedauert. Keine 100 Tage im Amt wird First Lady Michelle Obama bereits zur Superwoman. Das Leben der 45-Jährigen - von der Southside in Chicago bis ins White House – soll jetzt in einem Comic (Foto) erzählt werden.

Der Verlag Bluewater setzt damit seine Serie „Female Force“ fort. Bisher ist in der Reihe Hillary Clinton und Sarah Palin erschienen. Beide Comic-Bios waren innerhalb einer Woche ausverkauft. „Michelle Obama wird ein noch größerer Hit werden“, ist sich Bluewater sicher.

Der 22-Seiten-Comic soll am 25. April auf den Markt kommen. Preis: 3,99 Dollar. Die Töchter von Michelle Obama, Malia und Sasha, kommen - mit Absicht - in dem Werk übrigens nicht vor.

Saturday, December 6, 2008

Sarah "Peinlich" Palin verschwendete 165.000 Dollar für drei Stylisten

Mehr als vier Wochen nach Ende des Wahlkampfes ist die Partei der Republikaner weiterhin dabei, alle Ausgaben ihrer Vize-Kandidatin Sarah Palin für Kleider und Stylisten zusammen zu suchen. Bisher war nur die Rede von etwa 150.000 Dollar, die sich die angeblich bescheidene und selbsternannte Hockey-Mom nach ihrer Nominierung Ende August für Kleider, Jacken, Blusen, Schuhe und anderes Outfit auf Parteikosten gegönnt hatte. Neueste Unterlagen ergeben, dass die Ex-Schönheits-Königin jedoch weit aus mehr Geld verschwendet hat als bisher angenommen.

Mehr als 165.000 (!) hat die Gouverneurin von Alaska in ihren neun Wochen Wahlkampf allein für drei Stylisten bezahlt. Eine Summe für die in Hollywood A-Schauspielerinnen wie Angelina Jolie für einen Film vorbereitet werden. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Top-Leute holen das Geld durch die Filmeinahmen wieder locker rein. Die Dollars für die Sarah Palin Stylisten sind verloren.

Neben dieser Summe soll die 44-Jaehrige auch über Kreditkarten ihrer Mitarbeiter in Nobelläden wie Saks Fifth Avenue oder Neiman Marcus eingekauft haben. Und weitere 23.000 Dollar, aufgeteilt in 70 Rechnungen, entdeckten die Republikaner jetzt bei ihrer Suche nach weiteren Ausgaben. Sarah „Peinlich“ Palin hatte auch diese Gelder in Klamotten aus Edel-Boutiquen angelegt. Ach ja: 151,71 Dollar Parteigelder hat sie im Spieleladen Toys R Us gelassen. Was genau das war und wer der Nutznießer dieses Geschenks war, ist noch offen. Bleibt die Frage: Brauchte Sarah Palin für ihren Wahlkampf Spielzeug?

Friday, November 21, 2008

Palin-Peinlich: Das Schlachter-Interview

Was hat sie sich nun wieder dabei gedacht. Sarah Palin, gescheiterte Vize-Kandidatin von John McCain, arbeitet weiterhin hart daran, sich zur Lachnummer der USA zu machen. Neueste Peinlichkeit: Zurück in Alaska hat sich die 44-Jährige in einem Schlachthaus für Truthähne (es ist ja kommende Woche in den USA Thanksgiving) von einem TV-Team Interview lassen.

So weit, so gut. Nur was macht eigentlich der verwirrt ausschauende Mann im Hintergrund? Richtig: Er geht seinem Job nach und köpft Truhthähne! Während des Interviews. Zitat von Palin-Peinlich, die zuvor noch in alter Gouverneurs-Tradition einen der Vögel "begnadigt" und ihn damit vor dem Kopf-ab-Tod bewahrt hatte: "Es ist so schön, die örtliche Wirtschaft zu unterstützen."

Das komplette Video (nichts für Kinder!) hier: http://www.youtube.com/watch?v=k8DTSPzU0RI&feature=related

Monday, November 17, 2008

Blah, Blah, Blah für sieben Millionen Dollar?

Will das wirklich jemand lesen. Die Memoiren von Sarah Palin.

Angeblich sieben Millionen Dollar haben Verlage der Gouverneurin von Alaska für ihre Erinnerungen angeboten. Und die 44-jährige ehemalige Vize-Kandidatin der Republikaner, Ex-Schönheits-Königin und Bürgermeistern von Wasilla in Alaska (damit ist eigentlich auch schon alles über sie gesagt) denkt tatsächlich ernsthaft darüber nach, ein Buch zu schreiben. Über sich, über ihr Leben? Wirklich? Muss das wirklich sein? Was hat uns Sarah Palin, die während des Wahlkampfes Interviews gemieden, wo es nur ging, jetzt noch zu sagen?

Aber vielleicht ist das Werk auch nur eine logische Folge wundersamer amerikanischer Verlagspolitik. Auch "Joe the Plumber", Wahlkampf-Clown für John McCain und angebliches Pseudonym eines "US-Normalbürgers" (hoffentlich nicht) hat ebenfalls einen Buchauftrag erhalten. Was uns der Klempner ohne Lizenz wohl zu berichten hat? Warum er eigentlich gar kein "Plumber" ist? Warum er seine Steuern nicht bezahlt hat?

Come on! Verschont uns mit dieser gequirlten Langeweile.

Bleibt die Frage: Was muss Präsident George W. Bush nur denken, der angeblich keinen Verlag für seine Memoiren findet.

Saturday, November 8, 2008

Zitat des Tages

"Idioten, Feiglinge und Angsthasen"
Sarah Palin, gescheiterte Vize-Präsidentschaftskandidatin von John McCain, wehrt sich gegen den politischen Lynchmord durch anonyme Parteikritiker. Teile der Republikaner hatten sie nach der verlorenen Wahl als "politischen Flop", "Diva", "Furie", "Shopaholic" (Palin hatte für mehr als 150.000 Dollar neue Kleider gekauft und sie aus der Parteikasse bezahlt) verspottet. Außerdem diffamierten hochrangige und öffentlich ungenannte Campaign-Manager von McCain die Gouverneurin von Alaska als "Politikerin ohne Basiswissen", die glaube "Afrika sei kein Kontinent, sondern ein Land und Südafrika ein Teil davon".

Thursday, November 6, 2008

Abrechnung mit Sarah Palin

Wer trägt die Schuld an der Wahlniederlage der Republikaner? Sarah Palin? Und: Ist sie wirklich die Zukunft der Republikaner, der Grand Old Party (GOP)?

„The American Point“ hat die Gouverneurin von Alaska schon einen Tag nach ihrer offiziellen Nominierung zur Vize-Kandidatin als „Fehlbesetzung“ bezeichnet. Und damals jubelte noch die konservative Basis der Ex-Schönheits-Königin wie einer Heilsbringerin zu.

An der Einschätzung dieses Blogs hat sich nichts geändert: „Sarah Palin bleibt eine politische Null- und mittlerweile auch Lachnummer. Die Republikaner werden sich hüten, sie als das künftige Gesicht der Partei und Präsidentschafts-Kandidatin der GOP aufzubauen.“

Indizien, dass der Stern von Sarah Palin endgültig verglüht, gibt es genügend. Viele Republikaner sagen mittlerweile selbst, dass sie politisch ein echter Flop gewesen sei. Die Vorwürfe hinter vorgehaltener Hand sind so schwer, dass man bereits von politischem Lynchmord sprechen kann. So wird die 44-Jährige als Politikerin „ohne Basiswissen“, als „fies“, „echte Diva“ und „eine Furie“ diffamiert.

Politischer Lynch-Mord der republikanischen Partei an Sarah Palin, Cartoon von Matt Bors

Von Anfang an, so wird aus der GOP lanciert, wurde Sarah Palin als „riskant“ eingestuft. Sie sei eine Kandidatin mit „fehlendem Basiswissen“ gewesen. So kannte Sarah Palin weder die NAFTA (Freihandelszone bestehend aus den USA, Mexiko und Kanada), noch wusste sie das Amerika Teil davon ist.

Der größte Klopper allerdings war, dass sie nicht wusste, dass „Afrika ein Kontinent ist und kein Land“. Südafrika bezeichnete sie deshalb als „Teil eines größeren Landes“.

Ihre mangelnden Kenntnisse hielt sie aber nicht davon ab, Vorbereitungen auf Interviews abzulehnen. Die Folge war das mittlerweile legendäre Katie Couric Interview auf CBS, als Sarah Palin mit Unwissen und Banalitäten glänzte. Die Schuld für ihr Versagen gab sie allerdings lautstark ihren Mitarbeitern.

Schockiert zeigte sich die Partei auch über die „Kaufwut“ ihrer Vize-Kandidatin. Sarah Palin, ein "Shopaholic", hatte sich für 150.000 Dollar neue Kleider gekauft. Und wie jetzt bekannt wurde, hat sie zusätzlich für 20.000 bis 30.000 Dollar "heimlich", über die Kreditkarten ihrer Mitarbeiter, weitere Sachen gekauft. Die Republikaner haben mittlerweile einen Anwalt nach Alaska geschickt, um die "Partei eigenen Kleider" wieder einzusammeln. Sie sollen gespendet werden.

Und auch das Verhältnis zu John McCain war laut New York Times eher „schwierig“. Zwischendurch soll es zwischen den beiden einen regelrechten „Bürgerkrieg“ gegeben haben.

Sarah Palin dementierte die „Diva-Berichte“ und entschuldigte sich schon einmal vorauseilend bei John McCain: „Wenn ich John auch nur eine Stimme gekostet habe, dann tut mir das leid.“ Ein künftiger Partei-Star und Präsidentschafts-Kandidatin redet anders.

Wednesday, November 5, 2008

Zu früh gefreut

Victory-Buttons: John McCain und Sarah Palin. Die Anstecknadeln für den Sieg. Sie wurden in Phoenix, Arizona, außerhalb des Hauptquartiers des Republikanern angeboten. Der Optimismus der Republikaner kennt offenbar keine Grenzen. Am Tag nach der Niederlage haben die Anstecker allerdings nur noch Sammlerwert.

Tuesday, November 4, 2008

Die Kandidaten-Wahl



Barack und Michelle Obama konnten es kaum erwarten. Schon kurz nach der Öffnung ihres Wahlokales um 8:00 morgens in Chicago gaben die beiden ihre Stimmen ab. Sie hatten sichtbar Spaß beim Ausfüllen des Wahlzettels.

Mit dabei waren auch die Töchter Malia (10) und Sasha (7) (Foto). Die beiden freuen sich bereits seit langem auf das Ende der Campaign ihres Vaters. Nicht weil sie unbedingt ins White House einziehen möchten (Malia fand es bei einem Besuch ziemlich langweilig dort). Obama hat ihnen versprochen, dass sie nach der Wahl einen Hund bekommen. Egal, ob er gewinnt oder verliert.

Obamas Vize-Kandidat Joe Biden gehörte ebenfalls zu den Früh-Wählern. Er gab mit Ehefrau Jill und seiner 91-jährigen Mutter, Jean Finnegan Biden, kurz nach Öffnung des Wahllokales um 9:00 Uhr in seinem Heimatort Wilmington, Delaware, seine Stimme ab. (Foto: Wahlzettel)

John McCain wählte zusammen mit seiner Frau Cindy McCain (Foto) am frühen Morgen in Arizona, in einer Kirche seines Heimatortes Phönix. "Go John, go. We love you" skandierten seine treuesten Fans. Der 72-Jährige kam mit hochgehobenen Daumen wieder aus der Wahlkabine und säufste: "Freunde, es war wirklich ein langer Weg bis zu diesem Tag."


Und Sarah Palin? Die Gouverneurin von Alaska flog den langen Weg wieder nach Hause, um in ihrem Heimatort Wasilla in Alaska ihre Stimme (Foto) abzugeben. John McCains Vize-Kandidatin wollte nicht verraten, für wen sie gestimmt habe. Sie berief sich - ernsthaft - auf ihr Recht des Wahlgeheimnisses. Erst nach Nachfragen gab die 44-jährige Ex-Schönheitskönin dann doch noch einen Hinweis: "Ich hoffe, ich bete und ich glaube, dass ich morgen als Vize-Präsidentin der USA aufwache."

Saturday, November 1, 2008

"Hellooooo, this is President Sarkozy"

Die beiden kanadischen Radio-Komödianten Marc-Antoine Audette (l.) und Sebastian Trudel

Peinlich, peinlicher, Sarah Palin. Amerika lacht sich schlapp über die Vize-Kandidatin von John McCain. Drei Tage vor den Wahlen hat sich die Möchte-Später-Selbst-Gerne-Präsidentin von zwei kanadischen Komödianten, Marc-Antoine Audette und Sebastian Trudel, mit einem Telefonanruf veräppeln lassen. Die beiden Radio-Spaßvögel, bekannt unter dem Namen "The Masked Avengers" (die maskierten Rächer) hatten sich als Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und "Frank l’ouvrier (Frank der Arbeiter) ausgegeben. Und Sarah Palin und dessen Assistentin fielen darauf rein.

Insgesamt sieben Minuten (!) plauderte die 44-jährige Gouverneurin von Alaska mit „Präsident Sarkozy“ ("es tut so gut, mit ihnen zu sprechen"). Hinweise auf einen Streich gab es während des Interviews genügend, doch Palin merkte lange nichts.

„Sie würden selbst eine gute Präsidentin abgeben“, umschwärmte „Sarkozy“ alias Audette seine Gesprächspartnerin. Und die antwortete hörbar geschmeichelt: „Vielleicht in acht Jahren.“

Auch der Witz von „Sarkozy“ über dessen engsten Amerika Berater, Johnny Hallyday, einem französischen Rock’n’roll Singer, ging an der Vize-Kandidatin (Foto-Montage: Sarah Palin und Nicolas Sarkozy bei ihrem "Telefonat") genauso unbemerkt vorüber wie „Sarkozys“ Geständnis ein leidenschaftlicher Jäger zu sein („Ich liebe es, Tiere zu töten, Leben weg zu nehmen, ist wirklich Spaß“)

Ermutigt von der Naivität von Palin und deren mithörender Assistentin Betsy (es ist nicht bekannt, ob Betsy ihren Job noch hat) legten die beiden Komödianten nach. „Sarkozy“ berichtete von dessen Ehefrau Carla Bruni und „wie geil sie im Bett“ sei und darüber, dass Bruni Palin ein Lied geschrieben habe mit dem Titel „Lippenstift auf Schweinen“.

Als Palin dann immer noch nichts merkte, zog Audette den ultimativen Hinweis aus der Tasche und lobte die „Dokumentation über Sarah Palin“. Er verwies dabei auf den Porno von Hustler Gründer Larry Flynt. Palins demütige Antwort - man will ja der Meinung von Frankreichs Präsident nicht widersprechen - zur Doku: „Ohh, gut, danke.

Um weiteren Schaden für die Vize-Kandidatin zu vermeiden, outeten sich Audette und Trudel, die vier Tage an einem Termin für das Interview gearbeitet hatten, nach dem Porno-Witz. „Sind wir auf einen Streich reingefallen“, fragte Palin daraufhin unschuldig. Dann übernahm Assistentin Betsy den Hörer. Und legte auf.

Das komplette und zum totlachen komische Radio-Interview hier: http://www.youtube.com/watch?v=1nGlFxpgaw4

Sarah Palin gewinnt Halloween-Contest

Halloween und Wahlkampf: Barack Obama und John McCain auf Kürbissen
Gruselnacht in Amerika - es ist Halloween und alles dreht sich um die Wahl am kommenden Dienstag. Eindeutiger Sieger im Wettbewerb um das beste politische Kostüm: Sarah Palin. Die Gouverneurin aus Alaska und Vize-Kandidatin von John McCain ist zumindest für Amerikas Comedy-Sendungen und für die Halloween-Fans sowie -Läden ein echter Glücksfall. Schon Mitte der Woche meldeten die Shops in New York den Ausverkauf von Masken, Perücken und andere Utensilien der einstigen Schönheits-Königin.
Beliebt waren natürlich auch die beiden Kontrahenten im Kampf um das Weiße Haus: Masken von Barack Obama und John McCain waren bei den Halloween-Fans ein Renner. Subjektiv gesehen, hatte aber wohl der 47-jährige Demokrat mehr Anhänger - vielleicht auch ein Zeichen für die Stimmung im Land. Joe Biden dagegen ging unter. Der Vize-Kandidat von Obama ist eher berühmt als ein Plappermaul und damit optisch schwer umzusetzen.

Barack Obama schien an Halloween allerdings zum ersten Mal wirklich genervt in seiner Rolle als öffentliche Person. Vielleicht ein kleiner Vorgeschmack auf das, was auf ihn zukommen wird, wenn er tatsächlich Präsident werden sollte. Privates wird dann künftig Volkseigentum sein, an dem jeder Bürger teilhaben darf und vor allem will.

Auch in der Halloween-Nacht ließen die US-Medien Obama nicht in Ruhe. Drei Stunden wollte er eine Auszeit vom Wahlkampf nehmen, um mit seinen Töchtern, Malia Ann (10) und Sasha, in seiner Nachbarschaft in Chicago "Trick or Treat" zu spielen. Nach wenigen Minuten war das beliebte Kinderspiel allerdings vorbei. Die siebenjährige Sasha flüchtete mit ihrem Papa (Foto) vor der Meute der Reporter nach Hause.

Thursday, October 30, 2008

Promis drohen USA zu verlassen, wenn. . .

Es ist schon fast Tradition: Kurz vor einer Präsidentschafts-Wahl in den USA drohen Promis das Land zu verlassen, falls nicht ihr und damit der "richtige" Kandidat ins White House einziehen sollte. Ernst hat es noch niemand genommen und eine extra Stimme eines Unentschlossenen für den Kandidaten, der das Dableiben der Berühmtheiten sichern würde, hat es wohl auch noch nie gegeben. Oder wird irgendjemand Obama oder McCain wählen, nur um einen Hollywood-Star im Land zu halten? Ich hoffe nicht?

Dennoch: Die Liste der Stars, die bei einem Wahlsieg des Republikaners John McCain mit Landesflucht drohen, wächst. Die jüngste Ankündigung kommt von Supermodel Heidi Klum und deren Mann Seal (Foto). „Wenn McCain gewählt wird und das Land weiter in den Abgrund schlittert, werden wir die USA verlassen“, erklärte Seal in einem Interview mit Vanity Fair. „Wir haben damit kein Problem.“ Wohin Seal mit Heidi gehen will, verriet der britische Soul-Singer nicht.

Neben dem Promi-Paar haben auch schon Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon angekündigt, im Falle eines McCain Sieges aus Amerika auszuwandern. Sarandon zieht es dann nach Kanada oder Italien. Auch Barbra Streisand plant der USA den Rücken zu kehren, genauso wie die Schauspiel-Stars Alec und William Baldwin. Die allerdings hatten das bereits bei einem Wahlsieg von George W. Bush angekündigt, zwei Mal um genau zu sein, im Jahr 2000 und 2004. Die Baldwin Brüder leben noch immer in ihren nicht gerade bescheidenen Anwesen auf Long Island.

Einer der Baldwins wird aber nach dem 4. November seine Koffer packen müssen. Denn Alecs und Willams jüngerer Bruder Stephen will gehen, wenn Obama gewinnt. Bei den letzten Umfragen, die einen klaren Sieg erwarten lassen, sollte der Schauspieler vielleicht schon mal vorsichtshalber ein Flugticket buchen.

Große Probleme bei der Umsetzung ihrer Drohung, bei einem Sieg von McCain/Palin aus den USA zu flüchten, dürfte Tina Fey (Foto) bekommen. Das gefeierte Comedy-Double von Vize-Kandidatin Sarah Palin brauchte im Ernstfall schon ein Raumschiff. Ihre Ankündigung: "Wenn Palin Vize wird, habe ich genug und werde die Erde verlassen.“

Tuesday, October 28, 2008

That's not funny

Halloween-Scherz? Kunst? Oder vielleicht einfach nur geschmacklos?

In West Hollywood hat ein Mann am Dachgiebel seines Hauses eine Puppe von Sarah Palin (Foto links) mit typischer Hochsteckfrisur, Brille, Pumps und Kawasaki-Brille an einem Strick „erhängt“. Und auf dem Dach selbst platzierte Witzbold Chad Michael Morrisette eine Nachbildung von John McCain wie er in der Hölle schmort (Fotoausschnitt rechts).

Der Bürgermeister der kleinen und als sehr liberalen geltenden Gemeinde, Jeffrey Pang, kann über den „Scherz“ nicht lachen. „Ich fordere den Hausbesitzer auf, die Puppe sofort zu entfernen.“ Jeder habe das Recht auf seine freie Meinung. Motive, die Gewalt verherrlichen, lehne er aber ab.“

Mister Morrisette verteidigte sein Werk als „Kunst“. Auf die Frage, warum er Sarah Palin für sein "Werk" augesucht hätte, antwortete der selbsternannte "Künstler": "Wenn ich Obama genommen hätte, hätten mir die Leute vermutlich die Scheiben eingeworfen."

Friday, October 24, 2008

Make-up für 22.800 Dollar – in zwei Wochen

Vize-Kandidatin Sarah Palin: Make-up im Wert eines Kleinwagens

Der Ausgaben-Wahn von Vize-Kandidatin Sarah Palin hat eine neue Dimension bekommen. Nachdem diese Woche Politico.com berichtete, dass die 44-jährige Ex-Schönheits-Königin für neue Klamotten seit Anfang September 150.000 Dollar aus der Kasse der Republikaner bekommen hat, taucht jetzt eine neue Rechnung in der Öffentlichkeit auf. Danach hat die Gouverneurin von Alaska in diesem Monat bisher 22.800 Dollar für ihre persönliche Make-up-Stilistin Amy Strozzi bezahlt.

Die Republikaner haben den Posten, der am 10. Oktober überwiesen wurde, übrigens dezent unter „Personal/Equipment abgebucht. Maskenbildnerin Strozzi, die durch die Reality-Show „So you think you can Dance“ bekannt wurde, ist damit in den ersten zwei Wochen im Oktober die mit Abstand bestbezahlte Mitarbeiterin aus dem Team Sarah Palin.

Was wohl der einfache US-Bürger auf der Straße, mit dem sich Sarah Palin verbunden fühlt, dazu sagen wird? Oder hat „Joe der Klempner“ seiner Ex-Frau jemals Make-up im Wert eines Autos spendiert? Wohl kaum.

Wednesday, October 22, 2008

Vize-Kandidatin Sarah Palin: 150.000 Dollar Spendengelder für ein neues Aussehen

Als sich John Edwards während der Vorwahlen 2007 für 400 Dollar die Haare schneiden ließ, wurde er dafür öffentlich fast rasiert. „Out of touch“ (abgehoben), spotteten die politischen Gegner. Ähnlich erging es auch John McCain als er stolz seine 520 Dollar teueren, schwarzen Ferragamo Lederschuhe zeigte. Und als Hillary Clinton für zwei Mal „schneiden, waschen, fönen und legen“ insgesamt 3000 Dollar zahlte, hatte auch die Senatorin aus New York ein Frisör-Problem.

Sarah Palin (Fotos) kann über diese Kleinigkeiten wohl nur lachen. Sie hat seit ihrer Nominierung Ende August mehr als 150.000 Dollar für ihr Aussehen aus dem Spendentopf der Republikaner ausgegeben. Darunter waren allein 4716,49 Dollar für den Frisör.

Die angesehene Internetzeitung Politico.com berichtet exklusiv und detailliert über das Ausgaben-Verhalten der Gouverneurin aus Alaska. Gesetze hat die 44-jährige, einstige Schönheits-Königin Palin dadurch allerdings nicht gebrochen. Das hätte sie nur, wenn sie die Spendengelder direkt aus der McCain Kampagne genommen hätte. Politisch instinktlos ist es dennoch. Selbst einige Republikaner nennen den Konsumrausch auf Kosten der Partei „Ekel erregend“.

In der Rubrik „Campaign Accessories“, unter denen die Republikaner eigentlich Telefonate, Wahlbriefe und Werbung verbuchen, findet sich auch der Fashion-Posten von Sarah Palin. Danach hat sich die Vize-Kandidatin Anfang September in dem Luxus-Kaufhaus Saks Fifth Avenue in St. Louis und New York für 49.425,74 neu eingekleidet.

Ebenfalls im September kaufte Sarah Palin dann noch für 75.062,63 Dollar bei Neiman Marcus, nicht unbedingt ein Billiganbieter, ein. Auch bei Bloomingdale’s und Barney’s in New York ließ sie sich für insgesamt 5892,43 Dollar Klamotten einpacken. Und bei Macy’s in Minneapolis shoppte sie nochmals für 9447,71 Dollar.

Ach ja, auch ihr Mann und ihr Baby kamen nicht zu kurz. Die Republikaner zahlten Sarah Palin auch die Rechnung für Männer-Mode von 4902,45 Dollar und einen neuen Kinderwagen für 295 Dollar. Wie gesagt, gegen Gesetze hat Sarah Palin nicht verstoßen. Politisch clever war es dennoch nicht.

Das merkte offenbar auch das Team von John McCain. Eiligst erklärte eine Sprecherin: „Wir werden die Sachen nach dem Wahlkampf natürlich für einen guten Zweck spenden."

Sunday, October 19, 2008

Ex-Außenminister Colin Powell für Obama

Der frühere US-Außenminister Colin Powell am Sonntag im Polit-Talk "Meet the Press"

Für John McCain ist es ein schwerer Schlag. Colin Powell, erster Außenminister der Bush-Regierung, Ex-General, Republikaner und langjähriger Freund von McCain, unterstützt Barack Obama, einen Demokraten! Viel schlimmer hätte es für den 72-Jährigen wohl kaum kommen können. Ein Experte in Sachen Außen- und Sicherheitspolitik unterstützt den Kandidaten mit der geringsten Erfahrung auf beiden Politfeldern. McCains Argument von der Unerfahrenheit – für den Rest des Wahlkampfes kann er das endgültig vergessen.

Das entscheidende Argument für die Entscheidung von Powell war allerdings nicht sein Spezialgebiet, sondern die Wirtschaftskrise und vor allem Sarah Palin. „Ich glaube nicht, dass sie (Sarah Palin) fähig ist, US-Präsidentin zu werden“, erklärte der 71-jährige frühere Vorsitzende des Generalstabs (Joint Chiefs of Staff) und sagte laut, was viele Republikaner schon seit längerem denken: Die Entscheidung McCain für Sarah Palin als sein Running Mate war eine unverantwortliche Fehlentscheidung.

(Dieser Blog hat das schon am 2. September unter der Überschrift: „Sarah Palin: McCains Fehlbesetzung", geschrieben. Das war vier Tage nach ihrer Nominierung und noch während des Parteitages der Republikaner, als die Gouverneurin von Alaska noch wie eine Erlöserin gefeiert wurde)

Es falle ihm nicht leicht, seinen Freund John McCain zu enttäuschen, erklärte Powell am Sonntag im Polit-Talk „Meet the Press“ seine Entscheidung. Aber Amerika brauche einen Präsidenten, der für einen „Generationswechsel“ stehe. Obama sei besser geeignet, die Wirtschaftsprobleme zu lösen. McCain zeige sich dagegen durch die Krise eher verunsichert. Der Ex-General äußerte sich in dem Interview auch besorgt über den Rechtsruck in seiner eigenen Partei.

Powell betonte ausdrücklich, das er sich nicht für Obama entschieden habe, weil sie beide „Afroamerikaner“ seien. Obama habe „alle in seine Kampagne eingeschlossen“. Lobend äußerte sich der frühere Außenminister (2001 bis 2005) auch über die Ausstrahlung des Kandidaten. Die Wahl von Obama würde nicht nur „unser Land begeistern, sondern die ganze Welt“.

Saturday, October 18, 2008

Arme, reiche Cindy McCain

Die Frau von Präsidentschafts-Kandidat John McCain hat im vergangenen Jahr insgesamt zwei Millionen Dollar weniger verdient, als noch im Jahr 2006. Das zeigt die Steuererklärung, die Cindy McCain (Foto) am Freitag veröffentlichen ließ.

Danach hat die 100 Millionen Dollar schwere Bier-Erbin 2007 insgesamt 4,2 Millionen Dollar eingenommen und dafür bei einem Steuersatz von 26 Prozent 1,1 Millionen Dollar an das Finanzamt abgegeben. Insgesamt 530.000 Dollar hatte die 54-jährige Cindy an Abschreibungen.

John McCain hatte laut seiner Steuererklärung 2007 insgesamt 405.409 Dollar an Einkommen. Seine Vize-Kandidatin Sarah Palin 127.869 Dollar.

Barack Obama und dessen Frau Michelle Obama verdienten 2007 mit 4,2 Millionen Dollar genauso gut wie Cindy McCain. Das Einkommen kam dabei vor allem von Honoraren von Obamas Büchern “Dreams of My Father” und “The Audacity of Hope."

Tuesday, October 7, 2008

Die Schlammschlacht kann beginnen

Es war nicht anders zu erwarten. Einen Monat vor den US-Präsidentschafts-Wahlen verschärfen die Republikaner den Ton. Eine Schlammschlacht mit Vorankündigung, auch wenn John McCain (Foto links) die neue Taktik freundlich mit „hinterfragen von Obamas Charakter, seiner persönlichen Geschichte und Führungsqualitäten“ umschreibt.

Tatsächlich heißt die Devise: Persönliche Angriffe auf den politischen Gegner oder „swiftboating“, wie es so schön neu-amerikanisch heißt. Gerüchte, Lügen, Halbwahrheiten – alles was dienlich ist, um Barack Obama zu schaden, ist erlaubt. Selbst das uralte Gerücht, dass Obama doch Moslem sei, wird – zwar nicht offiziell – wieder gestreut. Political Correctness war gestern, Attack ist heute.

Die Angriffe sollen dabei nur eins erreichen: Irgendetwas Schmutziges wird beim Wähler schon hängen bleiben.

Sarah Palin (Foto) hat sich bei der Diffamierungs-Kampagne selbstbewusst an die Spitze gestellt. Seit Tagen reist sie von Wahlveranstaltung zu Wahlveranstaltung und warnt vor der Gefahr des Demokraten: „Obama sehe Amerika als so mangelhaft an, dass er mit Terroristen Freundschaft schließe, die ihr eigenes Land angreifen würden“, erklärte sie mit todernster Miene.“

Der selbsternannte „Pitbull mit Lippenstift“ bezieht sich dabei auf eine Geschichte der New York Times, die am vergangenen Sonntag die Verbindung von Obama zu dem ehemaligen Terroristen Bill Ayers beleuchtete. Ayers hatte während des Vietnamkriegs mit seiner Gruppe „Weather Underground“ mehrere unblutige Bombenanschläge in den USA verübt. Obama war zum Zeitpunkt der Anschläge ein siebenjähriger Junge. Aber egal.

Angriffspunkt ist: Der heute 60-jährige ordentliche Professor Ayers arbeitete vor sechs Jahren für die gleiche Charity wie Obama in Chicago. Beide lebten im gleichen Viertel und engagierten sich für Arme. Dass die New York Times in ihrem Artikel darauf hinweist, dass es keine Beweise für eine enge politische Bindung zwischen Obama und Ayers gebe, ignoriert Sarah Palin. Auch die Tatsache, dass Obama sich immer wieder von den damaligen Zielen Ayers öffentlich distanziert hat, ist zweitrangig. Was hängen bleibt: Obama = Terrorist.

In die gleiche Kerbe schlägt auch New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani (Foto unten): Obama habe eine „sehr Ernst zunehmende links-radikale politische Erziehung“, diffamiert Giuliani Obama auf FoxNews. Obama hänge mit Ayers und seinem Pastor Wright zusammen. „Mit diesen Leuten umgibt er sich, von denen bekommt er Ratschläge, mit denen macht er Geschäfte.“ Dass das völliger Unsinn ist, interessiert nicht. Ayers und Obama haben sich seit Jahren weder gesehen, noch miteinander gesprochen. Und von Reverend Wright hat sich der 47-Jährige während der Vorwahlen öffentlich distanziert und sogar losgesagt. Doch auch das interessiert nicht. Was hängen bleibt: Obama = Terrorist.

Und damit die einfache Terroristen-Botschaft auch verbreitet wird, hat sich der konservative FoxNews TV-Sender bereits in Stellung gebracht. Wie durch Zufall lief dort am Sonntag eine Sondersendung mit dem Titel: „Obama und seine Freunde: Die Geschichte des Radikalismus.“ Darin durften Experten zu Wort kommen, die Obama als Moslem diffamierten („sein Mittelname ist doch Hussein, oder?“) und erklärten: Obama gehörte in Chicago einer Gruppe an, die „ausgebildet wurde, um die Regierung in Washington zu stürzen“.

Bisher will die Schlammschlacht jedoch noch nicht so richtig zünden. Im Gegenteil. Da die Amerikaner von den Kandidaten wissen wollen, wie sie als Präsident die Finanz- und Wirtschaftskrise bewältigen wollen, ist die Schmutzkampagne eher kontraproduktiv. Bisher zumindest, aber es ist ja noch fast ein Monat Zeit.

Monday, October 6, 2008

Zitat des Tages

„Unser Nachbarland Afghanistan“


(Sarah Palin auf einer Wahlveranstaltung in San Francisco. Die Vize-Präsidentschafts-Kandidatin sprach über den Kampf der US-Soldaten gegen die Taliban und Osama bin Ladens Al-Kaida in Afghanistan und erklärte: Die Soldaten bauen dort auch Schulen für die Kinder und geben damit „unserem Nachbarland Afghanistan“ Hoffnung und bessere Zukunftsaussichten.)

Sarah Palin hat beim Begriff Nachbarland – sagen wir mal freundlich - eine sehr eigene Begriffsdefinition. Allgemein gängig ist eher diese Erklärung:

"Als Nachbarländer oder Nachbarstaaten bezeichnet man Staaten, die eine gemeinsame Staatsgrenze besitzen“.

Das "Nachbarland Afghanistan" hat beim Blick auf die Weltkugel definitiv keine gemeinsame Grenze mit den USA. Dabei ist es egal von welcher Küste man es auch betrachten mag. Von New York aus gesehen, also von der US-Ostküste, ist das "Nachbarland Afghanistan" etwa 10.852 Kilometer entfernt. Und rechnet man entlang des 40. Breitengrades gibt es nach dem nicht unbedingt kleinen Atlantischen Ozean mindestens sieben Staaten, die zwischen den USA und seinem "Nachbarland Afghanistan" liegen.

Und selbst von Sarah Palins Heimatstaat Alaska kann man vielleicht das Nachbarland Russland sehen aber definitiv nicht das "US-Nachbarland Afghanistan". Mindestens drei Staaten liegen noch zwischen Alaska und Afghanistan, nämlich so lächerlich kleine wie Russland, China und Pakistan. Und wer von Anchorage nach Kabul reist, muss immerhin 8809 Kilometer überwinden. Nicht unbedingt ein kurzer Tagestrip, um den Nachbarn zu besuchen.

Sunday, October 5, 2008

Nackt in der Kneipe: Der Sarah Palin Akt

Der 68-jährige Künstler Bruce Elliott aus Chicago vor seinem Sarah Palin Akt-Bild
Das Old Town Ale House in Chicago kann sich zurzeit über einen ungewöhnlich guten Umsatz freuen. Die Leute kommen dabei nicht wegen eines besonders günstigen Trink- und Essenangebots. Schuld am regen Publikums-Verkehr ist Sarah Palin. Die Vize-Präsidentschafts-Kandidatin der Republikaner hängt seit ein paar Tagen sehr prominent und vor allem splitternackt über der Theke.

Der Künstler Bruce Elliott, Mann von Kneipenbesitzerin Tobin Mitchen, hat die frühere Schönheits-Königin in einem Nacktbild verewigt. Die Gouverneurin von Alaska gehört zu einer Sammlung von insgesamt 300 Portraits bekannter Gesichtern aus Chicago und dem Showgeschäft, die der 68-jährige Elliott mehr oder weniger bekleidet gemalt und in der Kneipe seiner Frau ausgestellt hat.

Der Akt zeigt Palin in hochhackigen roten Pumps aufrecht stehend auf einem Eisbärenfell. Sie hält ein Maschinengewehr in der Hand. Im Hintergrund ist eine Silhouette Alaskas und ein sichtbar ängstlicher Elch zu sehen. (Foto: Die Elefanten, Partei-Symbol der Republikaner, wurde nachträglich eingefügt)

„Ich beobachte sie seit ihrer Nominierung sehr intensiv“, sagt Elliott über die Gründe seines Portraits. „Ich hatte von ihr wie viele andere auch, zuvor noch nie von ihr gehört. Sie fasziniert mich, auch wenn sie vermutlich politisch genau das Gegenteil von mir ist.“
Als Modell stand übrigens nicht ein Bild von Sarah Palin, sondern Elliotts Tochter dem Künstler zur Verfügung. Sie habe eine große Ähnlichkeit mit ihr, sagt er stolz.

Friday, October 3, 2008

Sarah Palin kann Joe Biden widerstehen

Joe Biden und Sarah Palin während der Debatte in St. Louis, Missouri

Wer glaubte, Sarah Palin würde sich als ein kleines dummes Alaska Mädchen entlarven, das von Wirtschaft, Außen- und Sicherheitspolitik nichts verstehe, wurde bei der Debatte der Vize-Präsidentschafts-Kandidaten enttäuscht. Im Gegenteil: Die 44-jährige ehemalige Schönheits-Königin konnte ihrem Kontrahenten Joe Biden Paroli bieten. Sarah Palin schien sehr gut vorbereitet, hatte ihre Antworten einstudiert, auch wenn sie nicht auf alle Fragen wirklich antwortete und konnte durch ihr Dauer-Lächeln Sympathien gewinnen. Joe Biden wirkte dagegen eher verkrampft, nervös und übercoached. Der 65-Jährige hatte soviel Angst davor, Sarah Palin bloßzustellen, dass er sich nicht traute, seine eigenen Stärken auszuspielen.

Gewinner? In einer ersten Blitzumfrage von CNN unter Fernseh-Zuschauern konnte Biden mit 51 zu 36 Prozent das erste und einzige TV-Duell zwischen den beiden deutlich für sich entscheiden. Tenor unter den Befragten: Palin war besser als erwartet, doch Biden hat gewonnen. Allerdings: Bei der Frage der Beliebtheit der beiden konnte Sarah Palin Biden mit 54 zu 36 Prozent deutlich schlagen.

Insgesamt 69,9 Millionen Zuschauer (ein historischer Rekord für das TV-Duell der Running Mates und 33 Prozent mehr als bei der ersten Debatte zwischen Barack Obama und John McCain) verfolgten das Duell in St. Louis, Missouri, und trauten ihren Augen nicht. Sarah Palin, die sich wenige Tage zuvor beim CBS Interview mit Katie Couric noch zum politischen Clown gemacht hatte, zeigte sich selbstbewusst und überlegen. Das ging soweit, dass sie sogar ihren Boss, Präsidentschafts-Kandidat John McCain, davon überzeugen wollte, im Artic National Wildlife Refugee ANWR in Alaska nach Öl bohren zu lassen.

Pressestimmen:

„Sarah Palin hielt dagegen“, kommentierte das Wall Street Journal. „Eine selbstbewusste, volksnahe Sarah Palin attackierte ihren demokratischen Rivalen auf allen Ebenen.“

„Das wird das Bluten erst einmal stoppen“, erklärte der republikanische Wahl-Stratege, Todd Harris, in Anspielung auf die Demontage von Sarah Palin in den vergangenen Tagen.

„Der Pitbull zeigt sich knallhart gegenüber Joe Biden““, bilanzierte die New York Post. „Palin gewinnt mit einem Flair von Ronald Regan.“

“Eine Debatte wird die Zweifel an ihr nicht auslöschen”, versuchte sich die Washington Post in Schadensbegrenzung für Joe Biden. „Die Debatte hat gezeigt wie wichtig die nächsten beiden Duelle zwischen Obama und McCain sein werden.“

„Sarah Palin kann wirklich debattieren“, lobte das liberale Politico.com. „Wer immer hoffte, dass sie sich als dumpfer Bunny outen würde, wurde enttäuscht.“
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