In seinen letzten Tage als Vize-Präsident scheint Dick Cheney noch einmal auf einen Werbefeldzug für die gescheiterte Bush-Regierung zu gehen. Der 67-Jährige (Spitznahme: Darth Vader aus der Kultserie Star Wars, Foto) kann nicht erkennen, dass Waterboarding und andere Folter von Gefangenen gesetzeswidrig sein sollte. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP erklärte Cheney: "Ich habe keinen Grund zu glauben, dass irgend jemand bei den Geheimdiensten etwas Illegales getan haben könnte."Saturday, January 10, 2009
Dick Cheney: Ein hoffnungsloser Fall
In seinen letzten Tage als Vize-Präsident scheint Dick Cheney noch einmal auf einen Werbefeldzug für die gescheiterte Bush-Regierung zu gehen. Der 67-Jährige (Spitznahme: Darth Vader aus der Kultserie Star Wars, Foto) kann nicht erkennen, dass Waterboarding und andere Folter von Gefangenen gesetzeswidrig sein sollte. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP erklärte Cheney: "Ich habe keinen Grund zu glauben, dass irgend jemand bei den Geheimdiensten etwas Illegales getan haben könnte."Monday, December 29, 2008
Das Zitat des Tages
Friday, December 26, 2008
CNN-Umfrage: Dick Cheney ist einer der schlechtesten Vize-Präsidenten aller Zeiten
Die scheidende US-Regierung scheint den Doppelten-Negativ-Rekord zu gewinnen. Schlechtester Präsident der vergangenen 50 Jahren, so lautet das Urteil unter vielen US-Kommentatoren und Umfragen über George W. Bush. Und jetzt hat auch dessen Vize, Dick Cheney, einen "deutlichen Sieg" errungen. In einer CNN-Opinion Research Poll haben 64 Prozent der Befragten ein negatives Bild von dem 67-Jährigen, fast jeder vierte bezeichnet Cheney gar als den schlechtesten Vize-Präsidenten in der Geschichte der USA.Nach der CNN-Umfrage sagen 23 Prozent der Befragten, Cheney sei der "schlechteste Vize aller Zeiten", 41 Prozent sind der Meinung, er war "ein schlechter zweiter Mann". Dagegen meinen nur 34 Prozent, dass Cheney ein "guter Vize-Chef" gewesen sei. Ein Prozent der Befragten nennen ihn "den Besten von allen" (???).
Besonders negativ sind die Meinungen über Cheney bei den Demokraten, wo 80 Prozent sagen, er sei ein "schlechter" oder gar "der Schlechteste" Vize gewesen. Unter den Unabhängigen sind es 60 Prozent, die eine negative Meinung von ihm haben. Nur unter den Republikanern ist Cheney noch bei der Mehrheit seiner Parteikollegen beliebt.
Trotz aller negativen Meinungen, bei eins sind sich die Experten einig: Dick Cheney war einer der mächtigsten Vize-Präsidenten aller Zeiten.
CNN hatte 1013 Erwachsene gefragt. Die Fehlerquote liegt bei drei Prozent.
Saturday, December 6, 2008
Sarah "Peinlich" Palin verschwendete 165.000 Dollar für drei Stylisten

Mehr als 165.000 (!) hat die Gouverneurin von Alaska in ihren neun Wochen Wahlkampf allein für drei Stylisten bezahlt. Eine Summe für die in Hollywood A-Schauspielerinnen wie Angelina Jolie für einen Film vorbereitet werden. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Top-Leute holen das Geld durch die Filmeinahmen wieder locker rein. Die Dollars für die Sarah Palin Stylisten sind verloren.
Neben dieser Summe soll die 44-Jaehrige auch über Kreditkarten ihrer Mitarbeiter in Nobelläden wie Saks Fifth Avenue oder Neiman Marcus eingekauft haben. Und weitere 23.000 Dollar, aufgeteilt in 70 Rechnungen, entdeckten die Republikaner jetzt bei ihrer Suche nach weiteren Ausgaben. Sarah „Peinlich“ Palin hatte auch diese Gelder in Klamotten aus Edel-Boutiquen angelegt. Ach ja: 151,71 Dollar Parteigelder hat sie im Spieleladen Toys R Us gelassen. Was genau das war und wer der Nutznießer dieses Geschenks war, ist noch offen. Bleibt die Frage: Brauchte Sarah Palin für ihren Wahlkampf Spielzeug?
Monday, November 17, 2008
Blah, Blah, Blah für sieben Millionen Dollar?
Angeblich sieben Millionen Dollar haben Verlage der Gouverneurin von Alaska für ihre Erinnerungen angeboten. Und die 44-jährige ehemalige Vize-Kandidatin der Republikaner, Ex-Schönheits-Königin und Bürgermeistern von Wasilla in Alaska (damit ist eigentlich auch schon alles über sie gesagt) denkt tatsächlich ernsthaft darüber nach, ein Buch zu schreiben. Über sich, über ihr Leben? Wirklich? Muss das wirklich sein? Was hat uns Sarah Palin, die während des Wahlkampfes Interviews gemieden, wo es nur ging, jetzt noch zu sagen?
Aber vielleicht ist das Werk auch nur eine logische Folge wundersamer amerikanischer Verlagspolitik. Auch "Joe the Plumber", Wahlkampf-Clown für John McCain und angebliches Pseudonym eines "US-Normalbürgers" (hoffentlich nicht) hat ebenfalls einen Buchauftrag erhalten. Was uns der Klempner ohne Lizenz wohl zu berichten hat? Warum er eigentlich gar kein "Plumber" ist? Warum er seine Steuern nicht bezahlt hat?
Come on! Verschont uns mit dieser gequirlten Langeweile.
Bleibt die Frage: Was muss Präsident George W. Bush nur denken, der angeblich keinen Verlag für seine Memoiren findet.
Thursday, November 6, 2008
Abrechnung mit Sarah Palin
„The American Point“ hat die Gouverneurin von Alaska schon einen Tag nach ihrer offiziellen Nominierung zur Vize-Kandidatin als „Fehlbesetzung“ bezeichnet. Und damals jubelte noch die konservative Basis der Ex-Schönheits-Königin wie einer Heilsbringerin zu.
An der Einschätzung dieses Blogs hat sich nichts geändert: „Sarah Palin bleibt eine politische Null- und mittlerweile auch Lachnummer. Die Republikaner werden sich hüten, sie als das künftige Gesicht der Partei und Präsidentschafts-Kandidatin der GOP aufzubauen.“
Indizien, dass der Stern von Sarah Palin endgültig verglüht, gibt es genügend. Viele Republikaner sagen mittlerweile selbst, dass sie politisch ein echter Flop gewesen sei. Die Vorwürfe hinter vorgehaltener Hand sind so schwer, dass man bereits von politischem Lynchmord sprechen kann. So wird die 44-Jährige als Politikerin „ohne Basiswissen“, als „fies“, „echte Diva“ und „eine Furie“ diffamiert.
Politischer Lynch-Mord der republikanischen Partei an Sarah Palin, Cartoon von Matt Bors
Von Anfang an, so wird aus der GOP lanciert, wurde Sarah Palin als „riskant“ eingestuft. Sie sei eine Kandidatin mit „fehlendem Basiswissen“ gewesen. So kannte Sarah Palin weder die NAFTA (Freihandelszone bestehend aus den USA, Mexiko und Kanada), noch wusste sie das Amerika Teil davon ist.
Der größte Klopper allerdings war, dass sie nicht wusste, dass „Afrika ein Kontinent ist und kein Land“. Südafrika bezeichnete sie deshalb als „Teil eines größeren Landes“.
Ihre mangelnden Kenntnisse hielt sie aber nicht davon ab, Vorbereitungen auf Interviews abzulehnen. Die Folge war das mittlerweile legendäre Katie Couric Interview auf CBS, als Sarah Palin mit Unwissen und Banalitäten glänzte. Die Schuld für ihr Versagen gab sie allerdings lautstark ihren Mitarbeitern.
Schockiert zeigte sich die Partei auch über die „Kaufwut“ ihrer Vize-Kandidatin. Sarah Palin, ein "Shopaholic", hatte sich für 150.000 Dollar neue Kleider gekauft. Und wie jetzt bekannt wurde, hat sie zusätzlich für 20.000 bis 30.000 Dollar "heimlich", über die Kreditkarten ihrer Mitarbeiter, weitere Sachen gekauft. Die Republikaner haben mittlerweile einen Anwalt nach Alaska geschickt, um die "Partei eigenen Kleider" wieder einzusammeln. Sie sollen gespendet werden.
Und auch das Verhältnis zu John McCain war laut New York Times eher „schwierig“. Zwischendurch soll es zwischen den beiden einen regelrechten „Bürgerkrieg“ gegeben haben.
Sarah Palin dementierte die „Diva-Berichte“ und entschuldigte sich schon einmal vorauseilend bei John McCain: „Wenn ich John auch nur eine Stimme gekostet habe, dann tut mir das leid.“ Ein künftiger Partei-Star und Präsidentschafts-Kandidatin redet anders.
Saturday, November 1, 2008
"Hellooooo, this is President Sarkozy"
Die beiden kanadischen Radio-Komödianten Marc-Antoine Audette (l.) und Sebastian TrudelInsgesamt sieben Minuten (!) plauderte die 44-jährige Gouverneurin von Alaska mit „Präsident Sarkozy“ ("es tut so gut, mit ihnen zu sprechen"). Hinweise auf einen Streich gab es während des Interviews genügend, doch Palin merkte lange nichts.
„Sie würden selbst eine gute Präsidentin abgeben“, umschwärmte „Sarkozy“ alias Audette seine Gesprächspartnerin. Und die antwortete hörbar geschmeichelt: „Vielleicht in acht Jahren.“ 
Auch der Witz von „Sarkozy“ über dessen engsten Amerika Berater, Johnny Hallyday, einem französischen Rock’n’roll Singer, ging an der Vize-Kandidatin (Foto-Montage: Sarah Palin und Nicolas Sarkozy bei ihrem "Telefonat") genauso unbemerkt vorüber wie „Sarkozys“ Geständnis ein leidenschaftlicher Jäger zu sein („Ich liebe es, Tiere zu töten, Leben weg zu nehmen, ist wirklich Spaß“)
Ermutigt von der Naivität von Palin und deren mithörender Assistentin Betsy (es ist nicht bekannt, ob Betsy ihren Job noch hat) legten die beiden Komödianten nach. „Sarkozy“ berichtete von dessen Ehefrau Carla Bruni und „wie geil sie im Bett“ sei und darüber, dass Bruni Palin ein Lied geschrieben habe mit dem Titel „Lippenstift auf Schweinen“.
Als Palin dann immer noch nichts merkte, zog Audette den ultimativen Hinweis aus der Tasche und lobte die „Dokumentation über Sarah Palin“. Er verwies dabei auf den Porno von Hustler Gründer Larry Flynt. Palins demütige Antwort - man will ja der Meinung von Frankreichs Präsident nicht widersprechen - zur Doku: „Ohh, gut, danke.
Um weiteren Schaden für die Vize-Kandidatin zu vermeiden, outeten sich Audette und Trudel, die vier Tage an einem Termin für das Interview gearbeitet hatten, nach dem Porno-Witz. „Sind wir auf einen Streich reingefallen“, fragte Palin daraufhin unschuldig. Dann übernahm Assistentin Betsy den Hörer. Und legte auf.
Das komplette und zum totlachen komische Radio-Interview hier: http://www.youtube.com/watch?v=1nGlFxpgaw4
Friday, October 24, 2008
Make-up für 22.800 Dollar – in zwei Wochen
Vize-Kandidatin Sarah Palin: Make-up im Wert eines KleinwagensDer Ausgaben-Wahn von Vize-Kandidatin Sarah Palin hat eine neue Dimension bekommen. Nachdem diese Woche Politico.com berichtete, dass die 44-jährige Ex-Schönheits-Königin für neue Klamotten seit Anfang September 150.000 Dollar aus der Kasse der Republikaner bekommen hat, taucht jetzt eine neue Rechnung in der Öffentlichkeit auf. Danach hat die Gouverneurin von Alaska in diesem Monat bisher 22.800 Dollar für ihre persönliche Make-up-Stilistin Amy Strozzi bezahlt.
Die Republikaner haben den Posten, der am 10. Oktober überwiesen wurde, übrigens dezent unter „Personal/Equipment abgebucht. Maskenbildnerin Strozzi, die durch die Reality-Show „So you think you can Dance“ bekannt wurde, ist damit in den ersten zwei Wochen im Oktober die mit Abstand bestbezahlte Mitarbeiterin aus dem Team Sarah Palin.
Was wohl der einfache US-Bürger auf der Straße, mit dem sich Sarah Palin verbunden fühlt, dazu sagen wird? Oder hat „Joe der Klempner“ seiner Ex-Frau jemals Make-up im Wert eines Autos spendiert? Wohl kaum.
Friday, October 3, 2008
Sarah Palin kann Joe Biden widerstehen
Insgesamt 69,9 Millionen Zuschauer (ein historischer Rekord für das TV-Duell der Running Mates und 33 Prozent mehr als bei der ersten Debatte zwischen Barack Obama und John McCain) verfolgten das Duell in St. Louis, Missouri, und trauten ihren Augen nicht. Sarah Palin, die sich wenige Tage zuvor beim CBS Interview mit Katie Couric noch zum politischen Clown gemacht hatte, zeigte sich selbstbewusst und überlegen. Das ging soweit, dass sie sogar ihren Boss, Präsidentschafts-Kandidat John McCain, davon überzeugen wollte, im Artic National Wildlife Refugee ANWR in Alaska nach Öl bohren zu lassen.
Pressestimmen:
„Sarah Palin hielt dagegen“, kommentierte das Wall Street Journal. „Eine selbstbewusste, volksnahe Sarah Palin attackierte ihren demokratischen Rivalen auf allen Ebenen.“
„Das wird das Bluten erst einmal stoppen“, erklärte der republikanische Wahl-Stratege, Todd Harris, in Anspielung auf die Demontage von Sarah Palin in den vergangenen Tagen.
„Der Pitbull zeigt sich knallhart gegenüber Joe Biden““, bilanzierte die New York Post. „Palin gewinnt mit einem Flair von Ronald Regan.“
“Eine Debatte wird die Zweifel an ihr nicht auslöschen”, versuchte sich die Washington Post in Schadensbegrenzung für Joe Biden. „Die Debatte hat gezeigt wie wichtig die nächsten beiden Duelle zwischen Obama und McCain sein werden.“
„Sarah Palin kann wirklich debattieren“, lobte das liberale Politico.com. „Wer immer hoffte, dass sie sich als dumpfer Bunny outen würde, wurde enttäuscht.“
Sunday, September 28, 2008
Sarah Palin: "Dinosaurier und Menschen lebten zur gleichen Zeit auf der Welt"
Nach einem Bericht der Los Angeles Times glaubt die 44-jährige Sarah Palin tatsächlich, dass Dinosaurier, zwar nicht vor 4000, sondern vor 6000 Jahren auf der Erde gelebt haben. Und zwar zur gleichen Zeit wie der Mensch!!
Im Juni 1997 erklärte Sarah Palin, damals Bürgermeisterin von Wasilla in Alaska, einer Gruppe von Schülern: “Dinosaurier und der Mensch haben die Erde zur gleichen Zeit bevölkert.” Und auf die Nachfrage, dass aber Fossilien und Spuren von Dinosaurier gefunden wurden, die Millionen Jahre zurückliegen, antwortete Sarah Palin voller Überzeugung: “Ich habe Fußspuren von Dinosaurier gesehen, in denen auch Menschenspuren waren.” Nach der wissenschaftlich belegten Evolutionstheorie sind Dinosaurier vor 65 Millionen ausgestorben. Die Menschheitsgeschichte beginnt dagegen etwa vor 2,5 Millionen Jahren.
Zum Hintergrund: Sarah Palin ist Anhängerin der Theorie einer “jungen Welt” oder des Kreationismus. Danach hat Gott die Erde vor 6000 Jahren erschaffen. Die Kreationisten lehnen die Evolutionstheorie von Charles Darwin ab und glauben daran, dass am Anfang der Erdgeschichte Menschen und Dinosaurier gemeinsam auf der Welt gelebt haben. Die mögliche Vize-Präsidentin der USA glaubt das offenbar auch.
Saturday, September 27, 2008
Peinliche Sarah Palin: Ihr Stern verblasst
Tuesday, September 23, 2008
Sarah Palin: Crash-Kurs in Außenpolitik
Doch das soll sich jetzt ändern. Während der Sitzung der Vereinten Nationen in dieser Woche in New York wird die 44-jährige Palin einem Crash-Kurs in Außenpolitik unterzogen. Oder besser: Sie soll Hände schütteln und in Kameras lächeln. Interviews oder gar Pressekonferenzen gibt Palin nicht. Dafür reicht es dann doch nicht. CNN hat aus Protest gegen diese Form der Hofberichterstattung vorübergehend ihre Kameras abgezogen.
Den Anfang machte am Dienstag die Außenpolitik-Legende Henry Kissinger,
selbst Republikaner und für eine helfende Optik immer zu haben. Es folgten Afghanistans Präsident Hamid Karzai (der muss, weil er die USA braucht), der laut CNN mit Palin über seinen Sohn Mirwais und die Bedeutung seines Namens gesprochen haben soll. Palin dürfte damit also das Wesentliche über das von der Taliban erschütterte Land am Hindukusch wissen.
Und damit Palin gleich den ganzen Schnellkurs in Sachen Krieg gegen den Terror bekommt, trifft sie auch noch Iraks Präsidenten Talabani und Pakistans neuen Machthaber, Präsident Zardari (beide müssen, weil sie die USA brauchen). Mit ins Bild passt ein Händeschütteln mit Georgiens Präsident Saakaschwili (braucht die USA gegen den Feind Putin), für den Palin einen Krieg gegen Russland anzetteln würde. Kolumbien Präsident Uribe (Foto l.) dagegen steht im Kampf gegen Drogen und Bono - er ist halt ein Gutmensch - für die Rettung der Welt.
Sarah Palin dürfte ihre Erfahrung in Sachen Außenpolitik vermutlich um ein Vielfaches erweitert haben. Bleibt nur zu hoffen, dass sie hinterher mehr weiß als nur die Bedeutung des afghanischen Namens Mirwais (Licht des Hauses). Immerhin sitzt die Gouverneurin aus Alaskas nicht weit von den berühmten roten Knöpfen entfernt, die Außenpolitik für eine lange Zukunft zu Nichte machen könnten.Die Wahrheiten des Bill Clinton
Hillary Clinton wollte nie Vize-Präsidentin unter Barack Obama werden. Sie hätte den Posten allerdings, wenn er ihr angeboten worden wäre, aber angenommen. Das zumindest hat ihr Mann, Bill Clinton, in der TV-Damen-Talkrunde „The View“ erklärt.
„Nein, nicht wirklich“, antwortete der 42. Präsident der USA auf die Frage, ob Hillary Vize-Kandidatin werden wollte. „Wenn Obama sie allerdings gefragt hätte“, so Clinton, „hätte sie auch angenommen. Es wäre ihre Pflicht gewesen.“
Bleibt die Frage, ob das alles so stimmt. Nach allen bisherigen Berichten soll Obama nicht ernsthaft über einen Vize Hillary Clinton nachgedacht haben.
Und einmal die Gegenfrage gestellt: Was wäre eigentlich, wenn Bill Clinton sechs Wochen vor der Wahl die Entscheidung von Obama als falsch kritisiert hätte? Vielleicht sollte man den Ex-Präsidenten noch einmal nach dem 4. November fragen.
Monday, September 22, 2008
Joe Biden: Und wieder daneben
Nein, Joe Biden (Foto) will die Wahlen nicht gewinnen. Nein, er will nicht Vize-Präsident werden. Nein, nein, auf keinem Fall. Das ist die einzige Erklärung für die wiederholten Ausfälle von Barack Obamas Running Mate. Alles andere macht einfach keinen Sinn.Erst erklärte der 66-jährige Biden ernsthaft, das Hillary Clinton eine ausgezeichnete Vize-Präsidentin gewesen wäre. Und untermauert das noch mit dem Satz: „Ganz im Ernst, sie wäre vermutlich sogar eine bessere Wahl gewesen als ich selbst.“ Und jetzt das.
In einem CBS Interview kritisierte Biden Barack Obama für einen Wahlkampf-Spot, der John McCain als Technik-Deppen darstellt, der noch nicht einmal einen Computer bedienen kann. „Ein wirklich schlimmer Spot“, schimpfte Biden zur besten Sendezeit. Und ergänzte: „Ich haben von diesem Spot nichts gewusst. Und wenn ich davon gewusst hätte, wäre ich dagegen gewesen.“ Es hat nur Minuten gedauert bis das Team von John McCain diesen Biden-Patzer per Email an Hundertausende Adressaten verschickt hatte.
Ganz klar – Joe Biden will nicht Vize-Präsident werden. Aber warum hat er das nicht früher gesagt.
Sunday, September 14, 2008
Der Mythos bröckelt
Insbesondere bei ihrer Erfahrung in der Außenpolitik (Palin: „Von Alaska aus kann man Russland sehen.“) wird es jetzt richtig dünn.
Das McCain/Palin Team hatte immer wieder erklärt, dass Sarah Palin Auslandsreisen nach Kanada, Mexiko, Irland, Deutschland, Kuwait und den Irak gemacht hat. Entsprechend verfüge sie über die nötige Erfahrung als mögliche Vize-Präsidentin. Wie sich jetzt aber herausstellt, war Sarah Palin in Mexiko nur im Familien-Urlaub, in Irland ist sie nur zwischengelandet um das Flugzeug auftanken zu lassen und den Irak hat sie eigentlich überhaupt nicht gesehen. Sie war, so gibt Sarah Palin zu, nur an der Grenze von Kuwait und könnte „etwa 400 Meter auf irakischem Boden“ gewesen sein. Welche Erfahrungen sie im Grenzgebiet gesammelt hat, ließ sie unbeantwortet. Denn eigentlich hat Sarah Palin dort nur die National Guard aus Alaska besucht. Und die hat mittlerweile erklärt, sie sei sich "ziemlich sicher", dass die Gouverneurin "irakischen Boden NICHT betreten" hat.
Aber noch zwei andere Dinge sind übertrieben oder einfach gelogen. Immer wieder betonte Sarah Palin, dass sie Steuergelder gespart habe: Einmal will sie die „Bridge to Nowhere“ (eine aus Steuergeldern gebaute Brücke, die aber keine Funktion hat) gestoppt haben, ein anderes mal prahlte sie damit, dass sie das Flugzeug ihres Gouverneurs-Vorgängers für 2,8 Millionen Dollar auf eBay mit Gewinn versteigert hatte. Jetzt muss sie zugeben, dass sie im Wahlkampf für und nicht gegen die „Bridge to Nowhere“ gestimmt hatte. Erst später war sie dagegen und stoppte das Projekt. Nur, die Steuergelder gab die ach so Sparsame nicht zurück, sondern strich sie für das Budget Alaskas ein.
Und auch das eBay Flugzeug ist nur ein PR-Trick. Sarah Palin wollte die Maschine auf eBay verkaufen, soweit ist die Geschichte richtig. Doch da es niemand wollte, nahm sie es von der eBay-Auktion und ließ das Flugzeug über einen Makler verscherbeln. Nicht für 2,8 Millionen Dollar, sondern für 2,1 Millionen. Und auch nicht mit Gewinn, sondern mit VERLUST!
Der Mythos bröckelt. Bleibt zu hoffen, dass auch die Wähler es langsam merken.
Monday, September 8, 2008
Sarah Palin: Ein umweltfeindlicher Skandal
Doch nicht nur die globale Erderwärmung scheint für Sarah Palin eher eine Übertreibung zu sein. Auch die Folgen sieht sie nicht so dramatisch. Wenn das Eis weiter schmilzt wird der Eisbär halt an Land auf die Jagd gehen, ist sich die Gouverneurin sicher. Dass Bush den "weißen Riesen" auf die Liste der gefährdeten Tiere gesetzt hat, kann sie deshalb nicht akzeptieren. Sarah Palin will gegen die eigene republikanische Regierung klagen, um den Polarbären wieder von der Liste nehmen zu lassen.
Es gibt noch weitere umweltpolitische Skandale der möglichen neuen Vize-Präsidentin. Dass Sarah Palin im Arctic National Wildlife Refuge in Alaska nach Öl bohren lassen will (selbst John McCain ist dagegen), überrascht wohl niemanden. Ihr Mann arbeitet in der Ölindustrie und die Förderung des schwarzen Goldes bringt auch dem Haushalt Alaskas einige Millionen Dollar ein. Die Tierwelt des einzigartigen Naturparkes im Norden des Landes wird sich wohl auch daran anpassen müssen.
Das funktioniert allerdings nicht so einfach wie es sich Sarah Palin vorstellt. Das Cook Inlet ist bereits durch den Ölriesen Chevron so verschmutzt worden, dass die dort lebende Population von Beluga Walen von 1300 auf 350 Tiere zurückgegangen ist. Die weißen Wale haben sich mit der neuen, öligen Situation wohl noch nicht richtig anfreunden konnten. Sie sind mittlerweile so gefährdet, dass sie in dieser Region möglicherweise ganz verschwinden werden.
Steuergelder bringen Alaska aber auch die Jagd ein. Und der darf nach Sarah Palin nichts im Wege stehen. Die selbst leidenschaftliche Jägerin und Waffen-Närrin will erlauben, dass Bären und Wölfe von tieffliegenden Flugzeugen geschossen werden dürfen. Sie plante sogar für jeden toten Wolf eine Prämie von 150 Dollar zu zahlen. Das einzige, was der Jäger vorzeigen musste, war eine Vorderpfote. 400.000 Dollar wollte Sarah Palin für diese Idee aus dem Haushalt Alaskas locker machen. Bisher allerdings konnte sie das Gesetz nicht durchbringen: Selbst im Jagd freundlichen Parlament von Alaska scheint man bei solchen Ideen Skrupel zu bekommen.
Monday, September 1, 2008
Gerüchteküche mit einer Prise Wahrheit
Es begann alles mit einem bösen Gerücht im Internet. Sarah Palin, John McCains Kandidatin für den Posten seines Vize-Präsidenten, sollte nicht Mutter des vier Monate alten und am Down Syndrom leidenden Baby Trig sein, sondern die Oma. Tatsächlich sei die Tochter der erzkonservativen Palin, die 17-jährige Bristol (rechts mit Mutter Sarah und Vater Todd), die wirkliche Mutter.Doch die Geschichte sollte ein Gerücht bleiben. Allerdings eins, das ein überraschendes Geständnis des Running Mate nach sich zog. Ex-Schönheits-Königin Sarah Palin ist zwar tatsächlich die Mutter von Trig. Ihre minderjährige Tochter Bristol ist aber auch im fünften Monat schwanger. Die 44-jährige Sarah Palin, die vor allem unter den religiös-konservativen Republikanern („Enthaltsamkeit ist der beste Verhütungsschutz“) als Glücksfall gilt, lüftete am Montag das Geheimnis. Und damit alles seine Richtigkeit hat, versicherte Sarah Palin, werde ihre Tochter auch den Vater heiraten. Levi Johnston ist allerdings selbst erst 17 Jahre jung, geht zur High School in Wasilla, spielt Eishockey und nennt sich selbst ein "fucking Redneck".
McCain, der von allem gewusst haben will, erklärte lapidar: „Life Happens.“ Erfreut dürfte er allerdings nicht darüber sein.
Bleibt die Frage, ob Sarah Palin, Gouverneurin von Alaska, noch andere „Leichen im Keller“ hat.
Wednesday, August 27, 2008
Vize Joe Biden: "Amerika braucht mehr als einen guten Soldaten als Präsidenten"
Saturday, August 23, 2008
It's Joe
Barack Obama und Joe Biden: Erster gemeinsamer Auftritt in Springfield, Illinois


