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Tuesday, November 4, 2008

Swing States lassen auf sich warten

22:45 Uhr (4:45 Uhr MEZ): In 15 Minuten schließen die Wahllokale an der West-Küste: Kalifornien, Oregon, Washington. Dazu Nevada. McCain braucht ein Wunder. Alles andere würde nicht mehr reichen.

In den kritischen Swing-States an der Ostküste ist das Rennen immer noch eng: In Florida, Indiana (hier schlossen die Wahllokale bereits vor knapp fünf Stunden), Virginia, Missouri, North Carolina kann weder CNN noch MSNBC einen Gewinner küren. Doch braucht Obama überhaupt noch diese Staaten?

Wenn Obama die Westküste gewinnt, reicht es für ihn. Und für McCain ist der Traum, Präsident zu werden, eigentlich längst ausgträumt. Er wird es bereits wissen.

Aktueller Stand: 207 zu 142 für Obama

Schlag auf Schlag: New Mexico für Obama

21:35 Uhr (3:35 Uhr MEZ): Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Auch New Mexico stimmt für Obama. McCain gehen die Staaten aus, die er gewinnen könnte. Fällt auch noch Colorado oder Florida an Obama braucht er Kalifornien, um das Rennen noch zu drehen. Doch das ist sehr unwahrscheinlich.

MSNBC meint: McCain braucht ein Wunder, um noch zu gewinnen!

Keine Überraschungen

21:05 Uhr (3:05 Uhr MEZ): Die großen Überraschungen sind bisher ausgeblieben. Obama gewinnt wie erwartet die Staaten: New York, Minnesota, Wisconsin, Rhode Island. McCain kann dagegen Wyoming, Louisiana und - zwar knapp - North Dakota als Sieg verbuchen.

Aktueller Stand: 175 zu 70 Wahlmänner

Warten auf Colorado und New Mexico.

Colorado und New Mexico

21:00 Uhr (3:00 Uhr MEZ): Die Karawane zieht gen Westen. Colorado und New Mexico - für beide Kandidaten zwei sehr wichtige Staaten. Obama führt nach den letzten Umfragen und könnte mit Colorado einen Red State auf seine Seite ziehen. Es wäre ein Signal für einen Sieg.

In den anderen Staaten dürfte McCain seine Führung in den Umfragen verteidigen können: Sein Heimatstaat Arizona wackelte während des Wahlkampfes nur kurz, wird aber wohl nicht fallen. Als sicher gelten: Wyoming (Heimatstaat von Dick Cheney), Nebraska und North Dakota. Dazu kommen noch zwei Staaten, Louisiana (McCain Country) und Rhode Island, das Obama gewinnen wird.

Siegesfeier und Kinderchor

20:30 Uhr (2:30 Uhr MEZ): In großen Teilen des Mittleren Westen und im Süden schließen die Wahllokale. Für Obama ist bis auf den Swing State Missouri und den sicheren Auto-Staat Michigan (McCain hat dort vorzeitig aufgegeben) nicht viel zu holen.

Texas, dort glaubt noch jeder Fünfte, der Christ Obama sei ein Moslem sowie Kansas, South Dakota, Mississippi werden republikanische Hochburgen bleiben. Das gilt auch für Oklahama, das gleich nach Schließung der Wahllokale McCain zugesprochen wird. Auch Georgia ist McCain Country.

Aktueller Stand: 102 zu 58 Wahlmänner.

Obama braucht diese Staaten nicht, um Präsident zu werden. Erst um 21:00 Uhr (3:00 MEZ) gilt es wieder für ihn. Colorado und New Mexico sind die Staaten, die er unbedingt gewinnen will.
In Chicago drängen sich mittlerweile bereits Zehntausende auf der Obama Party. Bei McCain im Hauptquartier in Phoenix übt dagegen ein Kinderchor. Auch ein Zeichen.

Die Entscheidung?

20:00 Uhr (2:00 Uhr MEZ): In 16 Bundesstaaten haben die Wähler ihre Stimme abgegeben. Darunter das für beide Seiten immens wichtige Pennsylvania. McCain hofft auf eine Überraschung.

Aber auch in den Swing States Missouri, North Carolina und New Hampshire wird jetzt ausgezählt.

Wird Obama frühzeitig zum Präsidenten erklärt? Oder kann John McCain das Rennen um das White House offen halten?

Wichtige Swing States: Virginia und Florida

19:00 Uhr (1:00 Uhr MEZ): In fünf weiteren Bundesstaaten schließen die Wahllokale, darunter die beiden für John McCain und Barack Obama wichtigen Swing States Virginia und Florida. Kann Obama beide gewinnen? Oder schafft McCain einen Stimmungswandel.

Nach letzten Umfragen teilen sich die beiden die Staaten, Virginia für Obama, Florida für McCain.

Die anderen drei: Georgia, South Carolina, Vermont muss McCain gewinnen. Alles andere würde ein frühes Ende seiner Siegeschancen bedeuten. Auch in den noch fehlenden Bezirken Indiana ist die Wahl jetzt beendet.

Karl Rove: "Erdrutschsieg für Obama"

Am Tag der Wahl glaubt auch „The Architect“ von Präsident George W. Bushs Wahlsieg von 2000 und 2004 nicht mehr an John McCain. “Barack Obama, so schreibt er auf seiner Webseite http://rove.com/election, wird gewinnen. Es wird ein Erdrutsch-Sieg.

Das Wahl-Genie der letzten Jahre sieht den Demokraten mit 338 Wahlmänner (270 sind für den Sieg nötig) zu 200 Wahlmännern für John McCain deutlich vorne. Die größte Differenz seit 1996.
Obama gewinnt laut Rove die Swing States: Ohio, Virginia, Colorado, Nevada und New Mexico und halt Pennsylvania. McCain dagegen kann Indiana, North Carolina, North Dakota und Missouri halten. Für einen Stimmungswandel reiche das aber nicht.

Warten wir ab, ob Karl Rove noch immer das Wahl-Genie ist.

Monday, October 6, 2008

"Das Hirn" hat Zweifel am Sieg von McCain

Es sieht nicht gut aus für John McCain. Selbst Karl Rove, Wahlkampf-Genie und das „Hirn von George W. Bush" hat große Zweifel an einem Sieg des Republikanerns bei den Wahlen am 4. November. Nach Roves eigentlich immer sehr Republikaner freundlichen Rechnung, hat Obama zurzeit 273 Wahlmänner aus den Bundesstaten sicher, drei mehr als er braucht.

„Wenn heute die Wahl wäre, wäre Obama der neue Präsident“, schreibt Rove in seinem Blog „Rove.com“ und ergänzt: „Im Moment verliert McCain mehr Wähler als Obama welche dazu gewinnt“. (Foto: Karl Rove mit Bush)

Als Gründe für diese Entwicklung sieht "The Architect" der Bush-Siege vor allem zwei Dinge: Einmal habe der Wähler McCain den "Retter der Finanzkrise“ nicht abgenommen, als der 72-Jährige heldenhaft seine Wahlkampagne wegen des Desasters an Wall Street unterbrochen hatte. Zum zweiten hält Rove die „Aufgabe von Michigan“ für einen fatalen Fehler. „Wenn man sein Team dort abzieht, muss man das leise tun und es nicht an die große Glocke hängen“, sagt Rove. „Eine gute Strategie ist manchmal, wenn man nicht darüber spricht.“

Karl Rove bestätigt mit seiner Einschätzung auch den Trend in den allerjüngsten Umfragen. Danach führt Obama 29 Tage vor dem Urnengang in allen so genannten zwölf Swing States (Nevada, New Mexico, Colorado, Missouri, Iowa, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, New Hampshire, Ohio, Virginia und Florida) vor seinem Rivalen McCain.

Saturday, October 4, 2008

Obama for President

Die Chancen auf den ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte Amerikas sind so gut wie nie. 31 Tage vor den Wahlen am 4. November hat Barack Obama mit 49,3 zu 43,4 Prozent (Durchschnittswert mehrerer Umfragen) bundesweit einen scheinbar sicheren, fast sechs Punkte großen Vorsprung.

Und auch in den so genannten Swing States liegt der 47-Jährige vor seinem Rivalen John McCain. Dass der 72-jährige Republikaner seinen Wahlkampf in Michigan, in einem dieser bisher heiß umkämpften Bundesstaaten, eingestellt hat, darf als Eingeständnis McCains eines gescheiterten Wahlkampfes in dem "Auto-Staat" gesehen werden. Aufgeben wird der Republikaner jedoch noch lange nicht. Als Soldat kämpft er weiter - wenn es sein muss bis zum letzten Atemzug.

Doch nicht nur in Michigan hat hat sich Obama einen scheinbar sicheren Vorsprung erkämpft. In Colorado führt er mit 49 zu 44,6 Prozent, in Ohio mit 48 zu 46 Prozent, Nevada 49,3 zu 47,5 Prozent und selbst in den „roten“, republikanischen Staaten wie Virginia und Florida liegt Obama mit 49 zu 46,6 Prozent respektive 48,6 zu 45,6 Prozent vorne. Nur in Missouri kann McCain seine knappe Führung von 48,5 zu 46,8 Prozent noch verteidigen. (Alle Werte Durchschnittswerte verschiedener Umfragen).

Im Moment also ist Barack Obama der nächste Präsident der USA. Und er wäre damit auch der erste Schwarze im Weißen Haus. Ein Grund zum Feiern für Obama gibt es jedoch noch nicht. Denn noch sind es mehr als vier Wochen bis zum Urnengang. Da kann noch Vieles passieren.

Tuesday, September 16, 2008

Swing States: Sie entscheiden die Wahl

Die US-Bundesstaaten, die die Wahl am 4. November entscheiden werden:
Colorado, Florida, Iowa, Missouri, New Mexico, Nevada (obere Reihe von l.)
North Carolina, Ohio, Virginia, Michigan, Minnesota, New Hampshire (mitte von l.)
Pennsylvania und Wisconsin (unten von l.)

New York ein Swing States? Nach einer Umfrage des Instituts Siena hat Barack Obama seinen einst sicheren 18 Punkte Vorsprung verloren und liegt nur noch mit fünf Prozent in Front. Insgesamt 626 Wähler hatte Siena befragt. Eine Umfrage, so ganz nach dem Geschmack der Republikaner. Aber ist sie auch realistisch. Tatsache ist, dass New York zuletzt Ronald Reagan 1984 für die Republikaner gewinnen konnte, seitdem jedoch ist der Ostküstenstaat fest in demokratischer Hand. George W. Bush verlor hier 2004 deutlich mit 18 Punkten.

New York ist kein Swing State, genauso wenig wie Kalifornien, das ebenfalls traditionell Demokraten wählt. Dafür kann McCain in Kansas, Alabama und Texas sicher sein, dass er deutlich gewinnt. Die Wahlen werden in anderen und nicht mehr als 14 Bundesstaaten entschieden. Mein Tipp: Am Ende werden es nur zwei sein: Ohio und Colorado.

Ein Blick auf aktuelle Umfragen in den Swing States zeigt, dass Obama, trotz des Sarah Palin Phänomens, immer noch knapp vorne liegt. Aber es kann am 4. November sehr, sehr eng werden.

Eine Übersicht: Colorado (Obama +0,6), Florida (McCain +6,3), Iowa (Obama +9,7) Missouri (McCain +6,6), New Mexico (Obama +2,3 ), Nevada (McCain +1,0), North Carolina (McCain +11), Ohio (McCain +2,4) , Virginia (ausgeglichen bei 48 zu 48 Prozent), Michigan (Obama +2), Minnesota (Obama +4,7), New Hampshire (Obama +3,3), Pennsylvania (Obama +1,6), Wisconsin (Obama +5,3). (alle Angaben Durchschnittswerte verschiedener Umfragen in den einzelnen Bundesstaaten)

Alle Staaten zusammen gerechnet, liegt Obama mit 273 zu 265 Wahlmänner in Front und wäre am heutigen Tag damit neuer Präsident der USA.
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