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Wednesday, March 18, 2009

Michelle Obama – der Comic

Lange hat es nicht gedauert. Keine 100 Tage im Amt wird First Lady Michelle Obama bereits zur Superwoman. Das Leben der 45-Jährigen - von der Southside in Chicago bis ins White House – soll jetzt in einem Comic (Foto) erzählt werden.

Der Verlag Bluewater setzt damit seine Serie „Female Force“ fort. Bisher ist in der Reihe Hillary Clinton und Sarah Palin erschienen. Beide Comic-Bios waren innerhalb einer Woche ausverkauft. „Michelle Obama wird ein noch größerer Hit werden“, ist sich Bluewater sicher.

Der 22-Seiten-Comic soll am 25. April auf den Markt kommen. Preis: 3,99 Dollar. Die Töchter von Michelle Obama, Malia und Sasha, kommen - mit Absicht - in dem Werk übrigens nicht vor.

Monday, March 16, 2009

Double O

Neun Jahre (!) lang war auf dem Titel des „O“-Magazin immer nur eine Person zu sehen – die Herausgeberin höchstpersönlich, Amerikas Talkshow-Queen Oprah Winfrey. Jetzt, zum ersten Mal in der Geschichte des Blattes, ist es anders. Es gibt eine Doppel-O Ausgabe – Oprah und (Michelle) Obama (Foto).

Der Titel kommt einer Sensation gleich und es bedurfte offenbar einer ersten schwarzen First Lady der USA (Michelle Obama trug zum Fototermin erneut ein Michael Kors Kleid), um das Titel-Monopol von Oprah zu brechen.

In ihrer eigenen TV-Sendung, „The Oprah Winfrey Show" kündigte die Königin der amerikanischen Talk-Shows das Cover der neuen Ausgabe an. Am morgigen Dienstag soll das Monats-Magazin mit Obama und Oprah erscheinen. Die Talkerin gilt als enge Freundin der Obama-Familie und hat Barack im Wahlkampf tatkräftig unterstützt.

Im Heft selbst ist ein Interview von Oprah mit der First Lady über ihre ersten Tage im White House ("der Kuchen ist gefährlich gut") und über Michelle Obamas Anspruch, den Regierungssitz „offen“ zu halten und zum „Haus für die Bürger“ zu machen.

Saturday, March 14, 2009

Präsident Obama traut sich (noch) nicht

Er hat die Spielstätte selbst ausgesucht. Er hat sie aufstellen lassen. Und er hat sie auch schon inspiziert (Foto). Doch getraut hat sich Präsident Obama noch nicht. So "spektakulär" der 47-jährige Commander-in-Chief das Schaukel- und Kletter-Set auch findet, einen echten Präsidententest hat es noch nicht gegeben.


"Nein, ich habe es noch nicht ausprobiert", gestand Präsident Obama am Samstag der neugierigen White House Presse. "Aber ich habe Malia und Sasha geradezu gedrängt, so oft wie möglich auf die Schaukel zu gehen." Er finde das Spielgerät auf dem Gelände des White House - Obama kann vom Oval Office seine Töchter beim Schaukeln beobachten - "großartig und ziemlich spektakulär".

Wednesday, March 11, 2009

Hot, Hotter, Reggie Love

Wer ist der sexieste Mann im White House? Die Frage stellte die ansonsten sehr seriöse Internet-Zeitung Huffington Post ihren Lesern. Das Resultat: Reggie Love, Präsident Obamas persönlicher Assistent oder auch „Body Man“ genannt, ist „Mister Hot“ unter den White House Mitarbeitern. Präsident Obama selbst stand übrigens nicht zur Wahl. (Foto: Die "Hottest" Guys des White House: Präsident Obama und sein "Body Man" Reggie Love)

Mehr als 15.000 (!!) Stimmen gaben die Leser der HuffPo ab. Für Reggie Love, dem früheren College-Basketball-Star und Footballer, stimmten 26,06 Prozent. Nur knapp hinter dem 27-Jährigen kam Obamas Redenschreiber, Jon Favreau (auch er ist gerade erst 27 Jahre alt) auf Platz zwei.

Hier das amtliche (?) Endergebnis der nicht repräsentativen Umfrage
:

Saturday, March 7, 2009

Schaukeln im White House

Ich denke, über einen Hund hätten sie sich noch mehr gefreut.

Schaukel-Spaß im White House: Malia, Sasha und Michelle Obama testen das neue Spielgerät

Malia und Sasha Obama haben ein neues Spielzeug bekommen und es steht auf dem Gelände des White House. Es ist ein Schaukel- und Kletter-Set (Foto). Präsident Obama kann seine beiden Kinder künftig vom Oval Office aus beim Spielen beobachten. Das Set soll das eher konservativ, historische White House kinderfreundlicher machen.

Ach ja, den heiß ersehnten Hund, vermutlich einen Portugiesischen Wasserhund, wird es im April geben. Versprochen ist Versprochen.

Thursday, March 5, 2009

Der Stress - Präsident Obama bereits ergraut

Lange hat es wirklich nicht gedauert. Bereits nach nur 44 Tagen im Amt ist der 44. Präsident der USA, Barack Obama, schon sichtbar älter geworden. Dauerstress und wenig Schlaf zeigen erste Spuren, vor allem auf dem leicht ergrauten Kopf.

Die dunkle Haarpracht von Präsident Barack Obama im vegangenen Jahr (l.). Heute sieht das schon anders, grauer aus (r.)

„Es hat schon am Ende des Wahlkampfes begonnen“, erinnert sich Fotografin Deborah Willis, die im vergangenen Jahr viel mit Obama unterwegs war und mehr als 5000 Bilder von dem 47-Jährigen gemacht hat. „Seitdem er im White House sitzt, scheint sich dieser Prozess beschleunigt zu haben.“

Noch braucht Präsident Obama aber keine Tönung. Da er alle zwei Wochen zum Friseur geht, werden seine Haare durch den Schnitt auf natürliche Weise wieder ein wenig dunkler. Sein Barber Zariff, dem Obama seit 16 Jahren die Treue hält, versichert übrigens: „Seine Haare sind 100 Prozent Natur.“

Wednesday, March 4, 2009

Happy Hours im White House

It's Party Time im White House. Jeden Mittwoch - sofern es die Termine zulassen - laden Präsident Obama und First Lady Michelle Obama zum Cocktail-Empfang ins White House ein - für Demokraten und Republikaner. Das Ziel: Das First Couple will nicht nur ihr Versprechen eines "offenen White House" erfüllen, sie wollen auch die Gegenstätze zwischen den beiden Parteien zumindest einmal die Woche vergessen können.Drei Mal haben die "Happy Hours" im Regierungssitz seit der Inauguration von Obama bereits stattgefunden. An diesem Mittwoch gab es die vierten, ein Dinner (200 Gäste, es wurde Celery-Suppe, Lachs, Couscous, Spinat und grüner Salat gereicht sowie zum Nachtisch Kuchen mit weißer Schokolade) für Mitglieder des Kongress. Man muss eben nur einen Anlass zum Feieren finden.

In der vergangenen Woche reichte das First Couple zunächst die Cocktails und lauschte dann mit ihren Gästen einem Privatkonzert von Stevie Wonder. Der Pop-Star war zuvor von Obama für seine Verdienste geehrt worden.

Sunday, March 1, 2009

Ein Hund namens "Elch"?

„Frank“ oder „Moose“ (Elch) - die Namensfindung für den First Dog des Landes scheint sich doch schwieriger zu gestalten als angenommen.

In einem Interview mit dem People-Magazin gibt First Lady jetzt ein Update über die Suche nach einem passenden Hund für die beiden Töchter Malia und Sasha. Das größte Problem: Malia ist allergisch, insofern wird ein Vierbeiner gesucht, der gut verträglich ist. Viele Hunde scheiden dabei aus. Wie die 45-jährige Michelle Obama sagt, werde es wohl ein Portugiesischer Wasserhund (Foto) werden.

Wann genau das White House wieder von Hundebellen erfüllt sein wird, scheint auch klar. Nach den Spring Break Ferien im April sollen die beiden Töchter den heiß ersehnten Hund bekommen. Eine Auswahl soll es aber noch nicht gegeben haben.

Bleibt der Stress mit dem Namen. Frank und Moose kamen wohl ernsthaft bei Malia und Sasha in die engere Auswahl. First Lady Michelle Obama konnte diese doch ein wenig wundersamen Namen wieder von der Liste streichen. Ihr Argument: "Ihr könnt doch euren Hund nicht Elch nennen?"

Friday, February 27, 2009

It’s official Michelle

Das offizielle Foto von First Lady Michelle Obama

Es hat eine paar Wochen gedauert. Vielleicht war die Kamera defekt. Mehr als einen Monat nach der Inauguration von Präsident Barack Obama hat das White House am Freitag das offizielle Foto von First Lady Michelle Obama herausgegeben.

Das Bild wurde im Blue Room des White House aufgenommen. Michelle Obama trägt dabei erneut ein ärmelloses Kleid (von Michael Kors, 3195 Dollar bei Bloomingdale's), wofür sie in dieser Woche schon während der Rede ihres Mannes vor beiden Häusern des Kongress kritisiert wurde. Die Veröffentlichung des Fotos dürfte erneut für Kontroversen sorgen. Es zeigt aber auch wie selbstbewusst die neue 45-jährige First Lady ist.

Sunday, February 22, 2009

Sushi Obama - zum Fressen gern

Wem es schmeckt - in Japan gibt es Barack Obama jetzt auch als Sushi-Kreation

Only in Japan!

Der Kult um den US-Präsidenten nimmt kein Ende. Weltweit. Ein Koch in Tokio hat jetzt das vorerst ultimative Objekt der Begierde kreiert. Barack Obama als Susi. Und damit auch zum Essen.

Die neue Kreation japanischer Sushi-Kunst besteht dabei vor allem aus Garnelen-Fleisch. Obamas Haare sind aus Sesam und seine Zähne aus Fischpaste gemacht.

Ob das Obama-Sushi auch dem White House schmeckt?

Tuesday, February 17, 2009

Wenn ein Präsident Schnittchen serviert

Was tut man nicht alles, um sein Stimulierungs-Programm für die schwächelnde US-Wirtschaft durch den Kongress zu peitschen. Das White House veröffentlichte jetzt das Foto von der Super Bowl-Party am 1. Februar im hauseigenen Kinosaal des White Houses, zu dem Präsident Obama parteiübergreifend Demokraten und Republikaner eingeladen hatte. Wie es scheint war sich der Commander-in-Chief auch nicht zu fein, bei der Verköstigung seiner Gäste zu helfen.

Am Ende gewann das Team von Obama, die Pittsburgh Steelers, den Super Bowl, und auch das Stimulierungspaket ging durch den Kongress. Viele Republikaner allerdings stimmten nicht für das Programm - drei im Senat, keiner im Repräsentantenhaus - dafür sollen sie die White House Party genossen haben. Ein Vertreter der Opposition soll sie sogar als "wild" bezeichnet haben.

Wednesday, February 4, 2009

White House: Rauchen? Nein Danke!

So weit so gut. Präsident Barack Obama hat das Rauchen offenbar aufgegeben. In einem Interview mit CNN erklärte der Gelegenheits- und Stressraucher, dass er "seit seiner Vereidigung nicht eine einzige Zigarette auf dem White House Gelände hatte". Dass heißt, weder in den heiligen Hallen des Amtsitzes, noch heimlich vor der Tür.

Obama hatte schon während des Wahlkampfes seiner Frau Michelle Obama versprochen, mit dem Rauchen endlich aufzuhören. Während der Schlacht ums White House schien ihm das jedoch nicht zu gelingen. Immer wieder ging er "heimlich" eine Rauchen.

Im White House, wo nach der Amtszeit von Bill Clinton ein generelles Rauchverbot eingeführt wurde, hätte Obama ohnehin seine Sucht nicht befriedigen können. Er hätte vor die Tür gehen müssen - für einen Commander-in-Chief ein eher peinliches Bekenntnis von Charakterschwäche.

Wednesday, January 28, 2009

Sieg und Niederlage

Gewonnen aber irgendwie doch verloren. Das US-Repräsentantenhaus hat das mehr als 800 Milliarden Dollar teuere Stimulierungs-Programm von Präsident Obama für die kriselnde US-Wirtschaft verabschiedet. Die Abgeordneten stimmten mit 244 zu 188 Stimmen dafür, was auf den ersten Blick eine deutliche Mehrheit ist. Allerdings: Kein einziger der 178 Republikaner hat für Obama gestimmt und selbst in der eigenen Partei stimmten zehn Demokraten gegen ihren Präsidenten.

Ein Sieg für das Programm aber eine deutliche und schwere Niederlage für Obamas Versuch, über Parteigrenzen zu begeistern und auch Republikaner für seine Ideen zu gewinnen. Washington bleibt damit seiner alten Tradition erst einmal weiter treu, Partei konform zu stimmen.

Da nützte selbst eine „Happy-Hour“ im White House nichts, als der Präsident etwa ein Dutzend moderate Republikaner auf einen Drink zu sich nach Hause eingeladen hatte. Auch sein Stabschef Rahm Emanuel soll wiederholt auf Abgeordnete eingeredet haben aber ohne Erfolg.

Das Stimulierungsprogramm, das ursprünglich 825 Milliarden Dollar umfassen sollte, wurde beim zweiten Nachrechnen auf 819 Milliarden Dollar reduziert. Von dieser Summe sind 275 Milliarden Dollar Steuererleichterungen, vor allem für die Mittelklasse, die mit 500 Dollar pro Single und 1000 pro Familie entlastet werden sollen. 544 Milliarden sollen in ein Investitionsprogramm, vor allem für Amerikas marode Infrastruktur, gesteckt werden.

Der Plan muss jetzt noch im Senat bewilligt werden, wo die Demokraten ebenfalls eine deutliche Mehrheit haben. Aber auch hier gilt es für Präsident Obama, auch Republikaner von seinem Plan zu überzeugen.

Saturday, January 24, 2009

Das Zitat des Tages


"I won"

(Barack Obama während seiner Gespräche über sein Stimulierungsprogramm für die US-Ökonomie mit Kongress-Abgeordneten der Demokraten und Republikaner im Roosevelt Room des White House. Insbesondere die Republikaner wehren sich gegen das immer teurer werdende und mittlerweile auf 825 Milliarden Dollar gestiegene staatliche Investitions-Programm.

Obama wollte mit seinem flapsigen Spruch: "Ich habe gewonnen", seine Gegner daran erinnern, wer künftig die Politik der USA bestimmen wird. Die anwesenden Parteien einigten sich später darauf, dass sie bis zum President's Day am 16. Februar einen Kompromis finden werden, den sie Präsident Obama vorlegen wollen.)

Wednesday, January 21, 2009

Obamas erster Tag: Es ging Schlag auf Schlag

Auch optisch bricht Präsident Barack Obama mit der Bush-Regierung: Er sitzt ohne Jackett im Oval Office. Für George W. Bush war das undenkbar

US-Präsident Barack Obama hat an seinem ersten Tag nicht viel Zeit verloren, um die Politik der Bush-Regierung zu revidieren. Um 8:35 Uhr marschierte er ins Oval Office, zehn Minuten später kam sein Stabschef Rahm Emanuel - die Arbeit begann.

Es ging Schlag auf Schlag an diesem ersten Tag der Präsidentschaft von Barack Obama. Ein Überblick:

- Obama stoppt die Militär-Tribunale in Guantanamo Bay, Kuba. Folter von Gefangenen ist künftig verboten. Die Schließung des Lagers kündigt er an.

- Obama schaltet sich direkt in den Nahost-Konflikt ein. Er telefoniert mit dem Palästinenser Führer Mahmud Abbas, mit dem König von Jordanien, mit dem Präsidenten Ägyptens und mit Israels Prime Minister Ehud Olmert. Obama kündigt an, schon bald einen neuen Beauftragten für den Nahen Osten zu ernennen.

- Obama verkündet hohe ethnische Standards für Lobbyisten im White House. Geschenke sind künftig tabu, kleinere Gefallen ebenfalls. Und: Ehemalige Mitarbeiter des White House können nicht als Lobbyisten wieder ins White House zurückkehren.

- Obama friert alle Gehälter seiner White House Mitarbeiter ein, die mehr als 100.000 Dollar verdienen. „Amerikas Familien müssen den Gürtel enger schnallen. Ich erwarte das von meinen Mitarbeitern auch", erklärt er.

- Obama verkündet: Schluss mit den Geheimnissen der US-Regierung. Er fordert von allen Ministerien eine neue Offenheit, eine neue Transparenz. Selbst ihn persönlich schließt er ein. Der Präsident darf künftig nicht mehr allein entscheiden, was Staatsgeheimnis ist. Noch mindestens eine zweite, unabhängige Person muss den Top Sercret Stempel bestätigen.

- Obama trifft sich mit seinen militärischen Beratern. Obama will die US-Truppen aus dem Irak innerhalb von 16 Monaten abziehen und den Kampf gegen die Taliban in Afghanistan verstärken.

- Obama trifft sein Wirtschafts-Team (der designierte Finanzminister Timothy Geithner fehlt, er ist wegen seiner "Steuerschuld" vom Finanzausschuss noch nicht bestätigt worden.) und diskutiert über die Lösung der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie sein 750 Milliarden teueres Stimulierungs-Programm für die US-Ökonomie.

Nicht schlecht für den ersten Tag im Oval Office: Ach ja, zwischendurch ging Obama noch zur Kirche, vereidigte seine White House Mitarbeiter und begrüßte „Normalbürger“ zusammen mit First Lady Michelle Obama beim Tag der Offenen Tür im White House.

Tuesday, January 20, 2009

Das Renter-Leben des George W. Bush - Personenschutz nur noch für zehn Jahre

George W. und Laura Bush winken vor dem Einstieg in "Executive One" zum letzten Mal ihren Anhängern. Der Hubschrauber brachte sie zur Andrew Air Force Base, von wo aus sie zusammen mit den beiden Töchtern Jenna und Barbara Bush sowie den Eltern von "W", George H.W. und Barbara Bush, nach Texas flogen

Ex-Präsident George W. Bush und First Lady Laura Bush (Foto: Abschied von Washington) können sich auf ihr Rentnerleben freuen. Der US-Kongress meint es stets gut mit den scheidenden White House Chefs. An Pensionsgelder dürfte es den Bushs nicht mangeln, dafür aber an persönlicher Sicherheit.

Der 43. Präsident der USA (Foto l.: Willkommens-Party für Bush in Midland, Texas, wo etwa 30.000 hartgesottene Fans ihren Präsidenten feierten) wird der erste US-Staatschef sein, der nicht bis zu seinem Lebensende den Schutz des Secret Service genießen kann. Nach einem neuen Gesetz hat Bush nur noch zehn Jahre lang Anspruch auf Personenschutz, danach muss er entweder darauf verzichten oder privat Sicherheitsleute engagieren. Für Barack Obama und alle nach ihm folgenden Präsidenten gilt das übrigens auch.

Doch der mangelnde Schutz durch den Secret Service dürfte auch das einzige sein, was das Rentnerleben der Bushs erschweren könnte. Ansonsten: Mit einer Jahresrente von 196.700 Dollar (etwas die Hälfte des Einkommens eines Präsidenten) und einem acht Millionen Dollar Vertrag von Laura Bush für ihre Memoiren lässt es sich in Dallas, Texas, eigentlich ordentlich leben. Außerdem: In den ersten sechs Monaten nach seiner Präsidentschaft werden Bush für den Übergang in das Privatleben alle Kosten erstattet. (Foto: Das künftige Privathaus der Bushs in Dallas)

Neben seiner Pension bekommt Bush zusätzlich zwei Mitarbeiter vom Kongress bezahlt. Die Krankenversicherung kostet den 62-Jährigen keinen Penny (er hat Anspruch in dem besten Militärhospital behandelt zu werden) und auch seine Reisen kann er über den Kongress bis zu einer Summe von etwa 50.000 Dollar im Jahr abrechnen.

Langweilen dürften sich die Bushs nach ihrem Auszug aus dem White House nicht. Sie behalten ihre Ranch in Crawford als Wochenend-Häuschen, wo Bush Freunde und alte Wehgefährten zum Grillen einladen will. Außerdem hat er endlich genügend Zeit auf seinem Anwesen die Arbeiten zu erledigen, die aus Zeitgründen immer liegen geblieben sind. (Foto l.)

Beschäftigen wird George W. Bush auch die Präsidenten-Bücherei. An den Plänen für das "Denkmal", eine Tradition unter den scheidenden White House Chefs, wird bereits gearbeitet. Die Bücherei soll nahe Dallas an der Southern Methodist University entstehen und stolze 300 Millionen Dollar kosten. Das Geld muss Bush privat aufbringen, was dem begnadeten Spendensammler (ja, er hat immer noch viele und vor allem reiche Anhänger) allerdings nicht wirklich schwer fallen wird. Nach der Fertigstellung im Jahr 2013 übernimmt dann die US-Regierung die laufenden Kosten.

Monday, January 19, 2009

Der Cartoon zur Amtsübergabe

Der US-Karikaturist Chris Weyan zur bevorstehenden Amtsübergabe des White House an diesem Dienstag. Das Haus brennt nach der gescheiterten Präsidentschaft von George W. Bush lichterloh. Barack Obama, der Feuerwehrmann, muss erst einmal und vor allem schnell die wichtigsten Feuer löschen, die Bush ihm hinterlassen hat. Die Großbrände sind: US-Wirtschafts- und Finanzkrise sowie die beiden Kriege im Irak und in Afghanistan. Es ist eine Mammutaufgabe.

Thursday, January 15, 2009

Crash-Pilot stielt Präsident Bush die Show

Stell dir vor es spricht Präsident George W. Bush (Foto: Bei seiner TV-Ansprache aus dem East Room des White House) und alle fragen nur nach Chelsey B. „Sully“ Sullenberger.

Der eine ist ein gescheiterter US-Präsident, der in seiner letzten 15 Minuten Rede an die Nation zum wiederholten Male versuchte, seine acht Jahre im White House zu rechtfertigen.

Der andere ist ein US Airways Pilot, der am Donnerstag kurz nach 15:00 Uhr in New York zum Helden wurde. Einer, der das Wunder vollbrachte und seinen abschmierenden Airbus 320 halbwegs sicher auf dem New Yorker Hudson River notlanden konnte - ein Meisterstück und vermutlich die beste Wasser-Notlandung in der Geschichte der Luffahrt.

US Airways Flug 1549 nach der Wasser-Notlandung im New Yorker Hudson River - alle 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder überlebten

"Sully" der Held, wie ihn Amerika liebt. Ein Pilot, der alle 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder das Leben rettete. Einer, der bevor er sein im eiskalten Wasser versinkendes Flugzeug verlässt, noch zwei Mal durch das Wrack geht, um sicher zu sein, dass auch jeder seiner Passagiere in Sicherheit ist. So etwas gibt es doch eigentlich nur in Hollywood.

Bush hatte gegen diesen „Hero“ keine Chance. In den Abend-News war der scheidende Präsident nur die zweite Meldung, wenn überhaupt. Die Nummer eins war eindeutig „Sully“, der New Yorker Held. Der Pilot mit 40 Jahren Flugerfahrung beherrschte die Nachrichten, während Bush auch bei seiner letzten Gelegenheit scheiterte, seine Botschaft an die Nation rüberzubringen. Vielleicht ist auch das ein weiteres symbolisches Zeichen für eine gescheiterte Präsidentschaft.

Wednesday, January 14, 2009

Höchste Zeit zum Packen

Der Cartoonist M. Wuerker hat seine eigene Vorstellung wie Präsident Bush und dessen Vize Dick Cheney ihre ganz persönlichen Dinge einpacken. Ob die beiden allerdings einen Hausräumungsverkauf vor dem White House planen, darf eher bezweifelt werden.

Wenige Tage vor seinem Auszug aus dem White House haben Noch-Präsident George W. Bush und First Lady Laura Bush angefangen, ihre letzten persönlichen Dinge einzupacken. Am Inauguration Day von Barack Obama wollen sie in ihr neues Privathaus im texanischen Dallas einziehen.

Am 20. Januar rollen am Amtssitz des US-Präsidenten vermutlich gleich von zwei Seiten die Möbelpacker an. Die einen laden die persönlichen Dinge der Bushs ein - laut White House Sprecherin Dana Perino haben die beiden nicht viele Kisten - die anderen kommen mit den Sachen der Obama Familie. Bushs "Mietvertrag" im White House endet offiziell am 20. Januar.

Es ist ein logistisches Meisterstück: Laut Protokoll soll während der Vereidigungs-Zeremonie der Umzug abgeschlossen werden. Nach der traditionellen Parade und der Vorführung des neuen Präsidenten müssen die Bushs endgültig draußen sein. Denn dann ziehen die Obamas mit ihren persönlichen Sachen ein.

Sunday, January 11, 2009

Folter: Barack Obama schließt juristische Schritte gegen Bush-Regierung nicht aus

Das White House eine Crime Scene? Der künftige Präsident Barack Obama will juristische Ermittlungen gegen die Bush-Regierung nicht ausschließen

Genug ist genug. Nachdem Vize-Präsident Dick Cheney erneut Folter von Gefangenen, insbesondere Waterboarding (dabei hat das Opfer das Gefühl zu ertrinken) verteidigt hat, denkt der künftige Präsident Barack Obama darüber nach, gegen Mitglieder der Bush Regierung strafrechtlich ermitteln zu lassen. "Wir prüfen, wie wir das Thema Verhöre, Inhaftierungen und so weiter angehen", sagte Obama in einem Interview mit dem TV-Sender ABC.

Dick Cheney hatte zuvor Waterboarding zum wiederholten Male öffentlich verteidigt. „In drei Fällen sei es angewendet worden“, sagte Cheney gegenüber CNN. „Und zwar mit Erfolg.“ Ein Gefangener sei Chalid Scheich Mohammed gewesen, der Kopf der Anschläge vom 11. September. Der Terrorist habe eine Fülle von Informationen über das Terrornetzwerk preisgegeben, so der 67-jährige Cheney: "Die Hälfte von allem, was wir lange über Al-Qaida wussten, kam von dieser Quelle." Das sei ein "bemerkenswerter Erfolg" gewesen.

Auch Noch-Präsident George W. Bush stellte sich hinter die umstrittenen Foltermethoden. Obama solle sorgfältig abwägen, bevor er die Praktiken in Frage stelle, erklärte der 62-Jährige gegenüber dem erzkonservativen TV-Sender Fox News. „Die Methoden sind notwendig gewesen und auch weiter nötig, um an Informationen zum Schutz der US-Bürger zu kommen.“ (Foto-Illustration: Die Polizeifotos von George W. Bush und Dick Cheney)

Barack Obama machte dagegen erneut deutlich, was er von den durch die Genfer Konvention verbotenen Verhörmethoden halte: "Für mich ist Waterboarding Folter", sagte Obama und kritisierte damit direkt Dick Cheney. Der 47-jährige künftige White Chef versicherte. "Ich habe zugesagt, dass wir während meiner Präsidentschaft nicht foltern werden."
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