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Tuesday, December 2, 2008

Die Kleinen und der Große

Susan Rice, Barack Obama und Hillary Clinton (v.l.)

Bei der Vorstellung seines Nationalen Sicherheitsrates hatte der 1,85 Meter große künftige Präsident Barack Obama offenbar nicht an seine neuen, viel kleineren Kollegen gedacht. Bis auf seinen Chefberater für National Security, den 1,95 Meter Hüne, Ex-General James Jones, hatte der Rest des Teams doch akute Stehpult-Höhenprobleme.

Insbesondere die neue UN-Botschafterin Susan Rice sowie Außenministerin Hillary Clinton, beide mit nur knapp 1,60 Meter nicht gerade Riesen, hatten Probleme über das Mikrofon zu schauen. Beim nächsten Mal sollte vielleicht jemand aus dem Obama-Team ein Podest für die Kleinen mitbringen oder ein verstellbares Mikrofon installieren.

Tuesday, November 25, 2008

Republikaner Robert Gates bleibt Verteidigungsminister - vorerst

Gerüchte gab es schon lange. Jetzt scheinen sie sich auch zu bestätigen: Robert Gates (Foto), Republikaner und Verteidigungsminister unter Präsident George W. Bush, soll auch unter Barack Obama Pentagon-Chef bleiben. Nach übereinstimmenden Berichten von CNN, ABC und dem gewöhnlich gut unterrichteten Internet Politikmagazin Politico.com habe Obama Gates ein entsprechendes Angebot gemacht. Der 65-jährige Ex-CIA-Chef, der 2006 den gescheiterten Donald Rumsfeld ablöste, soll auf die Offerte eingegangen sein.

Die Gründe für die Entscheidung sind vor allem die zwei Kriege, in die die USA zurzeit verwickelt sind: Irak und Afghanistan. Zumindst im Verteidigungsministerium soll es hier Kontinuität geben. Und Hillary Clinton, die als Außenministerin der starke Gegenpol zu Gates sein wird. Nach US-Medien-Berichten soll Gates zumindest für ein Jahr weiterhin das Pentagon führen. Danach könnte erneut über den Posten verhandelt werden.

Neben Gates wurden noch weitere Posten vergeben. Der pensionierte Marine General James Jones soll Obamas Nationaler Sicherheitsberater werden. Der Geheimdienstkoordinator soll auch ein Militär werden, Admiral Dennis Blair, der ebenfalls bereits im Ruhestand ist.

Vergeben scheint auch der Posten der künftigen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Obamas enge Vertraute und außenpolitische Beraterin während des Wahlkampfes, Susan Rice (Foto), soll den US-Präsidenten bei der UN in New York vertreten. Leer geht dadurch Caroline Kennedy aus, die ebenfalls zum Kreis der Kandidaten für dieses Amt gehörte. Vielleicht belohnt Obama die JFK Tochter aber noch mit dem Botschafterposten in Großbritannien.

Das komplette Kabinett, so heißt ist, will Obama nach dem langem Thanksgiving-Wochenende vorstellen. Dann soll auch Hillary Clinton offziell zur Außenministerin ernannt werden.

Thursday, November 6, 2008

"Bamelot"

Zwei Tage nach dem Wahlsieg hat das Geschahrere um Minister-Posten in der künftigen Obama-Regierung begonnen. Zwei Ämter sind dabei bereits vergeben.

Stabschef im White House wird der ehemalige Bill Clinton Vertraute Rahm Emanuel (48, Foto: mit seinen Kindern Zacharias, Ilana und Leah). Und auch der Pressesprecher der neuen Administration scheint besetzt zu sein. Robert Gibbs (37, Foto: im Obama-Flugzeug), bereits Kommunikations-Chef des Obama-Wahlkampfes, wird dieses Amt übernehmen.

Um den Rest der Ministerien gibt es bisher nur Spekulationen. Dabei wird vor allem die Besetzung der wichtigsten Ressorts, Außen, Verteidigung und Finanzen als erster Hinweis auf die Richtung der neuen Administration gewertet.

Als Außenminister scheint John Kerry hinter den Kulissen für sich selbst mächtig zu trommeln. Im Gespräch sind aber auch zwei Republikaner, Richard Lugar und Chuck Hagel, sowie Bill Richardson, Gouverneur in New Mexico.

Das Amt des Verteidigungsministers könnte der amtierende Robert Gates, ein Republikaner, behalten. Der Pentagon-Chef ist auch für Demokraten tragbar.

Für das neuerdings immens wichtige Finanzressort gibt es gleich eine Liste von möglichen Anwärtern. Wunschkandidat für Obama wäre der reichste Mann der Welt, Warren Buffett, der allerdings als Chef eines erfolgreichen Aktienfonds in schwere ethische Konflikte geraten könnte. Top sind aber auch der Ex-Finanzchef unter Bill Clinton und spätere Harvard-Präsident Lawrence Summers sowie der New Yorker Notenbank-Chef Timothy Geithner.

Eine größere Rolle in einer Obama-Regierung könnten auch die Kennedys spielen. „Bamelot“, titelte am Donnerstag bereits die New York Post in Anspielung auf das Kennedy-Pseudonym Camelot.

So könnte Robert F. Kennedy Jr. (54, Foto) Sohn des 1968 ermordeten gleichnamigen US-Justizministers RFK das Umweltressort EPA übernehmen.

Und Caroline Kennedy, die Obama bei der Suche des Vize-Kandidaten geholfen hatte, soll, so wird spekuliert, mit dem Posten der Botschafterin in Großbritannien oder bei den Vereinten Nationen belohnt werden. Die 50-jährige Tochter von John F. Kennedy (Foto) wird aber auch als künftige Bildungsministerin gehandelt.

Passen würde die Auswahl schon: Barack Obama wird gerne als der „schwarze Kennedy“ bezeichnet. Und Mitglieder aus einem der politisch wichtigstem Familien Amerikas in die Regierung zu nehmen, macht Sinn.
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