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Tuesday, March 3, 2009

Hoffen auf ein Wunder

Die Blicke an der Wall Street richteten sich mal wieder auf den möglichen "Retter" der US-Wirtschaft, Präsident Barack Obama (Foto). Am Tag nach dem schwarzen Montag, als der Dow Jones in New York weit unter die Widerstandslinie von 7000 Punkten fiel, hofften die Händler auf dem Parkett wohl auf ein Wunder aus Washington. Es blieb vorerst aus, auch wenn der Dow weniger verlor als einen Tag zuvor, was von vielen schon als positives Zeichen gesehen wurde.

Der Index fiel nur um 37,27 Punkte auf 6726,02. Die Börsianer an Wall Street bekamen damit zumindest eine kleine Verschnaufpause bei ihrem rasanten Dauerabstieg der vergangenen Wochen.

Präsident Obama wies unterdessen in Washington überraschend auf die niedrigen Börsenkurse hin, die für langfristige Anleger doch sehr attraktiv sein könnten. Der Commander-in-Chief als Finanzberater? Soweit wollte es dessen Sprecher Robert Gibbs dann doch nicht kommen lassen. "Ich würde", so erklärte er, "nicht zuviel dahineininterpretieren." Dabei hätte sich die gebeutelte Wall Street über die Kaufempfehlungen aus dem White House sicherlich gefreut.

Thursday, January 22, 2009

Obamas persönlicher Sieg: Der Präsident darf seinen geliebten BlackBerry behalten

Barack Obama feierte seinen Sieg über den Secret Service wie den Gewinn der Baseball-Meisterschaft seines Lieblings-Teams der Chicago White Sox. „Ich darf ihn behalten“, jubelte er während seines überraschenden Besuches bei der ersten White House Pressekonferenz seines Sprechers Robert Gibbs. „Ich habe gewonnen. Aber ich glaube, er funktioniert noch nicht.“

Die Rede war von Obamas viertgrößter Liebe, gleich nach Frau Michelle und Töchter Malia und Sasha, seinem BlackBerry. Wochenlang hatte er mit dem Secret Service – der Handcomputer gilt nicht als Hacker sicher – um das Gerät gekämpft. Eigentlich wollte man dem 44. Präsidenten der USA gleich nach der Vereidigung das geliebte Spielzeug wegnehmen. Doch Obama wehrte sich und durfte seinen BlackBerry behalten. Er ist damit der erste Commander-in-Chief, der Emails schreiben wird. (Foto: Obama mit seinem heißgeliebten BlackBerry)

Doch ohne Einschränkungen geht es für den mächtigsten Mann der Welt nicht. Obama musste versprechen, dass er seinen BlackBerry nur „in Maßen benutzt“, was für einen leicht süchtigen BlackBerry-Freak eine echte Herausforderung darstellen könnte. Außerdem sollen nur eine kleine Auswahl von Freunden und engste Mitarbeiter die Email-Adresse bekommen.

Der 47-jährige Freund von Emails und schneller Kommunikation soll einen ganz besonderen BlackBerry bekommen, einer, der abhörsicherer sein soll, als das gewöhnliche Modell. Der so genannte „Sectera Edge“ wird auch von den Geheimdienstler der National Security Agency benutzt. Kostenpunkt des neuen Modells: 3350 Dollar. Barack Obama wird es die kleine Investition wert sein.

Obama hat aber noch einen persönlichen Kampf zu kämpfen: Neben dem BlackBerry möchte er gerne auf seinem Schreibtisch im Oval Office einen Laptop-Computer benutzen. Auch der muss noch bewilligt werden.

Sunday, December 7, 2008

In Bildern: Yes We Can

Die Fotografin Scout Tufankjian (Foto) war einer der ersten, die Barack Obama auf seinem Weg ins White House fotografisch begleitete. Die New Yorkerin hatte offenbar ein gutes Gespür.

Vor mehr als zwei Jahre fing sie im Auftrag von Newsweek an, Obama bei Wahlkampfauftritten zu fotografieren. Damals ahnte die 29-Jährige noch nicht, dass sie den künftigen Präsidenten der USA vor der Linse haben sollte.

An diesem Montag erscheint ihr Fotoband "Yes We Can" (Foto), 29.95 Dollar im Verlag PowerHouse. Ein historisches Werk. Eine Auswahl:

Barack Obama im Mai 2008 beim Billiard in einer Bar in South Charleston, West Virginia

Barack Obama und Robert Gibbs (mittlerweile zum White House Sprecher ernannt) machen auf der Fahrt durch Ohio im Wahlkampf-Bus ein kleines Nickerchen, August 2008

Michelle Obama hört im Februar 2007 ihrem Mann Barack bei einer Rede in Waterloo, Iowa, aufmerksam zu

Begeisterung unter Obamas jüngsten Fans bei einer Wahlveranstaltung in Dillon, South Carolina, im vergangenen Januar

August 2008: Vize-Präsident Joe Biden und Barack Obama in Toledo, Ohio

Friday, November 7, 2008

Hinter den Kulissen

Nailbiding: Barack und Michelle Obama

Sasha, Malia, Barack, Michelle, Marian Robinson, Obama, Robinson (v.l)
Sasha, Malia und Michelle Obama (v.l)


Axelrod, Plouffe, Obama, Michelle, Jill, Joe +++ Sasha (v.l)
Sieger-Team: Robert Gibbs, David Plouffe, Barack Obama, David Axelrod .v.l)

Es sind Bilder, die sonst niemand sieht. President-Elect Barack Obama hat am Freitag Fotos veröffentlichen lassen, die während der Wahlnacht in Chicago gemacht wurden. Sie zeigen Obama, dessen Frau Michelle, seine Töchter Sasha und Malia, Schwiegermutter Marian Robinson, Vize-Kandidat Joe Biden und Frau Jill Biden sowie Obamas Sieger-Team Chef-Stratege David Axelrod, Sprecher Robert Gibbs und Campaign-Manager David Plouffe.

Thursday, November 6, 2008

"Bamelot"

Zwei Tage nach dem Wahlsieg hat das Geschahrere um Minister-Posten in der künftigen Obama-Regierung begonnen. Zwei Ämter sind dabei bereits vergeben.

Stabschef im White House wird der ehemalige Bill Clinton Vertraute Rahm Emanuel (48, Foto: mit seinen Kindern Zacharias, Ilana und Leah). Und auch der Pressesprecher der neuen Administration scheint besetzt zu sein. Robert Gibbs (37, Foto: im Obama-Flugzeug), bereits Kommunikations-Chef des Obama-Wahlkampfes, wird dieses Amt übernehmen.

Um den Rest der Ministerien gibt es bisher nur Spekulationen. Dabei wird vor allem die Besetzung der wichtigsten Ressorts, Außen, Verteidigung und Finanzen als erster Hinweis auf die Richtung der neuen Administration gewertet.

Als Außenminister scheint John Kerry hinter den Kulissen für sich selbst mächtig zu trommeln. Im Gespräch sind aber auch zwei Republikaner, Richard Lugar und Chuck Hagel, sowie Bill Richardson, Gouverneur in New Mexico.

Das Amt des Verteidigungsministers könnte der amtierende Robert Gates, ein Republikaner, behalten. Der Pentagon-Chef ist auch für Demokraten tragbar.

Für das neuerdings immens wichtige Finanzressort gibt es gleich eine Liste von möglichen Anwärtern. Wunschkandidat für Obama wäre der reichste Mann der Welt, Warren Buffett, der allerdings als Chef eines erfolgreichen Aktienfonds in schwere ethische Konflikte geraten könnte. Top sind aber auch der Ex-Finanzchef unter Bill Clinton und spätere Harvard-Präsident Lawrence Summers sowie der New Yorker Notenbank-Chef Timothy Geithner.

Eine größere Rolle in einer Obama-Regierung könnten auch die Kennedys spielen. „Bamelot“, titelte am Donnerstag bereits die New York Post in Anspielung auf das Kennedy-Pseudonym Camelot.

So könnte Robert F. Kennedy Jr. (54, Foto) Sohn des 1968 ermordeten gleichnamigen US-Justizministers RFK das Umweltressort EPA übernehmen.

Und Caroline Kennedy, die Obama bei der Suche des Vize-Kandidaten geholfen hatte, soll, so wird spekuliert, mit dem Posten der Botschafterin in Großbritannien oder bei den Vereinten Nationen belohnt werden. Die 50-jährige Tochter von John F. Kennedy (Foto) wird aber auch als künftige Bildungsministerin gehandelt.

Passen würde die Auswahl schon: Barack Obama wird gerne als der „schwarze Kennedy“ bezeichnet. Und Mitglieder aus einem der politisch wichtigstem Familien Amerikas in die Regierung zu nehmen, macht Sinn.
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