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Tuesday, January 20, 2009

Das Renter-Leben des George W. Bush - Personenschutz nur noch für zehn Jahre

George W. und Laura Bush winken vor dem Einstieg in "Executive One" zum letzten Mal ihren Anhängern. Der Hubschrauber brachte sie zur Andrew Air Force Base, von wo aus sie zusammen mit den beiden Töchtern Jenna und Barbara Bush sowie den Eltern von "W", George H.W. und Barbara Bush, nach Texas flogen

Ex-Präsident George W. Bush und First Lady Laura Bush (Foto: Abschied von Washington) können sich auf ihr Rentnerleben freuen. Der US-Kongress meint es stets gut mit den scheidenden White House Chefs. An Pensionsgelder dürfte es den Bushs nicht mangeln, dafür aber an persönlicher Sicherheit.

Der 43. Präsident der USA (Foto l.: Willkommens-Party für Bush in Midland, Texas, wo etwa 30.000 hartgesottene Fans ihren Präsidenten feierten) wird der erste US-Staatschef sein, der nicht bis zu seinem Lebensende den Schutz des Secret Service genießen kann. Nach einem neuen Gesetz hat Bush nur noch zehn Jahre lang Anspruch auf Personenschutz, danach muss er entweder darauf verzichten oder privat Sicherheitsleute engagieren. Für Barack Obama und alle nach ihm folgenden Präsidenten gilt das übrigens auch.

Doch der mangelnde Schutz durch den Secret Service dürfte auch das einzige sein, was das Rentnerleben der Bushs erschweren könnte. Ansonsten: Mit einer Jahresrente von 196.700 Dollar (etwas die Hälfte des Einkommens eines Präsidenten) und einem acht Millionen Dollar Vertrag von Laura Bush für ihre Memoiren lässt es sich in Dallas, Texas, eigentlich ordentlich leben. Außerdem: In den ersten sechs Monaten nach seiner Präsidentschaft werden Bush für den Übergang in das Privatleben alle Kosten erstattet. (Foto: Das künftige Privathaus der Bushs in Dallas)

Neben seiner Pension bekommt Bush zusätzlich zwei Mitarbeiter vom Kongress bezahlt. Die Krankenversicherung kostet den 62-Jährigen keinen Penny (er hat Anspruch in dem besten Militärhospital behandelt zu werden) und auch seine Reisen kann er über den Kongress bis zu einer Summe von etwa 50.000 Dollar im Jahr abrechnen.

Langweilen dürften sich die Bushs nach ihrem Auszug aus dem White House nicht. Sie behalten ihre Ranch in Crawford als Wochenend-Häuschen, wo Bush Freunde und alte Wehgefährten zum Grillen einladen will. Außerdem hat er endlich genügend Zeit auf seinem Anwesen die Arbeiten zu erledigen, die aus Zeitgründen immer liegen geblieben sind. (Foto l.)

Beschäftigen wird George W. Bush auch die Präsidenten-Bücherei. An den Plänen für das "Denkmal", eine Tradition unter den scheidenden White House Chefs, wird bereits gearbeitet. Die Bücherei soll nahe Dallas an der Southern Methodist University entstehen und stolze 300 Millionen Dollar kosten. Das Geld muss Bush privat aufbringen, was dem begnadeten Spendensammler (ja, er hat immer noch viele und vor allem reiche Anhänger) allerdings nicht wirklich schwer fallen wird. Nach der Fertigstellung im Jahr 2013 übernimmt dann die US-Regierung die laufenden Kosten.

Wednesday, January 14, 2009

Höchste Zeit zum Packen

Der Cartoonist M. Wuerker hat seine eigene Vorstellung wie Präsident Bush und dessen Vize Dick Cheney ihre ganz persönlichen Dinge einpacken. Ob die beiden allerdings einen Hausräumungsverkauf vor dem White House planen, darf eher bezweifelt werden.

Wenige Tage vor seinem Auszug aus dem White House haben Noch-Präsident George W. Bush und First Lady Laura Bush angefangen, ihre letzten persönlichen Dinge einzupacken. Am Inauguration Day von Barack Obama wollen sie in ihr neues Privathaus im texanischen Dallas einziehen.

Am 20. Januar rollen am Amtssitz des US-Präsidenten vermutlich gleich von zwei Seiten die Möbelpacker an. Die einen laden die persönlichen Dinge der Bushs ein - laut White House Sprecherin Dana Perino haben die beiden nicht viele Kisten - die anderen kommen mit den Sachen der Obama Familie. Bushs "Mietvertrag" im White House endet offiziell am 20. Januar.

Es ist ein logistisches Meisterstück: Laut Protokoll soll während der Vereidigungs-Zeremonie der Umzug abgeschlossen werden. Nach der traditionellen Parade und der Vorführung des neuen Präsidenten müssen die Bushs endgültig draußen sein. Denn dann ziehen die Obamas mit ihren persönlichen Sachen ein.

Tuesday, January 13, 2009

Chef-Köchin des White House darf bleiben

Die Suche nach dem neuen Chef-Koch im White House ist beendet – es bleibt die alte. Cristeta Comerford (Foto), seit 2005 für die kulinarischen Köstlichkeiten im Amtsitz des amerikanischen Präsidenten verantwortlich, wird auch für die Obama Familie kochen.

George W. und Laura Bush waren schon von der 46-jährigen Chefköchin begeistert und rieten dem neuen Präsidenten, Comerford unbedingt zu halten.

Michelle Obama entschied jetzt, dass der neue „Chief“ auch der alte sein werde. Für die 44-jährige künftige First Lady sprach bei ihrer Entscheidung vor allem, dass Comerford selbst ein kleines Kind habe und großen Wert auf ausgewogene und vor allem organische Ernährung lege.


Comerford (Foto: in der White House Küche) wurde auf den Philippinen geboren, ging mit 23 in die USA und hatte im Sheraton Hotel in Chicago ihren ersten Job als Koch. Sie hat eine kleine Tochter Danielle und ist die erste Frau, die als Chef-Köchin im White House dient.

Monday, January 5, 2009

Laura Bush: Acht Millionen für ihre Memoiren

Ihr Mann George W. Bush muss noch warten. Wegen seiner Unbeliebtheit wird der Noch-Präsident seine Memoiren vorerst wohl nicht schreiben. Ganz im Gegensatz zu dessen Frau Laura Bush. Die 62-Jährige First Lady wird bis zum Jahr 2010 ihre persönlichen Erinnerungen an ihre acht Jahre White House aufschreiben. Dass sich das Buch verkaufen wird, daran besteht kaum ein Zweifel. Laura Bush gilt selbst unter den Kritikern ihres Mannes als sehr beliebt.

Der Verlag, der das Buch herausbringen wird, soll Laura Bush acht Millionen Dollar Honorar bezahlt haben. Das ist die gleiche Summe, die auch Hillary Clinton für ihre Memoiren bekommen hatte. Veröffentlichen will die Erinnerungen (noch gibt es keinen Titel für das Werk) das Publisher House Sribner, der weltweit älteste Verlag. Der hatte schon die Bücher von Ernest Hemingway, F. Scott Fitzgerald aber auch Lauras Schwiegermutter Barbara Bush gedruckt.

George W. Bush dagegen wartet noch auf ein entsprechendes Angebot. Die Verlage haben Bedenken, dass die Memoiren des 43. Präsidenten zum Ladenhüter werden könnten.

Sunday, December 21, 2008

Und noch ein Portrait ...

Präsident George W. Bush und First Lady Laura Bush posieren vor ihren Portraits, die künftig in der National Portrait Gallery in Washington zu sehen sein werden. Der Maler für "W" war Robert Anderson, der von Laura Aleksander Titovets

Friday, December 5, 2008

Vollfinanziert: Bush kauft Ruhesitz auf Pump

Der künftige Ruhesitz der Bush-Familie in Dallas

Es ist eine gute Nachricht für alle, die selbst in schwierigen Zeiten ein Haus kaufen wollen - Amerikas marode Banken geben immer noch Kredite an ihre Kunden. Der Beweis: George W. Bush, bald Ex-Präsident der USA, konnte seinen neuen Ruhesitz in Dallas mit einem in den USA unter Jumbo-Kredit bekannte Leihgabe finanzieren. Insgesamt 3,074.239 Millionen Dollar gab ihm die Community National Bank in Midland, Texas, um sein Anwesen in der vornehmen Stadtgegend Preston Hollow in Dallas kaufen zu können. Es ist eine Vollfinanzierung - Bush zahlte keinen Dollar an.

Seit Monaten hatten die Bushs, vor allem Laura, in Dallas nach einer passenden Bleibe gesucht. Jetzt bestätigte das White House den Kaufvertrag, der bereits am 1. Oktober unterschrieben wurde. Das Anwesen verfügt über insgesamt vier Schlafzimmer (eins soll zum Fitness-Raum umgebaut werden) und 4 1/2 Bäder. Im Keller gibt es eine Bar und der Garten ist offenbar so groß, dass Bush - wie angekündigt - viele Grille-Feste geben kann. Neben der einstöckigen Villa gibt es eine Garage und ein kleines Häuschen für Angestellte oder den Secret Service, den Bush nach seinem Ausscheiden noch zehn Jahre lang beanspruchen darf.

Bush, der seine Ranch in Crawford für Wochenend-Ausflüge behalten will, zieht in keine durch die Wirtschaftskrise verarmte oder gar brachliegende Gegend. Im Gegenteil: Seine künftigen Nachbarn sind durchweg vermögende Amerikaner wie zum Beispiel Mark Cuban, Besitzer des Basketball-Team Dallas Mavericks, sowie der Milliardär Tom Hicks, der Bush das Haus offenbar auch verkauft hatte. Offiziell erworben hat es übrigens der langjährige Freund und Finanzberater von Bush, Robert McCleskey.

Die Probleme auf dem Kreditmarkt bekommt allerdings auch ein künftiger Ex-Präsident zu spüren. Die Bank, die ihm die Summe von mehr als drei Millionen Dollar geliehen hat, will ihren Kredit in den kommenden vier Jahren bereits vollständig zurück. Üblich in den USA ist eher eine Finanzierung auf 15 oder 30 Jahre. George W. Bush muss wohl doch schnell seine Memoiren schreiben, um seine Schulden abzuzahlen.

Die neues Adresse von George W. Bush: 10141 Daria Place, Dallas, Texas (das White House hat das aus Sicherheitsgründen nicht bestätigt). Ein Blick von Google Earth auf die noble Wohngegend der Bushs in Dallas, hier: http://maps.google.com/maps?f=q&hl=en&geocode=&q=10141+Daria+Place,+Dallas+TX&sll=37.0625,-95.677068&sspn=47.215051,79.101563&ie=UTF8&ll=32.884353,-96.81206&spn=0.001538,0.002414&t=h&z=19&iwloc=addr&layer=c&cbll=32.884807,-96.811782&panoid=7496GtqlnBbzDmJU5oIqHQ&cbp=12,207.22628978452505,,0,5

Tuesday, November 11, 2008

George W. Bush Memoiren: „Nein Danke“

Es gehört eigentlich zur Tradition früherer Präsidenten, dass sie nach ihrer Amtszeit ihre Memoiren veröffentlichen und damit richtig Kassen machen. Bill Clinton hat es getan und Millionen daran verdient und auch George Bush, Ronald Reagan und Jimmy Carter fanden ihre Käufer.

Beim amtierenden Präsidenten scheint das allerdings ganz anders zu sein. George W. Bush ist so unpopulär, dass sich offenbar kein Verlag findet, der die Vermächtnisse eines der unbeliebtesten Commander-in-Chief in der Geschichte der USA herausbringen möchte.

„Mindestens fünf Jahre Wartezeit“, so heißt es in der US-Medienbranche braucht George W., um überhaupt daran denken zu können, seine Erinnerungen zu Papier zu bringen. Und selbst dann könnte das Werk des 62-Jährigen zum Ladenhüter werden.

Ganz anders dagegen ist es bei der First Lady, Laura Bush. Gleich mehrere Verlage buhlen zurzeit aggressiv mit Multi-Millionen Dollar Angeboten um die Memoiren der 62-Jährigen. Sie steht auf der Beliebtheitsskala – im Gegensatz zu ihrem Mann – ziemlich weit oben.

Monday, November 10, 2008

Mein Haus, mein Auto, mein Flugzeug

Erster Besuch von President Elect Barack Obama in seiner künftigen Wohn- und Arbeitstätte, das White House. Der aktuelle Amtinshaber George W. Bush und First Lady Laura Bush hatten geladen und die Obamas kamen.

Während die Damen, First Lady Laura Bush und First Lady in spe Michelle Obama, eine Tour durch die Räumlichkeiten machten, sprachen die Herren über Politik und vor allem über die Wirtschafts- und Finanzkrise.

Erster Besuch von Barack Obama im Oval Office. Amtsinhaber George W. Bush hatte zur Besichtigung geladen

Ganz so harmonisch wie der 43. Präsident und der künftige 44. Präsident der USA später gemeinsam erklärten, war das Treffen dann wohl aber doch nicht. Nach dem Ausstausch von Höflichkeiten forderte Barack Obama vom amtierenden Amtsinhaber noch vor seiner Vereidigung Sanierungshilfen für die fast bankrotte amerikanische Autoindustrie sowie ein neues Stimmulierungsprogramm für die Wirtschaft. Ob George W. Bush es umsetzen wird, muss sich erst noch zeigen. Obama will kein Rettungspaket für die Wall Street, sondern für Main Street - die Mittelschicht der US-Bevölkerung.

Unterdessen wurde bekannt, dass Barack Obama auch einen neuen Dienstwagen bekommen soll. Cadillac arbeitet laut Boston Globe an einer neuen Limousine für den Präsidenten der USA.

Auf einer ersten Probefahrt wurde das neue Gefährt (Foto) jetzt getestet. Besonderheit: Bei dem Wagen wurden die kugelsicheren Außenseiten noch einmal um fast einen auf jetzt über vier Zentimeter verstärkt. Die Wände halten einer Kugel aus einer Magnum .44 aus nächster Nähe stand und auch ein Gewehr kann die Insassen nicht gefährden.
Alles beim Alten bleibt es zunächst bei Obamas künftigen Dienstflugzeug. Die Air Force One, ein Boeing 747 Jumbo, übernimmt er von seinem Vorgänger Präsident Bush.

Wednesday, September 3, 2008

Wenn Lob verdächtig macht

Sarah Palin wird auf dem Parteitag der Republikaner als neuer Star gefeiert. Und man reibt sich dabei verwundert die Augen. Hat man(n) sie vorher einfach nur übersehen? Ist sie ein Natur-Talent, eine geborene Natur-Politikerin, die ideale Vize-Präsidentin, auf die Amerika so sehnsüchtig gewartet hat?

Fakt ist doch: Sie war Schönheits-Königin von Wasilla, 69 Kilometer nördlich von Anchorage, später wurde sie Bürgermeisterin in dem 6715 Einwohner zählenden Dorfes. Und seit Dezember 2006, also seit gerade mal 21 Monate, ist sie Gouverneurin von Alaska. Gegen sie läuft eine Untersuchung wegen Amtsmissbrauchs und ganz nebenbei ist die 17-jährige Tochter der erzkonservativen Sarah Palin unverheiratet und im fünften Monat schwanger. Dinge, die Republikaner eigentlich gar nicht mögen. „Sex vor der Ehe - um Gottes Willen! Doch all das zählt nicht. Palin muss durchgeboxt werden. Alle stehen hinter Palin. Palin ist die Heldin. Eine Auswahl:

„Mit Sarah Palin wird Amerikas eine starke und prinzipientreue Vize-Präsidentin haben“, jubelt Noch-Präsident George W. Bush per Video-Botschaft den Delegierten zu.

„Ich bin stolz das Amerikas erste Vize-Präsidentin eine Republikanerin sein wird“, freut sich First Lady Laura Bush.

„Sarah Palin repräsentiert eine neue Generation. Sie ist eine der erfolgreichsten Gouverneure des Landes und eine der beliebtesten“, schwärmt Rudy Giuliani. Nach einer Umfrage direkt nach ihrer Nominierung kannten nur 25 Prozent der Befragten überhaupt ihren Namen.

„Sie ist mutig, erfolgreich, eine Reformerin und hat vor niemanden Angst“, weiß Fred Thompson begeistert zu berichten.

„Sie ist eine Reformerin“, sagt Joe Lieberman, einst Demokrat und Vize bei Al Gore und mittlerweile so sehr Republikaner, dass man sich wundert wie sich Gore so täuschen konnte.

„Sie weiß, wo sie steht. Sie hat mehr Managererfahrung als ihr Gegenpart Joe Biden in seinen Jahren im Senat mit Reden erworben hat", weiß Mike Huckabee.“

„Palin wir eine ausgezeichnete Vize-Präsidentin sein”, prophezeit auch Mitt Romney, der eigentlich selbst Vize werden wollte und.

Irgendwann ist es einfach zu viel. Irgendwann wird Lob verdächtig.

Monday, September 1, 2008

„Gustav“ und die Damen

Erster Tag der Republican Convention (RNC) in Minneapolis/St. Paul – doch niemand hat es wirklich interessiert. Die alles beherrschenden Top-Themen des Tages waren: Hurrikan „Gustav“ und die Schwangerschaft von Bristol Palin, 17-jährige Tochter von John McCains Vize-Kandidatin Sarah Palin. Über Politik wollte an diesem Tag niemand reden. Deshalb beschränkten sich die Organisatoren der RNC auf das Wesentliche und schickten First Lady Laura Bush (r.) und ihre mögliche Nachfolgerin, Cindy McCain (l.), auf die Bühne. Die beiden sehr elegant gekleideten Damen riefen zur Hilfe für die „Gustav“ Opfer auf. Mehr konnten die beiden an einem solchen Tag wohl auch nicht machen.

Es war die ungewöhnlichste Eröffnung eines Parteitages der Republikaner. Und niemand weiß, wie es bis zum Ende am Donnerstag weitergehen soll. McCain will von Tag zu Tag neu entscheiden. Keine besonders guten Vorrausetzungen, um einen ohnehin nicht sehr populären Kandidaten auf einem Jubel-Parteitag der US-Öffenlichkeit zu verkaufen. Da hatten es Barack Obama und die Demokraten in der vergangenen Woche schon leichter.
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