So weit so gut. Auch wenn immer noch einige Posten in der Obama-Regierung unbesetzt sind – am Mittwoch wurde Bill Richardson als künftiger Wirtschaftsminister nominiert – sind die US-Bürger mit der Auswahl des Kabinetts zumindest bisher zufrieden. Nach einer Umfrage von CNN/Opinion Research (1096 Befragte, Fehlerquote drei Prozent) befürworten 75 Prozent die Auswahl von Barack Obama.
Die Top-Leute der Umfrage sind dabei der alte und neue Verteidigungsminister Robert Gates, der von insgesamt 83 Prozent der Befragten unterstützt wird und Hillary Clinton. Die künftige Außenministerin finden 71 Prozent der US-Bürger eine gute Wahl.
Nicht so eindeutig sind die Ergebnisse dagegen über die künftige Arbeit von Hillary. Verhältnismäßig wenige (57 Prozent) glauben, dass sie die Politik von Obama vertreten wird. Und was ist mit Bill Clinton? Nur 54 Prozent der Befragten erwarten, dass sich der Ex-Präsident aus der Außenpolitik seiner Frau heraushalten kann. Zwei Werte, die eine interessante Zukunft für die Kabinetts-Arbeit vorhersagen dürften.
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Wednesday, December 3, 2008
Tuesday, December 2, 2008
Entscheidung im Feuerwehrhaus
Robert Gates gilt eigentlich als sehr verschwiegener Mann. Mehr als 26 Jahre hütete der amtierende Verteidigungsminister der Bush-Regierung als Mitarbeiter und späterer Chef des US-Geheimdienstes CIA jedes noch so düstere Geheimnis. Und auch als Pentagon-Chef rutschte dem 65-Jährigen eigentlich nie etwas heraus, was nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen wäre.
Doch am Tag nach der Nominierung des Republikaners als alten und neuen Chef des Verteidigungsministeriums, platzte Gates nach Jahren der Verschwiegenheit doch noch ein "Top Secret" heraus. Auf die Frage, wann und wo er und Obama den Deal beschlossen hätten, dass er im Amt bleibe, antwortete "007-Gates" konspirativ:
Doch am Tag nach der Nominierung des Republikaners als alten und neuen Chef des Verteidigungsministeriums, platzte Gates nach Jahren der Verschwiegenheit doch noch ein "Top Secret" heraus. Auf die Frage, wann und wo er und Obama den Deal beschlossen hätten, dass er im Amt bleibe, antwortete "007-Gates" konspirativ:
"Wir haben uns bei seiner Abreise in der Feuerwehr-Station des National Airports in Washington getroffen. Wir ließen die Feuerwehrwagen rausfahren, damit unsere Autos reinfahren konnten. Es war an dem Tag, als er (Obama) den Präsidenten in Washington getroffen hat." (Anm.: Das war am 10. November)
Monday, December 1, 2008
Obamas "Team of Rivals"
Das Außen- und Sicherheits-Trio der künftigen US-Regierung: Ex-General James Jones, Hillary Clinton und Pentagon-Chef Robert GatesNeuanfang mit alten Gesichtern: Hillary Clinton, Robert Gates und Ex-General und Hartliner James Jones bilden das Dreier-Gestirn Nationaler Sicherheitspolitik der künftigen Obama Regierung. Überraschend kommen die Nominierungen nicht. Die Namen kursieren bereits seit Tagen in der Öffentlichkeit.
Es ist ein Trio, das Barack Obama viel Ärger bringen kann: Alle drei Politiker gelten als eigenständige Köpfe, die sich nicht gerne von anderen reinreden lassen. Und sie gelten auch nicht unbedingt als die größten Unterstützer von Präsident Obama, passen aber in dessen Idee eines "Team of Rivals" wie es sich Abraham Lincoln zusammengestellt hatte.
Es ist ein Trio, das Barack Obama viel Ärger bringen kann: Alle drei Politiker gelten als eigenständige Köpfe, die sich nicht gerne von anderen reinreden lassen. Und sie gelten auch nicht unbedingt als die größten Unterstützer von Präsident Obama, passen aber in dessen Idee eines "Team of Rivals" wie es sich Abraham Lincoln zusammengestellt hatte.
Hillary Clinton soll dabei als Secretary of State einen Neuanfang in der US-Außen- und Sicherheitspolitik vorantreiben. Die einstige Obama Gegnerin gilt dabei als "Falke" bei den Demokraten. Die 61-Jährige wird einen strengen Kurs gegenüber Amerikas Feinden führen und von den Freunden und Alliierten, insbesondere im Kampf gegen den Terror, mehr Einsatz fordern.
Als eigensinnig gilt auch Robert Gates, der bisher einzige Republikaner im Kabinett von Obama. Der amtierende Verteidigungsminister, mit engen, freundschaftlichen Kontakten zu bald Ex-Präsident George W. Bush, darf auch in der künftigen Regierung das Pentagon führen - zumindest für das erste Jahr.
Überraschend, weil militärischer Hartliner, gilt die Nominierung von James Jones. Der 64-jährige Ex-General der US-Elitetruppe Marines (1999-2003) bringt 40 Jahre Militärerfahrung mit ins Kabinett und als 1,95 Meter großer Riese die gleiche Leidenschaft für Basketball wie sein künftiger Boss. Allerdings: Jones ist ein Mann von Prinzipien und Überzeugungen und lässt sich ungern von anderen belehren. Den Irak-Krieg jedoch bezeichnet Jones wie auch Obama als ein "Debakel."
Neben den drei Top-Leuten gehören noch Vize-Präsident Joe Biden, Justizminister Eric Holder, Janet Napolitano als Heimatschutzministerin sowie Susan Rice als Botschafterin bei den Vereinten Nationen zu Obamas Team der Außen- und Sicherheitspolitik.
Neben den drei Top-Leuten gehören noch Vize-Präsident Joe Biden, Justizminister Eric Holder, Janet Napolitano als Heimatschutzministerin sowie Susan Rice als Botschafterin bei den Vereinten Nationen zu Obamas Team der Außen- und Sicherheitspolitik.
Tuesday, November 25, 2008
Republikaner Robert Gates bleibt Verteidigungsminister - vorerst
Gerüchte gab es schon lange. Jetzt scheinen sie sich auch zu bestätigen: Robert Gates (Foto), Republikaner und Verteidigungsminister unter Präsident George W. Bush, soll auch unter Barack Obama Pentagon-Chef bleiben. Nach übereinstimmenden Berichten von CNN, ABC und dem gewöhnlich gut unterrichteten Internet Politikmagazin Politico.com habe Obama Gates ein entsprechendes Angebot gemacht. Der 65-jährige Ex-CIA-Chef, der 2006 den gescheiterten Donald Rumsfeld ablöste, soll auf die Offerte eingegangen sein. 

Die Gründe für die Entscheidung sind vor allem die zwei Kriege, in die die USA zurzeit verwickelt sind: Irak und Afghanistan. Zumindst im Verteidigungsministerium soll es hier Kontinuität geben. Und Hillary Clinton, die als Außenministerin der starke Gegenpol zu Gates sein wird. Nach US-Medien-Berichten soll Gates zumindest für ein Jahr weiterhin das Pentagon führen. Danach könnte erneut über den Posten verhandelt werden.
Neben Gates wurden noch weitere Posten vergeben. Der pensionierte Marine General James Jones soll Obamas Nationaler Sicherheitsberater werden. Der Geheimdienstkoordinator soll auch ein Militär werden, Admiral Dennis Blair, der ebenfalls bereits im Ruhestand ist.
Vergeben scheint auch der Posten der künftigen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Obamas enge Vertraute und außenpolitische Beraterin während des Wahlkampfes, Susan Rice (Foto),
soll den US-Präsidenten bei der UN in New York vertreten. Leer geht dadurch Caroline Kennedy aus, die ebenfalls zum Kreis der Kandidaten für dieses Amt gehörte. Vielleicht belohnt Obama die JFK Tochter aber noch mit dem Botschafterposten in Großbritannien.
Das komplette Kabinett, so heißt ist, will Obama nach dem langem Thanksgiving-Wochenende vorstellen. Dann soll auch Hillary Clinton offziell zur Außenministerin ernannt werden.
soll den US-Präsidenten bei der UN in New York vertreten. Leer geht dadurch Caroline Kennedy aus, die ebenfalls zum Kreis der Kandidaten für dieses Amt gehörte. Vielleicht belohnt Obama die JFK Tochter aber noch mit dem Botschafterposten in Großbritannien.Das komplette Kabinett, so heißt ist, will Obama nach dem langem Thanksgiving-Wochenende vorstellen. Dann soll auch Hillary Clinton offziell zur Außenministerin ernannt werden.
Wednesday, November 19, 2008
Neues vom künftigen Obama-Kabinett
President Elect Barack Obama lässt sich Zeit bei der Vergabe der drei wichtigsten Kabinetts-Posten, Außen, Finanzen und Verteidigung. Der 47-Jährige besetzt erst einmal die "unteren" Ministerränge. Aber der Reihe nach.
Hillary Clinton zögert noch immer bei ihrer Entscheidung über das Angebot, künftige Secretary of State zu werden. Bill Clinton hat angekündigt, alles für seine Frau zu tun und ihr nicht im Wege zu stehen. Für den schwierigen Finanz-Job dagegen gibt es bisher nur Anwärter. Und bei der Verteidigung haben sich Obama-Vertraute am Mittwoch zum ersten Mal persönlich mit Amtsinhaber Robert Gates getroffen.
Der Republikaner Gates soll bleiben, müsste aber seinen Kurs in der Irak-Politik ändern. Obama will den Krieg beenden und die US-Truppen abziehen. Kein leichter Kursschwenk für Gates, der von George W. Bush für den gescheiterten Donald Rumsfeld in die Regierung geholt wurde. Außerdem: Viele Demokraten wünschen sich eigentlich einen neuen Pentagon-Chef.
Vergeben dürfte dagegen der Posten des Gesundheitsministers sein. Wie CNN berichtet, hat Obama seinem Vertrauten, Tom Daschle (Foto), den Job angeboten. Der einstige Mehrheitsführer der Demokraten im Senat soll bereits angenommen haben.
Der 60-jährige Daschle aus dem Bundesstaat South Dakota und kein "Buddy von Bill Clinton" übernimmt eine schwierige Aufgabe. Er soll die von Obama angekündigte Gesundheits-Reform durchführen und Millionen von Amerikanern endlich Zugang zu einer bezahlbaren Krankenversicherung ermöglichen.
Etwa 45,6 Millionen US-Bürger, darunter 8,1 Millionen Kinder, haben keine entsprechende Versicherung. Es ist ein Mammutprojekt, an dem sich zuvor diverse Politiker – unter anderem Hillary Clinton während der Präsidentschaft ihres Mannes – versucht haben und letztendlich gescheitert sind.
Hillary Clinton zögert noch immer bei ihrer Entscheidung über das Angebot, künftige Secretary of State zu werden. Bill Clinton hat angekündigt, alles für seine Frau zu tun und ihr nicht im Wege zu stehen. Für den schwierigen Finanz-Job dagegen gibt es bisher nur Anwärter. Und bei der Verteidigung haben sich Obama-Vertraute am Mittwoch zum ersten Mal persönlich mit Amtsinhaber Robert Gates getroffen.
Der Republikaner Gates soll bleiben, müsste aber seinen Kurs in der Irak-Politik ändern. Obama will den Krieg beenden und die US-Truppen abziehen. Kein leichter Kursschwenk für Gates, der von George W. Bush für den gescheiterten Donald Rumsfeld in die Regierung geholt wurde. Außerdem: Viele Demokraten wünschen sich eigentlich einen neuen Pentagon-Chef.
Vergeben dürfte dagegen der Posten des Gesundheitsministers sein. Wie CNN berichtet, hat Obama seinem Vertrauten, Tom Daschle (Foto), den Job angeboten. Der einstige Mehrheitsführer der Demokraten im Senat soll bereits angenommen haben.

Der 60-jährige Daschle aus dem Bundesstaat South Dakota und kein "Buddy von Bill Clinton" übernimmt eine schwierige Aufgabe. Er soll die von Obama angekündigte Gesundheits-Reform durchführen und Millionen von Amerikanern endlich Zugang zu einer bezahlbaren Krankenversicherung ermöglichen.
Etwa 45,6 Millionen US-Bürger, darunter 8,1 Millionen Kinder, haben keine entsprechende Versicherung. Es ist ein Mammutprojekt, an dem sich zuvor diverse Politiker – unter anderem Hillary Clinton während der Präsidentschaft ihres Mannes – versucht haben und letztendlich gescheitert sind.
Weitere Entscheidungen:
Janet Napolitano (Foto l.), Gouveneurin von Arizona und während des Wahlkampfes als Vize-Präsidentin unter Barack Obama im Gespräch, soll das Heimatschutz-Ministerium (Homeland Security) leiten.
Janet Napolitano (Foto l.), Gouveneurin von Arizona und während des Wahlkampfes als Vize-Präsidentin unter Barack Obama im Gespräch, soll das Heimatschutz-Ministerium (Homeland Security) leiten. Und Penny Pritzker
(Foto r.), bisher zuständig für die Finanzen des Obama Wahkampfes, soll in der kommenden Regierung den Posten der Wirtschaftsministerin übernehmen. Mit Geld kennt sich die Frau aus Chicago aus: Die 49-Jährige (Vermögen: 2,8 Milliarden Dollar)gehört zum Pritzker Clan, der seit Jahren auf der Forbes-Liste zu den reichsten Familien des Landes gezählt wird. Pritzker besitzt unter anderem die Hyatt Hotelgruppe.
(Foto r.), bisher zuständig für die Finanzen des Obama Wahkampfes, soll in der kommenden Regierung den Posten der Wirtschaftsministerin übernehmen. Mit Geld kennt sich die Frau aus Chicago aus: Die 49-Jährige (Vermögen: 2,8 Milliarden Dollar)gehört zum Pritzker Clan, der seit Jahren auf der Forbes-Liste zu den reichsten Familien des Landes gezählt wird. Pritzker besitzt unter anderem die Hyatt Hotelgruppe.
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