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Sunday, March 8, 2009

Das Zitat der Woche


"Ich bin der Hauptgang. . . Einige Demokraten wollen mich gegrillt"
(Karl Rove, „das Hirn" von Ex-Präsident George W. Bush, gegenüber dem erzkonservativen TV-Sender Fox News. Rove reagierte mit diesem Zitat auf die Aufforderung der Demokraten, er müsse vor dem Rechtsausschuss des US-Kongress über die umstrittenen Entlassungen von (Bush-kritischen) Richtern durch die frühere Regierung aussagen. Der Ex-Chefberater des White House stimmte mittlerweile zu und wird vor dem Kongress erscheinen.

Sunday, December 14, 2008

White House: Nachhilfe für Bush-Erfolge – damit auch niemand etwas vergisst

George W. Bush hat gute Chancen als der schlechteste US-Präsident der vergangenen 50 Jahren in die Geschichtsbücher einzugehen. In News-Shows wird darüber bereits seit Wochen ernsthaft diskutiert und es gibt kaum jemanden, der den noch amtierenden Commander-in-Chief (37 Tage) verteidigt. Einzige Ausnahme: Karl Rove. Der „Architect“ der Bush-Wahlerfolge steht bis zum letzten Tag zu seinem Mann. Ganz egal auch wie katastrophal die Bilanz der acht Bush-Jahre auch aussehen mögen. "Man wird Bush", so Rove, "als weitsichtigen Präsidenten erkennen."

Und damit das auch jeder künftig so sieht, hat das White House jetzt ein zwei Seiten Schreiben „Speech Topper on the Bush Record“, ein kleiner Nachhilfe-Katalog in Sachen Bush-Erfolge, erarbeitet. Das Papier - ein Sammelsurium an Absurditäten und Auslassungen - ist bestimmt für Minister und andere hochrangige Mitarbeiter. Personen also, die die Großtaten ihres Chefs eigentlich kennen sollten. Die wichtigsten Sätze:

- Präsident Bush hat die "Amerikaner nach den Anschlägen am 11. September beschützt und Amerika sicherer gemacht".

- Durch seine Steuererleichterungen habe Bush die "Wirtschaft 2001 erfolgreich angekurbelt". Damit habe er die "Voraussetzungen für ein jahrelanges Wachstum und für neue Arbeitsplätze geschaffen".

- Durch sein schnelles Einschreiten in die Finanzkrise habe „Bush einen völligen Zusammenbruch verhindert“.

- Bush habe geholfen, "Aids in Afrika in den Griff zu bekommen.“

- „Bush hat die Ehre und Würde des Präsidentenamtes erhalten.“

„Unsere Absicht war es, an die zahlreichen Erfolge des Präsidenten zu erinnern, für die er nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient oder die jetzt absichtlich ignoriert werden“, verteidigte White House Sprecher Carlton Carroll das Nachhilfe-Papier.

Ach ja, in dem Schreiben an seine wichtigsten Mitarbeiter steht natürlich nichts über die falschen Geheimdienst-Informationen über Massenvernichtungswaffen im Irak oder den festgefahrenen Krieg mit mehr als 4000 Toten US-Soldaten und 30.000 Verletzten. Kein Wort auch über Bushs Versagen bei der Hurrikan-Katastrophe Katrina, dem größten Arbeitsplatzabbau in einem Monat der vergangenen 34 Jahren (533.000 im November) und der schlimmsten Rezession seit der Großen Depression.

Aber wer muss daran schon erinnert werden.

Tuesday, November 4, 2008

Karl Rove: "Erdrutschsieg für Obama"

Am Tag der Wahl glaubt auch „The Architect“ von Präsident George W. Bushs Wahlsieg von 2000 und 2004 nicht mehr an John McCain. “Barack Obama, so schreibt er auf seiner Webseite http://rove.com/election, wird gewinnen. Es wird ein Erdrutsch-Sieg.

Das Wahl-Genie der letzten Jahre sieht den Demokraten mit 338 Wahlmänner (270 sind für den Sieg nötig) zu 200 Wahlmännern für John McCain deutlich vorne. Die größte Differenz seit 1996.
Obama gewinnt laut Rove die Swing States: Ohio, Virginia, Colorado, Nevada und New Mexico und halt Pennsylvania. McCain dagegen kann Indiana, North Carolina, North Dakota und Missouri halten. Für einen Stimmungswandel reiche das aber nicht.

Warten wir ab, ob Karl Rove noch immer das Wahl-Genie ist.

Monday, November 3, 2008

White House dementiert The American Point

Montagmorgen, Weißes Haus, Pennsylvania Avenue 1600, Washington. 7:30 Uhr. Lagebesprechung im Oval Office. (Foto: mit u.a. Vize-Präsident Dick Cheney, zweiter v.l, Condoleezza Rice)

Präsident George W. Bush: Hat jemand den American Point gelesen?

Schweigen

White House Sprecherin Dana Periono: Ja, wir werden alles dementieren.
Bush: Ja, ja, gib mir Karl (Rove). ("The Architect" der Wahlsiege von 2000 und 2004, Bushs Gehirn, mittlerweile Analyst auf dem erzkonservativen Sender FoxNews)

Telefon-Ton.

Stimme: Fox News, may I help you?
Bush: Ja, mmh, hier ist der Präsident. Ich brauche Karl Rove.
Stimme: Natürlich Mister President, Great Job, today.
Bush: Ja, ja, mmh, ich will Karl!

Warten

Karl Rove: Mister President.
Bush: Karl, hast du The American Point gelesen?
Rove: Ja, alles linke Spinner. In allen elf Punkten liegen sie daneben.

Bush: Karl, sag mal, was habe ich mit dem Defizit und dem Schuldenberg zu tun?
Rove: Nichts natürlich.
Bush: Und warum gönnen die mir nicht meine Ferien?
Rove: Sie haben ja auch im Urlaub gearbeitet.
Bush: Genau, und das mit Angie war doch nett, oder?
Rove: Klar, Mister President. Das war sehr charmant. Tolle Geste.
Bush: Und Osama. Was kann ich dafür, dass meine Marines ihn nicht finden?
Rove: Bin Laden lebt doch gar nicht mehr. Das wissen wir doch besser.
Bush: Und mein Flug im Kampfjet auf die USS Abraham Lincoln war doch cool, oder?
Rove: Super Auftritt.
Bush: Und was soll ich mit den Banken gemacht haben. Verstaatlicht? Ich bin doch kein Sozialist?
Rove: Natürlich nicht. Das ist doch dieser Obama. Der hat sogar seine Spielzeuge mit anderen Kindern geteilt.

Bush: Richtig. Und Kathrina. Ich war doch da, oder?
Rove: Mmh. (Schweigen)
Bush: Und über meinen Kumpel Dick beschweren sie sich auch. Ich mag ihn. Die Amerikaner kennen ihn nur nicht so gut wie ich.
Rove: Richtig. Dick ist great. Und ein toller Jäger.

Bush: Und Guantanamo. Wo sollte ich denn hin mit all diesen Terroristen? Besser bei Fidel als hier bei mir.
Rove: Völlig richtig. Fidel kann ohnehin niemand leiden.
Bush: Kyoto? Was ist das? Und wo liegt das eigentlich?
Rove: Keine Ahnung. Da bin ich überfragt.
Bush: Karl, bin ich wirklich so unbeliebt wie Nixon?
Rove: Nee, natürlich nicht, Mister President. Sie sind der Größte.
Bush: Ach Karl, es ist so gut mir dir zu sprechen. Seitdem du nicht mehr da bist, bin ich nur noch von Deppen umgeben. Bei dir hätte es so etwas wie The American Point nicht gegeben. Komm mal wieder nach Crawford, auf’n Bier, alkoholfreies natürlich
Rove: Ok, see you Mister President. It was great talking to you. Und don’t worry about die Geschichtsbücher. Ich mach das schon hier auf FoxNews.

(Das ist natürlich ein fiktives Gespräch zwischen Bush und Rove)

Monday, October 6, 2008

"Das Hirn" hat Zweifel am Sieg von McCain

Es sieht nicht gut aus für John McCain. Selbst Karl Rove, Wahlkampf-Genie und das „Hirn von George W. Bush" hat große Zweifel an einem Sieg des Republikanerns bei den Wahlen am 4. November. Nach Roves eigentlich immer sehr Republikaner freundlichen Rechnung, hat Obama zurzeit 273 Wahlmänner aus den Bundesstaten sicher, drei mehr als er braucht.

„Wenn heute die Wahl wäre, wäre Obama der neue Präsident“, schreibt Rove in seinem Blog „Rove.com“ und ergänzt: „Im Moment verliert McCain mehr Wähler als Obama welche dazu gewinnt“. (Foto: Karl Rove mit Bush)

Als Gründe für diese Entwicklung sieht "The Architect" der Bush-Siege vor allem zwei Dinge: Einmal habe der Wähler McCain den "Retter der Finanzkrise“ nicht abgenommen, als der 72-Jährige heldenhaft seine Wahlkampagne wegen des Desasters an Wall Street unterbrochen hatte. Zum zweiten hält Rove die „Aufgabe von Michigan“ für einen fatalen Fehler. „Wenn man sein Team dort abzieht, muss man das leise tun und es nicht an die große Glocke hängen“, sagt Rove. „Eine gute Strategie ist manchmal, wenn man nicht darüber spricht.“

Karl Rove bestätigt mit seiner Einschätzung auch den Trend in den allerjüngsten Umfragen. Danach führt Obama 29 Tage vor dem Urnengang in allen so genannten zwölf Swing States (Nevada, New Mexico, Colorado, Missouri, Iowa, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, New Hampshire, Ohio, Virginia und Florida) vor seinem Rivalen McCain.

Saturday, September 6, 2008

Zitat der Woche

"Sarah Palin war die Bürgermeisterin der zweitgrößten Stadt Alaskas"

(Karl Rove, "The Architect" von George W. Bush und aktuell Kommentator beim konservativen TV-Sender Fox über die Erfahrungen, die Sarah Palin als mögliche Vize-Präsidentin mitbringt. Palin war Bürgermeisterin in Wasilla, einem Ort nach eigenen Angaben von 7025 Einwohnern (Stand September 2008, Foto: Palins Ex-Resident in Wasilla))

Kleiner Nachilfe-Unterricht für Karl Rove: Wasilla ist NICHT die zweitgrößte Stadt Alaskas. Nach den letzten Schätzungen des US Census Bureau von 2007 liegen: Anchorage: 279,671 Einwohner, Fairbanks: 34,540, Juneau: 30,690 deutlich vor Wasilla. Karl Rove sollte das eigentlich besser wissen. Doch wen interessieren schon die Fakten. Rove und "Fixed-News" wie die Konkurrenz von MSNBC spottet, haben andere Ziele: Palin, so unerfahren sie auch sein mag, muss dem Wähler nur gut verkauft werden. Und bis jetzt funktioniert das ja auch ganz gut.

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