Wednesday, November 12, 2008

Extrablatt: Irak-Krieg ist zu Ende! - Präsident Bush wegen Landesverrat angeklagt

Es war der Schocker am Morgen. Zeitungsverkäufer auf den Straßen in New York und Los Angeles schrieen mitten in der täglichen Rushhour die Sensationsmeldung heraus: „Extrablatt der New York Times. Der Irak-Krieg ist zu Ende! Außenministerin Condoleezza Rice entschuldigt sich für die Lügen über Massenvernichtungswaffen im Irak! US-Präsident George W. Bush wegen Landesverrates angeklagt!“

"Extrablatt der New York Times vom 4. Juli 2009": Der Irak-Krieg ist zu Ende

Wow! Hatte CNN und die anderen News-Organisationen noch tief geschlafen, als es diese Breaking News gab. Oder hatte die weltweit beste Tageszeitung, die New York Times (Motto: All the News That’s Fit to Print) wie so oft mal wieder als einzige "DEN SCOOP“ gelandet?

Doch die Ernüchterung kam schnell. Beim genauen hinsehen, wurde klar: Auch wenn über dem 14 Seiten starken und kostenlosen Extrablatt New York Times in seinem typischen Schriftzug stand, war keine New York Times drin.

Das Blatt mit dem Einklinker „All the News We Hope to Print" mit dem Datum vom 4. Juli 2009 war ein Fake. Allerdings ein sehr guter. Insgesamt 1,2 Millionen Exemplare (!) hatte die linksliberale Gruppe „The Yes Man“ drucken und verteilen lassen.

Der Zeitungsschwindel muss ein Vermögen gekostet haben und viel Zeit. In einer Mitteilung erklärte die Gruppe, dass sie sechs Monate daran gearbeitet habe. Das Blatt wurde in sechs Druckereien hergestellt und von Hunderten von Freiwilligen verteilt. Der Aufwand war es wohl Wert. In den U-Bahnen New Yorks, auf den Straßen und an der Arbeit löste das Extrablatt heftige Diskussionen aus. (Foto: Wer hätte es gemerkt: Original und Fake sind sich zum Verwechseln ähnlich)

Nur bei der New York Times zeigte man sich 'not amused'. „Dies ist ganz offensichtlich eine Fake“, erklärte eine Sprecherin. "Wir suchen nach den Schuldigen". Und dann ergänzte sie noch: „Die New York Times kostet immer noch 1,50 Dollar.“

Die schweren Lasten des Barack Obama

President Elect Barack Obama ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Amerika steckt in der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit der Großen Depression. Das Land kämpft in zwei Kriegen, im Irak und in Afghanistan, und weltweit gegen den Terror. Die Infrastruktur (Straßen, Brücken, Tunnel, Flughäfen) ist marode, die Autoindustrie bankrott, das Gesundheitssystem vor dem Kollaps, der Bildungsbereich in der Krise und das Vertrauen der Bürger in die Regierung mehr als erschüttert.

Wenn Barack Obama am 20. Januar 2009 vereidigt wird, trägt er schwere Lasten seines Vorgängers mit ins White House (Foto: Illustration Time Magazine). Angst vor den Aufgaben hat der 47-Jährige nicht. „Ich weiß, dass wir als Amerikaner es schaffen können“, betont er immer wieder. Ganz nach der positiven Grundeinstellung, die das Land schon immer angetrieben hat. Motto: Das Glas ist halbvoll und nicht halbleer.

Die Bürger zumindest haben großes Vertrauen in den neuen Commander-in-Chief. Obama gilt als Hoffnungsträger, für viele ist er gar der Messias, der alles wieder in Ordnung bringen kann.

Die positiven Erwartungen in den „Neuen“ bestätigt auch eine neue Umfrage der Quinnipiac University. Danach haben 67 Prozent eine generell positive Einstellung gegenüber einem Präsidenten Barack Obama. Zum Vergleich: Bei George W. Bush liegt der Wert zurzeit bei bescheidenen 29 Prozent. Ungefähr genauso viele Bürger (69 Prozent) denken, dass Obama die schwierige Situation verbessern wird, nur 22 Prozent glauben, dass es unter ihm noch schlimmer werden wird.

Auch bei den dringenden, seit Jahren ungelösten Problemen des Landes, glaubt die Mehrheit an eine Wende durch Obama. 62 Prozent denken, dass der neue Präsident das Land von Öllieferungen aus dem Ausland unabhängiger machen kann, 55 Prozent sind der Meinung, dass er das Bildungsniveau steigern wird, 50 Prozent glauben an eine bessere Krankenversorgung und sogar 56 Prozent sind davon überzeugt, dass Barack Obama das Vertrauen in die Regierung wieder stärken wird.

Sehr viele und vor allem große Erwartungen an nur einem einzigen Präsidenten.

Tuesday, November 11, 2008

Der Cartoon des Tages

Wie der Cartoonist Sean Delonas den ersten Besuch des künftigen US-Präsidenten Barack Obama im White House sah. Der zerfletterte Amtsinhaber Bush hat alle Hände voll zu tun, um die drängenden Monster-Probleme des Landes hinter verschlossenen Türen und damit im White House zu halten. Bush würde offenbar auch seinen Commander-in-Chief-Posten lieber heute als morgen ("Wann kannst du anfangen?") verlassen. (erschienen in: New York Post)

George W. Bush Memoiren: „Nein Danke“

Es gehört eigentlich zur Tradition früherer Präsidenten, dass sie nach ihrer Amtszeit ihre Memoiren veröffentlichen und damit richtig Kassen machen. Bill Clinton hat es getan und Millionen daran verdient und auch George Bush, Ronald Reagan und Jimmy Carter fanden ihre Käufer.

Beim amtierenden Präsidenten scheint das allerdings ganz anders zu sein. George W. Bush ist so unpopulär, dass sich offenbar kein Verlag findet, der die Vermächtnisse eines der unbeliebtesten Commander-in-Chief in der Geschichte der USA herausbringen möchte.

„Mindestens fünf Jahre Wartezeit“, so heißt es in der US-Medienbranche braucht George W., um überhaupt daran denken zu können, seine Erinnerungen zu Papier zu bringen. Und selbst dann könnte das Werk des 62-Jährigen zum Ladenhüter werden.

Ganz anders dagegen ist es bei der First Lady, Laura Bush. Gleich mehrere Verlage buhlen zurzeit aggressiv mit Multi-Millionen Dollar Angeboten um die Memoiren der 62-Jährigen. Sie steht auf der Beliebtheitsskala – im Gegensatz zu ihrem Mann – ziemlich weit oben.

Barack Obama: "Der Abtrünnige“

Ganz so geheim können die Code-Namen des Secret Service für die „First Family“ wohl dann doch nicht sein. Der US-TV-Sender MSNBC zumindest hat die komplette Liste der Obamas jetzt im Fernsehen veröffentlicht.

Danach ist der President Elect, Barack Obama, für den Secret Service „Renegade“, was so viel heißt wie „Abtrünniger“. Die künftige First Lady läuft unter dem Geheimcode „Renaissance“, also „Wiedergeburt“ und die beiden Töchter Sasha und Malia bekommen die Namen „Rosebud (Rosenknospe) und „Radiance“ (Glanz/Strahlung). Dass die Obama-Namen alle mit „R“ beginnen, ist Zufall und vom Secret Service ausgewählt.

Obamas Vorgänger im White House, die Bushs, tragen alle einen Namen mit dem Buchstaben „T“ (George W.: „Tumbler“; Laura: „Tempo“; die Töchter Barbara, „Turqouise“ und Jenna „Twinkle“). Bei den Clintons war der Anfangsbuchstabe ein „E“: Bill: „Eagle“; Hillary: „Evergreen“; Chelsea: „Energy“.

Übrigens: Wäre John McCain Präsident geworden, hätte er den Namen „Phoenix“ nach seinem Heimatort bekommen, Cindy McCain hätte auf den Codenamen „Parasol“ (Sonnenschirm) gehört und Vize Sarah Palin hätte den Nationalpark in Alaska, Denali, als ihren Code-Namen getragen. Aber wen interessieren die Loser von gestern heute noch.

Monday, November 10, 2008

Mein Haus, mein Auto, mein Flugzeug

Erster Besuch von President Elect Barack Obama in seiner künftigen Wohn- und Arbeitstätte, das White House. Der aktuelle Amtinshaber George W. Bush und First Lady Laura Bush hatten geladen und die Obamas kamen.

Während die Damen, First Lady Laura Bush und First Lady in spe Michelle Obama, eine Tour durch die Räumlichkeiten machten, sprachen die Herren über Politik und vor allem über die Wirtschafts- und Finanzkrise.

Erster Besuch von Barack Obama im Oval Office. Amtsinhaber George W. Bush hatte zur Besichtigung geladen

Ganz so harmonisch wie der 43. Präsident und der künftige 44. Präsident der USA später gemeinsam erklärten, war das Treffen dann wohl aber doch nicht. Nach dem Ausstausch von Höflichkeiten forderte Barack Obama vom amtierenden Amtsinhaber noch vor seiner Vereidigung Sanierungshilfen für die fast bankrotte amerikanische Autoindustrie sowie ein neues Stimmulierungsprogramm für die Wirtschaft. Ob George W. Bush es umsetzen wird, muss sich erst noch zeigen. Obama will kein Rettungspaket für die Wall Street, sondern für Main Street - die Mittelschicht der US-Bevölkerung.

Unterdessen wurde bekannt, dass Barack Obama auch einen neuen Dienstwagen bekommen soll. Cadillac arbeitet laut Boston Globe an einer neuen Limousine für den Präsidenten der USA.

Auf einer ersten Probefahrt wurde das neue Gefährt (Foto) jetzt getestet. Besonderheit: Bei dem Wagen wurden die kugelsicheren Außenseiten noch einmal um fast einen auf jetzt über vier Zentimeter verstärkt. Die Wände halten einer Kugel aus einer Magnum .44 aus nächster Nähe stand und auch ein Gewehr kann die Insassen nicht gefährden.
Alles beim Alten bleibt es zunächst bei Obamas künftigen Dienstflugzeug. Die Air Force One, ein Boeing 747 Jumbo, übernimmt er von seinem Vorgänger Präsident Bush.

Sunday, November 9, 2008

Der Terminator ist zurück im Ehebett

Arnold Schwarzenegger ist erleichtert. Der Gouverneur von Kalifornien und ein Anhänger von Präsidentschafts-Kandidat John McCain darf wieder zurück ins gemeinschaftliche Ehebett. "Die Wahl von Obama hat auch was Gute für mich", verriet der 61-jährige "Terminator" in einem Interview mit CNN, "ich darf wieder zu meiner Frau ins Bett zurück."

Arnies selbstbewusste Gattin, Maria Shriver (53, Foto mit Arnie), hatte sich während des Wahlkampfes zusammen mit ihrer Familie, den Kennedys (ihre Mutter ist Eunice Kennedy Shriver, die Kennedy Brüder Ted, JFK und RFK sind ihre Onkel), für Barack Obama eingesetzt. Im Hause von Schwarzenegger gab es deshalb wohl kleinere oder auch größere Meinungsverschiedenheiten. Und nach dem Wahlsieg des Demokraten auch viel Schadenfreude.

"Maria läuft seit vergangenem Dienstag mit einer lebensgroßen Papp-Figur von Obama durchs Haus", verriet Schwarzenegger. "Sie macht sich seit Tagen über mich lustig."

Ob die politischen Differenzen aber tatsächlich zu getrennten Schlafzimmern geführt haben, darf wohl bezweifelt werden. Arnie gilt nicht als knallharter Republikaner, so dass ein politischer Kompromiss im Ehebett wohl möglich gewesen sein sollte. Außerdem: Es gibt Gerüchte, dass Arnie in einem Obama Kabinett vielleicht als Energieminister einen Platz bekommen könnte. Spätestens dann dürfte der Haussegen wieder gerade gerückt sein.
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