Monday, December 8, 2008

Obama: Xmas zum Surfen nach Hawaii

Picture perfect: Die Kailua Beachfront auf Hawaii. Hier will Obama Weihnachten Verbringen

Barack Obama wird Weihnachten wohl nicht im kalten Chicago verbringen. Der künftige US-Präsident kehrt für die Festtage zurück in seine alte Heimat, Hawaii. Mit Familie und zwei, drei Freunden, so heißt es, wolle der 47-Jährige eine Woche in einem exklusiven Ressort auf der Hawaii-Insel Oahu verbringen. Der endgültige Plan muss noch vom Secret Service genehmigt werden.

Nach Informationen eines Insiders, der in die Planungen involviert ist, will Obama (Foto: beim Surfen in seinem letzten Urlaub auf Hawaii in diesem Jahr) in Kailua Beachfront, nicht weit von Honolulu entfernt, ein Haus mieten, wo Familie und Freunde (darunter Obamas Transition-Beraterin Valerie Jarrett) sich erholen wollen. Die ganze Anlage besteht aus drei Multi-Millionen-Dollar teuren Häusern, einem Swimming-Pool, großen Rasenflächen, Privatstrand und Meeresblick.

Obama verbrachte den größten Teil seiner Kindheit auf Hawaii. Er lebte während dieser Zeit bei seiner Oma, Madelyn Dunham, die zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl im Alter von 86 Jahren gestorben war. Obama kehrt zum ersten Mal nach dem Tod seiner Großmutter nach Hawaii zurück. Er will den Urlaub auch nutzen, um sich in einer privaten Zeremonie von ihr zu verabschieden.

Sunday, December 7, 2008

In Bildern: Yes We Can

Die Fotografin Scout Tufankjian (Foto) war einer der ersten, die Barack Obama auf seinem Weg ins White House fotografisch begleitete. Die New Yorkerin hatte offenbar ein gutes Gespür.

Vor mehr als zwei Jahre fing sie im Auftrag von Newsweek an, Obama bei Wahlkampfauftritten zu fotografieren. Damals ahnte die 29-Jährige noch nicht, dass sie den künftigen Präsidenten der USA vor der Linse haben sollte.

An diesem Montag erscheint ihr Fotoband "Yes We Can" (Foto), 29.95 Dollar im Verlag PowerHouse. Ein historisches Werk. Eine Auswahl:

Barack Obama im Mai 2008 beim Billiard in einer Bar in South Charleston, West Virginia

Barack Obama und Robert Gibbs (mittlerweile zum White House Sprecher ernannt) machen auf der Fahrt durch Ohio im Wahlkampf-Bus ein kleines Nickerchen, August 2008

Michelle Obama hört im Februar 2007 ihrem Mann Barack bei einer Rede in Waterloo, Iowa, aufmerksam zu

Begeisterung unter Obamas jüngsten Fans bei einer Wahlveranstaltung in Dillon, South Carolina, im vergangenen Januar

August 2008: Vize-Präsident Joe Biden und Barack Obama in Toledo, Ohio

"Welcome to my Hanging"

Witzbold George W. Bush. Als der noch amtierende Präsident (44 Tage) sein von ihm autorisiertes Gemälde sah, scherzte der 62-Jährige: "Welcome to my Hanging", was so viel heißt wie: "Ich begrüße sie zu meiner Erhängung." Seinen Humor hat der 43. Präsident der USA trotz seiner katastrophalen Hinterlassenschaft offenbar nicht verloren.
Das Bild hängt künftig in einem privaten Club in Philadelphia, wo auch schon andere Präsidenten (rechts neben Bush ist Abraham Lincoln zu sehen) einen festen Platz haben. Der Künstler ist Mark Carder, der Bush im März hundertfach fotografiert und ihn später anhand dieser Fotos in Öl verewigt hatte.

US-Autoindustrie: Gott soll helfen

Gottesdienst "A Hybrid Hope": Beten für ein Überleben der US-Autoindustrie in Detroit

Es ist das Bild des Tages. Während in Washington US-Kongress-Abgeordnete fieberhaft an einem Saniersplan für die marode Autoindustrie des Landes arbeiten, betet man in der Autostadt Detroit (Michigan) für den Erhalt der drei Top-Konzerne GM, Chrysler und Ford. Wenn es schon nicht die Politiker schaffen, muss es halt Gott richten. Insgesamt 34 Milliarden Dollars brauchen die drei "großen" US-Automacher nach eigenen Angaben, um zumindest bis März nächsten Jahres über die Runden zu kommen.

"Wir haben
den Untergang noch nie so deutlich gesehen wie in dieser Woche", erklärte Reverend Charles Ellis während seines Gottesdienstes vor Tausenden von Kirchgängern in einer der größtes Kirchengemeinden in Detroit. Drei Wagen (Ford Escape, Chevy Tahoe und Chrysler Aspen - bezeichnenderweise alle drei SUVs, das Symbol amerikanischer Fehlplanungen in Sachen Auto) der drei angeschlagenen Konzere standen dabei Pate am Altar als der Geistliche in seiner Predigt die Hilfe des Allmächtigen erflehte. Motto der Gottesdienstes: "A Hybrid Hope."

Hilfe von ganz Oben erhoffte sich während des Kirchganges auch der Vize der mächtigen Autogewerkschaft UAW, General Holiefield. Er erklärte: "Wir haben von unserer Seite alles getan, was wir tun konnten. Ich übertrage den Fall jetzt in die Hände Gottes."

In Washington kündigten die Abgeordenten unter dessen eine Lösung innerhalb der kommenden 24 Stunden an. Offenbar hat man sich auf eine Sanierung, wenn auch wiederwillig, geeinigt. Mit Gottes Hilfe oder mit der von Barack Obama? Der künftige Präsident zumindest hatte eine Einigung zugunsten eines Rettungspaketes gefordert.

Der Deal kommt aber nicht ohne Bedingungen: Der nicht gerade beliebte GM-Chef Rick Wagoner wird das Rettungspaket den Kopf kosten. Washington fordert seine Ablösung. Über die beiden anderen gescheiterten Manager gibt es noch kein abschließendes Urteil.

Trotz des erwarteten Saniersprogramms sieht die Zukunft der US-Autoindustrie weiterhin düster aus. Der Nobelpreisträger für Wirtschaft, Paul Krugman, glaubt zumindest nicht mehr an eine Rettung. "Die US-Autoindustrie wird vermutlich verschwinden."

Saturday, December 6, 2008

Die Barack-Obama-Bill-Clinton-Regierung

Die wichtigsten "Billy-Boys" der Obama-Regierung (von links oben nach unten rechts): Eric Holder (Justiz), Hillary Clinton (Außen), Lawrence Summer (Wirtschaftsrat), Bill Richardson (Wirtschaft/Handel), John Podesta (Transition-Chef), Rahm Emanuel (Stabschef)

Präsident Bill Clinton feiert ein furioses Comeback in der neuen Regierung von Barack Obama. In wichtigen Positionen sitzen Ex-Mitarbeiter, frühere Minister oder Vertraute des einstigen Commander-in-Chief. Angefangen vom Stabschef Rahm Emanuel bis hin zur Außenministerin Hillary Clinton zieht sich die Reihe von Clinton-Vertrauten.

Billy-Boy, so dürfte jetzt schon sicher sein, hat acht Jahre nach dem Ausscheiden aus dem White House wieder großen Einfluss auf die künftige Politik der USA. Die sechs Top-Leute (Fotos) sind dabei nur die Wichtigsten. Mehr als 35 Clinton-Vertraute sind im Transistion-Team involviert. Und viele werden auch im neuen Kabinett wichtige Rollen übernehmen. Bill Clinton, das Comback-Kid" - der 62-Jährige macht seinem legendären Ruf wieder alle Ehre.

Auf die Frage von Reportern an Barack Obama, wo denn in seinem Kabinett nun der "Change", der Wandel sei, erklärte der künftige Präsident leicht gereizt: "Der Wandel kommt in erster Linie von mir."

Sarah "Peinlich" Palin verschwendete 165.000 Dollar für drei Stylisten

Mehr als vier Wochen nach Ende des Wahlkampfes ist die Partei der Republikaner weiterhin dabei, alle Ausgaben ihrer Vize-Kandidatin Sarah Palin für Kleider und Stylisten zusammen zu suchen. Bisher war nur die Rede von etwa 150.000 Dollar, die sich die angeblich bescheidene und selbsternannte Hockey-Mom nach ihrer Nominierung Ende August für Kleider, Jacken, Blusen, Schuhe und anderes Outfit auf Parteikosten gegönnt hatte. Neueste Unterlagen ergeben, dass die Ex-Schönheits-Königin jedoch weit aus mehr Geld verschwendet hat als bisher angenommen.

Mehr als 165.000 (!) hat die Gouverneurin von Alaska in ihren neun Wochen Wahlkampf allein für drei Stylisten bezahlt. Eine Summe für die in Hollywood A-Schauspielerinnen wie Angelina Jolie für einen Film vorbereitet werden. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Top-Leute holen das Geld durch die Filmeinahmen wieder locker rein. Die Dollars für die Sarah Palin Stylisten sind verloren.

Neben dieser Summe soll die 44-Jaehrige auch über Kreditkarten ihrer Mitarbeiter in Nobelläden wie Saks Fifth Avenue oder Neiman Marcus eingekauft haben. Und weitere 23.000 Dollar, aufgeteilt in 70 Rechnungen, entdeckten die Republikaner jetzt bei ihrer Suche nach weiteren Ausgaben. Sarah „Peinlich“ Palin hatte auch diese Gelder in Klamotten aus Edel-Boutiquen angelegt. Ach ja: 151,71 Dollar Parteigelder hat sie im Spieleladen Toys R Us gelassen. Was genau das war und wer der Nutznießer dieses Geschenks war, ist noch offen. Bleibt die Frage: Brauchte Sarah Palin für ihren Wahlkampf Spielzeug?

Friday, December 5, 2008

Obamas junger Star-Redenschreiber: Hand anlegen bei Hillary Clinton

Ärger für Barack Obamas Star-Redenschreiber Jon Favreau (Foto: links, mit "Clinton" und unbekanntem Gast). Der erst 27-Jährige hatte sich zusammen mit einem anderen Mann mit einer lebensgroßen Hillary Papp-Figur amüsiert und an die künftige Außenministerin auch noch Hand an eindeutiger Stelle gelegt.

Besonders dumm: Das Supertalent hatte das Bild auf seine Facebook-Seite gestellt. Dort wurde es jetzt von der Washington Post entdeckt. Favreau entschuldigte sich sofort bei Hillary Clinton.

Die neue Secretary of State nahm es mit Humor. Ihr Sprecher erklärte: "Hillary Clinton freue sich darüber, dass sich Jon Favreau so sehr für das Außenministerium interessiere." Ein peinlicher Zwischenfall für den talentierten Redenschreiber aber wohl kein Grund für ihn zurückzutreten.
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