Saturday, February 28, 2009

Kansas Gouverneurin Kathleen Sebelius - Obamas Frau für die Gesundheit

Präsident Barack Obama hat seinen letzten Kabinettsposten besetzt. Kathleen Sebelius (Foto), Gouverneurin des Bundesstaates Kansas, wird das Gesundheitsministerium übernehmen. Der Job ist einer der wichtigsten in der neuen US-Administration.


Die 60-jährige Sebelius soll die von Obama im Wahlkampf angekündigte Gesundheitsreform durchsetzen. In den kommenden zehn Jahren will die Regierung dafür 634 Milliarden Dollar bereitstellen. Mehr als 47 Millionen Amerikaner haben keine Krankenversicherung. Durch die Rezession werden weitere zwei Millionen US-Bürger ihre Versicherung vermutlich verlieren.

Der Posten des Gesundheitsministers sollte eigentlich Obamas enger Berater, Tom Daschle, übernehmen. Doch der einstige Mehrheitsführer im Senat stolperte über einen Steuerskandal.

Friday, February 27, 2009

Wenn Sozialismus Rettungsplan heißt - Obama lässt Citigroup verstaatlichen

Die Banken brennen lichterloh. Jetzt muss Feuerwehrmann Obama mit der Verstaatlichung der Investmenthäuser retten, was eigentlich längst verloren ist (Cartoon: M.Wuerker)


Es ist eine Revolution. Die US-Regierung will die einst größte und mächtigste Bank der Welt, die Citigroup, teilverstaatlichen. Damit versucht die Obama-Administration mehr Kontrolle über das angeschlagene Investmenthaus zu gewinnen. Citigroup ist in eine gefährliche Schieflage geraten und steht kurz vor einem endgültigen Bankrott.

Früher nannte man solche Maßnahmen Sozialismus, heute heißt es Rettungsplan.

Nach den bisher bekannten Plänen will die Regierung für 25 Milliarden Dollar bis zu 36 Prozent der Anteile der Citigroup kaufen. Allerdings müssen auch private Investoren die Idee unterstützen. Sie sollen sich an der Rettung der Bank beteiligen.

An der Wall Street wurde die Ankündigung mit Enttäuschung aufgenommen. Die Börsianer prügelten geradezu die Citibank-Papiere noch vor Eröffnung der NYSE auf 1,56 Dollar nach unten. Am Ende des Handelstages hatten die Aktien der einstigen Großbank fast 40 Prozent an Wert verloren und landeten bei gefährlich niedrigen 1,50 Dollar.

Es ist bereits der fünfte Rettungsplan für Citigroup. Insgesamt 45 Milliarden Dollar pumpte das US-Finanzministerium in den vergangenen Monaten in den angeschlagenen Riesen. Bisher ohne Erfolg.

It’s official Michelle

Das offizielle Foto von First Lady Michelle Obama

Es hat eine paar Wochen gedauert. Vielleicht war die Kamera defekt. Mehr als einen Monat nach der Inauguration von Präsident Barack Obama hat das White House am Freitag das offizielle Foto von First Lady Michelle Obama herausgegeben.

Das Bild wurde im Blue Room des White House aufgenommen. Michelle Obama trägt dabei erneut ein ärmelloses Kleid (von Michael Kors, 3195 Dollar bei Bloomingdale's), wofür sie in dieser Woche schon während der Rede ihres Mannes vor beiden Häusern des Kongress kritisiert wurde. Die Veröffentlichung des Fotos dürfte erneut für Kontroversen sorgen. Es zeigt aber auch wie selbstbewusst die neue 45-jährige First Lady ist.

Thursday, February 26, 2009

Zahlen, Zahlen, Zahlen


3,600.000.000.000 Dollar
So hoch ist der erste 134 Seiten starke Haushaltentwurf von Präsident Barack Obama, den er dem Kongress zur Abstimmung vorlegen wird - 3,6 Billionen Dollar, eine Zahl mit elf Nullen.

1,700.000.000.000 Dollar

So hoch ist das Defizit des neuen Haushaltes der US-Regierung - 1,7 Billionen Dollar

634.000.000.000 Dollar

So viel Geld will Präsident Obama in den kommenden zehn Jahren in die Reform des Gesundheitssystem investieren - 6,34 Milliarden Dollar.

787.000.000.000 Dollar

So viel kostet das gerade verabschiedete Konjunktur-Programm der Obama-Regierung - 7,87 Milliarden Dollar.

Wednesday, February 25, 2009

Well done, Mister President!

Die Reaktionen auf die erste große Rede von Barack Obama als Präsident sind am Tag danach durchweg positiv. Selbst sein früherer Rivale, der Republikaner John McCain, bezeichnete die Ansprache vor dem Kongress als "exzellent", auch wenn der 72-Jährige die Ausgabenpolitik der Regierung weiter kritisiert. Well done, Mister President! Obama hat seine Sache gut gemacht! So lautet auch das Urteil der meisten TV-Kommentatoren.

Mit seinen deutlichen Worten zur schlimmsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression und vor allem durch seinen positiven und Mut machenden Ausblick konnte Obama in seiner Rede vor dem Kongress vielleicht nicht die fundamentalen „Nein-Sager“ unter den Republikanern überzeugen, dafür aber die Mehrheit der amerikanischen Öffentlichkeit. Auch Umfragen scheinen diesen Eindruck zu bestätigen.

Präsident Obama am Dienstag während seiner Rede vor dem US-Kongress. Im Hintergrund: Vize-Präsident Joe Biden (l.) und House-Sprecherin Nancy Pelosi


In einer Blitzbefragung von CNN erklärten 68 Prozent der US-Bürger, dass die Rede „sehr positiv“ ankam und sie überzeugt hätte. 24 Prozent sagten sie war „irgend wie positiv“ und nur acht Prozent zeigten sich von der Ansprache vor dem Kongress enttäuscht.

Auch CBS hatte für Obama ein gutes Ergebnis ermittelt. In ihrer repräsentativen Umfrage von 500 Zuschauern stieg die Zufriedenheit mit dem Präsidenten von 62 auf 69 Prozent. Eine andere Umfrage sah sogar einen Sprung von 62 auf 76 Prozent. Es war also ein guter Abend für Obama.

Tuesday, February 24, 2009

Das mutigste Zitat des Tages


"Das Jahr 2010 wird das Jahr des Aufschwungs"


(Amerikas Notenbank-Chef Ben Bernanke am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats. Vorausetzung für diesen Aufschwung sei aber, dass die Maßnahmen der Regierung von Präsident Obama und der Notenbank den Finanzmarkt stabilisieren können. Er habe jedoch allen Grund zu der Annahme, dass das passieren werde. Treten diese Erwartungen ein, sei er zuversichtlich, dass die Rezession schon im Jahr 2009 enden werde.

Die Börse reagierte auf die optimistischen Worte von Bernanke mit Erleichterung. Der Dow Jones, der am Montag auf seinen tiefsten Stand seit 12 Jahren fiel, schoss in kurzer Zeit um mehr als 200 Punkte nach oben und endete den Tag mit einem Plus von 236 Punkten oder 3,3 Prozent)

Rassistischer Affen-Obama-Cartoon: Medien-Tycoon Rupert Murdoch entschuldigt sich

Damit hätte wohl keiner gerechnet. Medien-Tycoon Robert Murdoch (Foto) hat sich für den rassistischen Cartoon in der New York Post entschuldigt. „Ich möchte persönlich jedem um Verzeihung bitten, der sich durch den Cartoon beleidigt oder gar angegriffen fühlt“, schreibt der 78-Jährige in einem Statement. "Die Zeitung werde in Zukunft feinfühliger sein." Murdoch ist offiziell Herausgeber der New York Post

Die Entschuldigung kommt mehr als überraschend. Normalerweise sitzt Murdoch, dem auch das Wall Street Journal sowie weltweit weitere Zeitungen, TV-Stationen und Internetportale gehören, Skandale wie diesen eher aus.

Die New York Post hatte in der vergangenen Woche mit ihrem „Affen-Obama-Cartoon (Foto) für Empörung in den USA gesorgt. Viele Leser nannten den Cartoon rassistisch und forderten eine Entschuldigung.

Chef-Redakteur Col Allen, dessen Tage wohl gezählt sein dürften, hatte sich nach den Protesten nur „halb-entschuldigt“. Er unterstrich dabei, dass er sich nur bei den generellen Nicht-Kritikern der Post entschuldige. Der Öffentlichkeit war dies nicht genug. Rupert Murdoch hat das jetzt nachgeholt, was viele erwarteten.
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