Thursday, March 12, 2009

Krise schon vorbei? Dow Jones steigt weiter

Darauf mussten die Börsianer lange warten. Der Dow Jones steigt. Und das schon seit drei Tagen. Am Donnerstag legte der weltweit wichtigste Aktien-Index nochmals um 240 Punkte zu und sprang mit 7170 Punkten locker über die 7000er Marke. Die Gründe: Gute Nachrichten von Banken, die wie Citigroup wieder Gewinne machen. Aber auch die amerikanischen Konsumenten verstecken ihr Geld offenbar nicht in der Matratze, sondern scheinen es lieber wieder ausgeben zu wollen.

Die Stimmung verbessert sich an Wall Street: Ein Händler freut sich über den Tagesgewinn am Donnerstag von fast 240 Punkten

Der Dow hat in den vergangenen drei Tagen 622 Punkte dazu gewonnen oder 9,5 Prozent. Es war der beste Drei-Tage-Sprung an Wall Street seit November 2008.

Bei allen guten Nachrichten: Wer glaubt, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise bereits überstanden ist, sollte sich nicht wundern, wenn er bald wieder böse an der Börse überrascht wird.

Keine Gnade: Drei Jahre Gefängnis für Schuh-Attacke auf George W. Bush

Sein Helden-Status hat ihm nichts genutzt. Der irakische Journalist, Muntagdhar al-Zeidi, der im Dezember Präsident Bush während einer Pressekonferenz mit zwei Schuhen beworfen hat (Foto), muss ins Gefängnis.

Ein Gericht in Bagdad verurteilte den von vielen Irakis als Held verurteilten Schuh-Werfer zu drei Jahren Haft. Al-Zeidi hatte dabei noch Glück. Die Höchststrafe liegt für einen “Anschlag auf einen ausländischen Staatschef“ bei 15 Jahren.

Wednesday, March 11, 2009

Hot, Hotter, Reggie Love

Wer ist der sexieste Mann im White House? Die Frage stellte die ansonsten sehr seriöse Internet-Zeitung Huffington Post ihren Lesern. Das Resultat: Reggie Love, Präsident Obamas persönlicher Assistent oder auch „Body Man“ genannt, ist „Mister Hot“ unter den White House Mitarbeitern. Präsident Obama selbst stand übrigens nicht zur Wahl. (Foto: Die "Hottest" Guys des White House: Präsident Obama und sein "Body Man" Reggie Love)

Mehr als 15.000 (!!) Stimmen gaben die Leser der HuffPo ab. Für Reggie Love, dem früheren College-Basketball-Star und Footballer, stimmten 26,06 Prozent. Nur knapp hinter dem 27-Jährigen kam Obamas Redenschreiber, Jon Favreau (auch er ist gerade erst 27 Jahre alt) auf Platz zwei.

Hier das amtliche (?) Endergebnis der nicht repräsentativen Umfrage
:

Tuesday, March 10, 2009

Die Kehrtwende an Wall Street?

Ein seltenes Bild an der in den vergangenen Wochen arg gebeutelten Wall Street: Der Dow Jones legte am Dienstag zur Freude der Händler um fast sechs Prozent zu

Endlich mal gute Nachrichten von der Wall Street. Nach wochenlanger Talfahrt durften sich die Händler auf dem Parket am Dienstag über steigende Kurse freuen. Auslöser waren Meldungen der kriselnden Citigroup, wonach das Investmenthaus in den ersten zwei Monaten des Jahres Gewinne – ja, Gewinne – gemacht haben will. Der Kurs von Citigroup stieg um fast 40 Prozent auf 1,45 Dollar.

Insgesamt legte der Dow Jones nach dieser Nachricht um fast sechs Prozent zu und endete den Handelstag nach einem Plus von 379,44 Punkten bei einem Stand von 6926,24.

Allerdings: Einige Händler warnten vor zu früher Euphorie. Die Wirtschafts- und Finanzkrise sei längst nicht überwunden und der Dow habe den „Grund“ seiner Talfahrt noch nicht erreicht. Am Dienstag interessierte das allerdings nur die wenigsten Börsianer.

Das Zitat des Tages


"Diese Finanzkrise ist ein wirtschaftliches Pearl Habour"
(Börsenguru Warren Buffett in einem Interview mit dem US-Sender CNBC über die aktuelle Wirtschaftslage in den USA. Das "Oracle of Omaha", das durch seine Vorhersagen zum zweitreichsten Mann der Welt geworden ist, sieht die Zukunft äußerst düster. "Die Wirtschaft ist über eine Klippe gefallen", analysiert der 78-Jährige. Er habe die Amerikaer noch nie so ängstlich gesehen wie zurzeit. Und es werde sehr schwer werden, das Vertrauen in die Wirtschaft zurückzugewinnen. "Das passiert nicht in fünf Minuten."

Buffett selbst hat die Krise bereits sehr viel Geld gekostet. Sein Fonds, Berkshire Hathaway, hat im vergangenen Jahr 62 Prozent weniger Gewinne gemacht.)

Monday, March 9, 2009

Happy Birthday Ted Kennedy

Der Löwe röhrt – Ted Kennedy feierte am Sonntagabend seinen 77. Geburtstag in Washington und alle kamen. Präsident Obama höchstpersönlich stimmte das „Happy Birthday Lied“ an und First Lady sang kräftig mit.

Präsident Obama, First Lady Michelle Obama und Ted Kennedy

Neben dem First Couple zollten zahlreiche Politiker wie John Kerry und Stars wie Bill Cosby, Lauren Bacall, James Taylor sowie John Williams dem Senator aus Massachusetts im Kennedy Center von DC Tribut.

Caroline Kennedy hatte die Lacher auf ihrer Seite. Sie gratulierte ihrem Onkel und sagte: “Ich hätte nie gedacht, einmal mit so vielen Senatoren in einem Raum zu sein.“ Hintergrund: Die 50-Jährige wollte - mit Unterstützung von Ted Kennedy - Nachfolgerin von Hillary Clinton als Senatorin von New York werden. Sie zog ihre Kandidatur aber zurück.

Ted „Teddy“ Kennedy, Bruder der ermordeten John F. Kennedy und Robert F. Kennedy, leidet seit Monaten an den Folgen eines bösartigen Hirntumors, der ihm mittlerweile entfernt werden konnte. In Florida lässt er sich zurzeit weiter gegen den Krebs behandeln.

Sunday, March 8, 2009

Nice Try! - But Wrong!

Es sollte ein symbolisches Zeichen der Versöhnung und des Neuanfangs sein. Amerikas Außenministerin Hillary Clinton schenkte ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow bei einem Treffen in Genf eine gelbe Box mit einem roten Plastikknopf. Darunter stand das Wort „Reset“ (Auf-Null-Stellen) und darüber die russische Übersetzung: „Peregruzka“. Clinton wollte damit das Angebot von Präsident Obama nochmals unterstreichen, der sich einen Neustart der Beziehungen zwischen Russland und den USA wünscht.

Peinlich: Der Button mit der falchen Übersetzung

Die Idee hatte Charme, entpuppte sich dann aber doch als Flop. Denn im US-Außenministerium gibt es offenbar niemanden – wirklich!!! - der ordentlich russisch spricht. Denn statt „Reset“ heißt die Übersetzng „Overload“ (Überbelastung).

„Wir haben wirklich hart an der Übersetzung gearbeitet“, erklärte Hillary voller Stolz als sie Lawrow die Box übergab. „Ich hoffe, wir haben es richtig gemacht. Der russische Außenminister musste seine Kollegin allerdings enttäuschen. Lawrow lächelnd: „Es ist leider falsch. Es heißt Überbelastung."

Gibt es im US-Außenministerium wirklich NIEMANDEN der russisch spricht?!? Um die Beziehungen der beiden Ländern zu verbessern, wäre das schon hilfreich. Vielleicht hätte man Hillarys Vorgängerin Condoleezza Rice fragen sollen – die spricht die Sprache fließend.

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